07.01.-13.01.2024 – Glaube und Vertrauen (7)

GOTTGEFÄLLIGER GLAUBE (Dezember 2023 –  Februar 2024)

Tagesandachten von Kay Samuels

SONNTAG, 7. Januar 2024: Psalm 119:97-112

Wenn wir über das Christsein als Reise nachdenken, erkennen wir, dass sie ein Pfad ist. Ich weiß noch, als ich ein Kind war, dass es in meiner Nachbarschaft keinen Strom gab. Wenn man nachts irgendwo hin wollte, musste man sein eigenes Licht tragen. In jenen dunklen Nächsten, war es unerlässlich, dieses Licht dabei zu haben, um zu sehen, wohin man ging. Noch viel mehr brauchen wir Gottes Wort, um den Pfad der christlichen Reise zu erhellen, so dass wir mögliche Hindernisse rechtzeitig erkennen und umgehen können, wenn diese vor uns liegen. Gottes Wort macht uns weise, damit wir die richtigen Entscheidungen treffen.

MONTAG, 8. Januar 2024: Matthäus 11:25-30

Denke zurück an eine schwierige Situation, mit der du umgehen musstest, welche sich auf wunderbare Art auflöste. Erinnere dich an deine Erleichterung wie eine Last, welche dir von den Schultern genommen wurde. Jesus tat dies auf viel bessere Weise. Als Er sagte: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (V. 28), meinte Er, dass Er die Last bereits von uns genommen hat, um uns Ruhe zu verschaffen. Es ist das Beste für uns, wenn wir diese Last nicht wieder auf uns nehmen. Wir wurden frei gemacht, um ein Leben in Fülle haben zu können. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, wie wir dies bewerkstelligen werden, denn Er hat den Weg schon bereitet. Er hat uns Ruhe verschafft.

DIENSTAG, 9. Januar 2024: Psalm 56

David befand sich in einer Leben-oder-Tod-Situation. Er schrieb: „Wenn mir angst ist, vertraue ich auf dich!“ (V. 4) Sein Vertrauen auf Gott zu setzen gab David neuen Mut. In den folgenden Versen erklärt er, dass Er Gott vertraute und sich nicht fürchten würde. Es geht in Ordnung, wenn wir auf unserem Weg zur vollkommenen Ruhe im HERRN verschiedene Gefühle durchmachen, einschließlich Angst. In was für einer Situation befindest du dich gerade? Hast du Angst? Das kann ich verstehen. Ich bete, dass du diese Angstgefühle überwinden kannst und zu einem Gottvertrauen kommst, denn Er kann und wird dich aus jedem dieser herausholen.

MITTWOCH, 10. Januar 2024: Hebräer 13:5-16

Jesus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Also müssen wir es glauben. Der Schreiber des Hebräerbriefs ermutigt uns auf jene zu achten, die gelehrt und vorbildhaft gelebt haben, wie christlicher Wandel aussehen soll. Gemeinsam mit den Männern und Frauen von einst lebten oder leben auch unsere geistlichen Mentoren im Glauben. Wir sollten ihrem Vorbild nachahmen. Falls du ein Lehrer bist, hast du die Verantwortung ein entsprechendes Glaubensleben vorzuleben, indem du dein Vertrauen auf einen unveränderlichen Gott zeigst. Wir haben die Aufgabe, ein Lob- und Dankopfer darzubringen, wozu auch das Bekenntnis zu Jesus als unserem HERRN gehört. Teilen wir diesen großen Segen des unveränderlichen Gottes mit dem Rest der Welt!

DONNERSTAG, 11. Januar 2024: Johannes 14:18-27

„Euer Herz erschrecke nicht!“ (V. 27) war der tröstlichste Satz für mich als Heranwachsende. Jene Worte gaben wir so viel Hoffnung und etwas, worauf ich mich freuen konnte. Jener Satz spricht mich auch heute noch an. Zu wissen, dass der HERR immer bei mir ist, gibt mir solches Vertrauen, dass ich frohen Mutes für Christus leben kann. Er hat schon alles ergründet. Ich werde nicht nur einen Berater an meiner Seite haben, sondern Er hat auch verheißen, dass der Heilige Geist mich alles lehren und ins Gedächtnis rufen wird (V. 27). Lasst uns als Kinder des Königs leben.

FREITAG, 12. Januar 2024: 1. Korinther 2:6-16

Als König Salomo die Gelegenheit erhielt, von Gott zu erbitten, was er sich wünschen würde, entschied er sich für Weisheit, Wissen und Verständnis zu bitten. Seine Weisheit machte Salomon zu einem reichen Menschen. In der Heiligen Schrift heißt es: „Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1:5) Diese von Gott erhaltene Weisheit ermöglicht es uns, das Geheimnis der Erlösung zu verstehen. Sie hilft uns, Gott in der Tiefe zu verstehen. Sie wird denen gewährt, die Jesus Christus annehmen. Ohne die Weisheit Gottes ist es für einen Nichtchristen unmöglich, die Konzept zu verstehen, dass Gott in uns lebt.

SABBAT, 13. Januar 2024: Sprüche 3:1-12

In Vers 5 riet Salomo „seinem Sohn“, auf den HERRN zu vertrauen und sich nicht auf seinen eigenen Verstand. Wenn man sich nur auf seinen eigenen Verstand verlässt, gibt es keinen Raum, von jemand anderem zu hören, auch von Gott nicht. Wir sollten immer bereit sein, auf göttlichen Rat zu hören und sollten in unseren Augen nicht weise sein. Manchmal müssen wir schwierige Entscheidungen treffen. Bevor wir eine vorschnelle Entscheidung treffen, sollten wir immer den HERRN suchen und nach weisem Rat. Vertraue auf den HERRN und Er wird dich führen. Salomo gab uns noch weitere weise Ratschläge, die wir ebenfalls beherzigen sollten.

BIBELSTELLEN:

Studientext: Sprüche 3:1-8

weiterführende Texte: Sprüche 3:1-12

Andachtstext: Psalm 56

MERKVERS: 

 „Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen.“ (Sprüche 3:5-6)

KERNINHALT:

Wir geraten in Schwierigkeiten, wenn wir glauben, wir hätten alle Antworten. Wo können wir vertrauenswürdige Beratung finden? Der Autor der Sprüche ruft uns zur Demut auf und zur Anerkennung der Autorität Gottes in unserem Leben, anstatt uns ausschließlich auf unsere eigenen