03.03.-09.03.2024 – Unseren Glauben prüfen (2)

UNSEREN GLAUBEN PRÜFEN (März – Juni 2024)

Tagesandachten von Lisa Moore

SONNTAG, 3. März 2024: Jakobus 1:2-12

Ich bin mir sicher, dass wir alle inbrünstig erklären würden, dass wir Gott lieben. Ich bin auch zuversichtlich, dass wir alle sehnsüchtig darauf warten, die Krone des Lebens zu erhalten. Aber nehmen wir die Prüfung unseres Glaubens freudig an? Wir zitieren: „Achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet“ (V. 2a), aber meinen wir das auch so? Diese Prüfung ist notwendig, um eine nötige Ausdauer zu entwickeln, um standhaft zu bleiben. Wenn du eine Prüfung erlebst, dann lasse den Glauben, den Gott in dich gelegt hat, entstehen und beobachte, wie sich dein Wille Seinem Willen beugt. Gebe nicht auf! Wenn du einen Test nicht bestanden hast, wird ein neuer kommen! Wisse, dass Gottes Plan nicht darin besteht, dir Schaden zuzufügen, sondern dich zu dem erwarteten Ende zu führen.

MONTAG, 4. März 2024: Jakobus 1:13-18

Jakobus erklärte, dass Sünde und Tod aus Versuchungen resultieren, um uns zu helfen, zu verstehen, warum Gott niemals die Quelle der Versuchung sein kann. Gott möchte nicht, dass wir sündigen. Er hasst Sünde. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Johannes 3:16). Es widerspricht der Natur Gottes, uns zur Sünde zu verleiten, weil Er gut ist. Es ist leicht, Versuchung mit Prüfung zu verwechseln. Gott mag uns auf die Probe stellen (siehe die gestrige Tageslesung), aber Gott verführt uns nicht zur Sünde, indem Er unseren bösen Wünschen nachkommt. Er gibt Seinem Volk gute und vollkommene Gaben – darunter und insbesondere Jesus. Preist den HERRN!

DIENSTAG, 5. März 2024: Psalm 139:1-12

In einer Zeit, in der Menschen auf Facebook, TikTok, Instagram und im „Reality-TV“ minutengenau über ihr Leben berichten, kann jedes Detail im Leben der Menschen vollständig zur Schau gestellt werden. Ob du dein Leben so offen teilst oder, wie ich, solche Dinge wie die Pest meidest – es gibt Einen, der diese Methoden nicht braucht, um uns zu kennen. Unser allwissender und allgegenwärtiger Gott sieht und weiß alles über uns, sogar unsere Gedanken und unausgesprochenen Worte. Wir können anderen eine Show bieten, aber wir können Ihn nicht täuschen oder uns vor Ihm verstecken. Und doch liebt Er uns! Das allein sollte uns dazu bringen, ein Leben zu führen, das Ihm gefällt.

MITTWOCH, 6. März 2024: Psalm 139:13-18, 23-24

Der Schöpfer dieser Welt – derjenige, der alles ins Leben gerufen hat – hat uns aus einer unförmigen Substanz geformt. David wurde von Gott dazu inspiriert, über seinen eigenen Eintritt in diese Welt zu schreiben, über seine Entstehung im Verborgenen und seine Geburt im Schoß seiner Mutter. Dieser Text erinnert mich an Jeremia 1:5a: „Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt.“ Du bist nicht zufällig hier – Gott kannte dich, bevor du gezeugt wurdest! Der Gott, der alles weiß, kennt dich. Du bist Sein Werk und Er macht keine Fehler. Sehe dich selbst so, wie Gott dich sieht, und lobe Ihn, weil du wunderbar geschaffen bist!

DONNERSTAG, 7. März 2024: 2. Korinther 11:22-33

Paulus rühmte sich, Drangsal nach Drangsal erlebt zu haben, weil diese uns Gottes Macht aufzeigen. Manche glauben, Christsein bedeute, niemals Leid oder Schwierigkeiten zu erleben und sich dann mit all der materiellen Dingen zu rühmen, die man besitzt. Dieses Verständnis von Christsein ist jedoch falsch. Jesus sagte: „In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16:33b) Lasse dich nicht entmutigen, wenn Schwierigkeiten auf dich zukommen. Verstecke deine Widrigkeiten nicht. Rühme dich wie Paulus der Dinge, die dir deine Schwachheit zeigen – Gott wird die Ehre erhalten.

FREITAG, 8. März 2024: 2. Korinther 12:1-10

Manchmal haben wir das Gefühl, unsere Gebete bleiben unbeantwortet. Ein genaueres Verständnis ist jedoch, dass unsere Gebete manchmal nicht auf die Art und Weise beantwortet werden, die wir uns wünschen. Wir mögen betteln, flehen und sogar fasten, doch die Situation ändert sich entweder nicht oder verschlechtert sich sogar. Genau wie der Feind es mit Eva tat, sät er Samen des Zweifels, um uns davon abzuhalten, mit Gott zu wandeln. Paulus gab den Korinthern Einblick in unbeantwortete Gebete: Gottes Gnade genügt. In unserer Schwachheit ist stark in Christus. Wenn dein Glaube aufgrund „unerhörter“ Gebete nachlässt, so überlasse deinen Willen Gott. Du wirst allein in Christus Kraft finden, wenn du dem HERRN Seinen Willen lässt.

SABBAT, 9. März 2024: 2. Korinther 13:1-10

„Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!“ (V. 5) Jesus sagte, dass ihm viele von den Werken erzählen werden, die sie in Seinem Namen getan haben, doch seine Antwort wird sein: „Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ (Matthäus 7:23) Ich bete, dass keiner von uns diese Worte hören wird. Prüfe dich ständig, bereue und lebe in der Kraft Gottes. Wir können diese Prüfung bestehen!

BIBELSTELLEN:

Studientext: 2. Korinther 13:5-11

weiterführende Texte: 2. Korinther 13:1-11

Andachtstext: Psalm 139:13-18, 23-24

Merkvers:

 „Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!“ (2. Korinther 13:5)

KERNINHALT:

Jeder hat Prinzipien, die er einhalten muss. Wie und wo finden wir den Mut, authentisch zu leben und unseren Idealen treu zu bleiben? Paulus forderte die Gläubigen auf, sich selbst zu prüfen, während sie sich auf die Kraft Christi verlassen, um den ihnen vermittelten Glauben aufrechtzuerhalten.

FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:

  1. Was war die anspruchsvollste Prüfung, die du je erlebt hast? Was sollte sie über dich aussagen? Wie hat dich deine Vorbereitung auf und die Teilnahme an der Prüfung vorangebracht?
  2. Was forderte uns Paulus in diesem Abschnitt (Vers 5) zu untersuchen auf? Wie würdest du das angehen? Wie könnte diese Prüfung zum geistlichen Wachstum beitragen?
  3. Wie definierte Paulus den Glauben (Vers 5)? Wie hilft uns Vers 7 zu verstehen, wie Paulus sich ihn vorstellte? In welcher Beziehung steht Glaube zu Vertrauen (vgl. Jakobus 2:22) und Hoffnung (vgl. Hebräer 11:1)? Wie kann die Erkenntnis, dass „Jesus Christus in dir ist“, diese Art von Leben inspirieren?
  4. Wie verteidigte Paulus in den Versen 8 und 9 seine Sorge um Reinheit die Korinther? Was offenbarte er in Vers 10 als seine Motivation, sie zu drängen, ihren Glauben zu prüfen? Inwiefern war das angemessen angesichts der Probleme, die Paulus in seinen Briefen an Gemeinde zu Korinth ansprach?
  5. Warum ist Selbstprüfung heute eine wichtige geistliche Disziplin für Gläubige und Gemeinden? Gibt es bestimmte Bereiche in deinem Leben, in denen du sich selbst prüfen und dich mehr auf Gottes Gnade verlassen musst?

VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Tim Smothers

DER ZWECK VON PAULUS BRIEFEN

In der Heiligen Schrift finden wir sowohl den Auftrag als auch die Methode, wie wir leben sollen. Als Kinder Gottes ist es uns geboten, als eine neue Schöpfung zu leben, die wir in Christus sind (vgl. 2. Korinther 5:17). Unser alter Lebensstil ist vorbei und wir leben so, wie Gott es von uns möchte. Ist das immer einfach? Nein ist es nicht, aber es gibt einen Weg, wie wir ein echtes, christliches Leben führen können, zu dem Gott uns berufen hat – indem wir uns selbst untersuchen.

Als ich in der Schule war, fürchtete ich mich vor den Tagen, an denen wir einen Test schreiben mussten. Ich brach in Schweiß aus, mir wurde schwindelig und vergaß sofort alles, was ich zuvor gelernt hatte. Prüfungen waren für mich nicht einfach, aber ich sehe jetzt die Notwendigkeit dafür. Es ist wichtig, unser Wissen einzuschätzen, damit wir das Gelernte anwenden können. Der Apostel Paulus erkannte dies und forderte die Gemeinde in Korinth auf, dasselbe zu tun, nämlich sich selbst zu prüfen.

Paulus nutzte im Laufe seines Lebens und Wirkens mehrmals die Gelegenheit, an die Gemeinde in Korinth zu schreiben (zwei dieser Briefe sind uns im Neuen Testament erhalten). Diese Gemeinde wurde von vielen Problemen geplagt: generelle Uneinigkeit, sexuelle Unmoral, soziale Ausgrenzung innerhalb der Gemeinde und viele theologische Fragen. Es war eine Gemeinde, die äußerlich wie eine aussah, aber innerlich sicher nicht so funktionierte, wie sie hätte sollen. Ausgehend von diesen Problemen ging Paulus auf sie ein. In 2. Korinther 13:10 wird die Hoffnung des Paulus zum Ausdruck gebracht, dass diese Fragen vor seinem nächsten Besuch geklärt werden könnten. Seine Absicht dabei war, dass er seine Zeit und Aufmerksamkeit auf den (geistlichen) Bau der Kirche konzentrieren konnte und nicht auf die Beschäftigung mit disziplinarischen Fragen, die vorher hätten geklärt werden sollen.

PAULUS AUFFORDERUNG ZUR SELBSTPRÜFUNG

Das Konzept, sich selbst zu prüfen, war Paulus sicherlich nicht fremd. In 1. Korinther 11:28 wies er die Gläubigen an, sich selbst zu prüfen, bevor sie an der Abendmahlsfeier teilnehmen. Wir tun dies, um unsere Gedanken, Einstellungen und Handlungen in Bezug auf unseren Gehorsam gegenüber Gott und Seinem Wort zu testen. Der Lackmustest für unseren Glauben liegt im Gehorsam gegenüber der Heiligen Schrift, sowohl in dem, was wir sagen als auch in dem, was wir tun.

Das Wort „untersuchen“ kommt in juristischen Zusammenhängen vor. Dabei handelt es sich um das Bild einer Person, die während eines Prozesses oder einer Anhörung einen Zeugen befragt, damit seine oder ihre Aussage untersucht und ausgewertet werden kann. Die Prüfung wird durchgeführt, um eine Behauptung zweifelsfrei zu beweisen oder zu widerlegen. In 2. Korinther 13:3 sehen wir, dass einige in der Gemeinde in Koriunth einen Beweis für die apostolische Autorität des Paulus verlangten. Paulus beantwortete ihre Forderung (V. 3-4) und wandte dann dieselbe Taktik bei ihnen an.

Paulus forderte die Korinther auf, sich selbst zu untersuchen und zu prüfen (Vers 5). Was sollten sie untersuchen? Es ging um die Frage: Ist Christus in ihnen? Aus diesem Vers können wir drei Gebote entnehmen, die Paulus den Korinthern gab: Der erste Befehl bestand darin, ihren Glauben und ihr Verhalten zu überprüfen, um festzustellen, ob sie wirklich wiedergeboren waren. Zweitens sollten sie ihr geistliche Leben auf die Probe stellen – waren sie fleischlich oder geistlich gesinnt? 

Drittens bezeichnet das Wort „erkennen“ in 2. Korinther 13:5 ein gründliches Verständnis des eigenen Lebens in Beziehung zu Gott. War Christus in ihnen? Die Frage des Paulus könnte auf zwei verschiedene Arten beantwortet werden. Die erste Frage wäre, ob sie überhaupt Kinder Gottes waren oder nicht. Hatten sie bekannt, Buße getan und daran geglaubt, was Jesus am Kreuz für sie getan hat?

Die zweite Möglichkeit, diese Frage zu beantworten, hat mit der persönlichen Heiligung zu tun. Haben sie durch ihren Gehorsam gegenüber Gottes Willen gezeigt, dass sie im Glauben waren (1. Korinther 16:13) und dass Christus in ihnen war? Den Test zu bestehen bedeutete (und bedeutete noch immer), das Richtige zu tun, also Gott gehorsam sein. Scheitern bedeutete Ungehorsam, was einen Menschen unter die Zucht Gottes bringt.

Paulus erwartete offensichtlich nicht, dass die Gemeinde zu Korinth denken würde, dass Paulus die Prüfung seines Glaubens und Gehorsams nicht bestanden hatte. Paulus betete für sie, dass auch sie treu seien und dem Willen des HERRN für sie gehorchen würden. Paul wusste auch, dass ihnen ein Ruf vorauseilte. Dies war eine Gemeinde, die für viele Probleme bekannt war, welche ein hohes Maß an Sorgfalt, Beratung und Disziplin erforderten. Paulus hoffte, dass sich die Gemeinde um diese Probleme kümmern würde, bevor er kommen würde, damit er seine Zeit damit verbringen könnte, sie zu ermutigen und sie zum Nutzen im Bau von Gottes Reich aufzubauen.

DIE WAHRHEIT LEBEN

Die Sorge des Paulus um die Gemeinde in Korinth beruhte auf der Wahrheit Christi (Vers 8). Paulus hat nicht nur die Wahrheit gesagt, sondern er hat sie auch gelebt. Sein Wunsch war es, dass die Gemeinde für das einsteht, was richtig ist, und sich nicht von den Meinungen und Lehren anderer beeinflussen lässt, die das Evangelium verzerren. Auch Paulus betete für ihre Wiederherstellung (Vers 9). Für ihn war es sehr offensichtlich, dass diese Spaltungen die Gemeinde dazu veranlasst hatten, Fronten bzw. Gräben zu ziehen um untereinander zu kämpfen. Paulus betete inständig für sie, das Richtige tun und an den Ort gelangen würden, an dem die Wiederherstellung stattfinden würde. Dieses Gebet um Wiederherstellung ist sehr passend, und das sollte auch unser Ziel sein. Der Akt der Disziplinierung war nicht das, was Paulus tun wollte. Sein Gebet für die Korinther war, dass bei seiner Ankunft die Wiederherstellung im Leib (also an der Gemeinde) bereits stattgefunden hätte.

Die Gemeinde ist nicht perfekt. Eines Tages werden wir es sein, aber wir sind noch nicht soweit! Die Frage des Paulus an die Gemeinde in Korinth ist eine, mit der wir uns jeden Tag befassen müssen. Für Christus zu leben bedeutet, dass wir gehorsam dem Willen Gottes für uns folgen. Es bedeutet, dass wir die Wahrheiten der Heiligen Schrift verkünden, ausleben und umsetzen, jeden Tag, den wir leben. Nehme dir täglich Zeit, dich selbst zu prüfen.

HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER

LERNZIELE:

  • Bewertet unser Konzert der Selbstprüfung im christlichen Glauben.
  • Übernehmt die kritische Selbstreflektion im christlichen Glauben.
  • Übt eine kontinuierliche Selbstprüfung im christlichen Glauben.

UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN

Teilet die Sabbatschulklasse in kleine Gruppen auf und bitte jede, ein Rollenspielszenario zu erstellen, das den in Vers 5 erwähnten Prozess der Selbstprüfung veranschaulicht. Haltet nach den Rollenspielen eine Nachbesprechungssitzung ab, um die Herausforderungen und Vorteile der Selbstprüfung im christlichen Leben zu besprechen. Ladet als nächstes Einzelpersonen aus der Gruppe ein, persönliche Zeugnisse zu teilen, die sich auf Momente der Selbstprüfung, des geistlichen Wachstums oder der Erfahrungen der Gnade Gottes beziehen. Besprecht, wie uns dies dabei helfen kann, die Prinzipien aus dem heutigen Abschnitt mit realen Situationen zu verbinden.

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Aus der Herausforderung des Paulus an die Korinther haben wir gelernt, wie wichtig die Selbstprüfung in unserem Glauben ist. Als nächstes wird uns der Brief des Petrus zeigen, wie wir auf Leid reagieren können, wenn wir unseren Glauben leben.

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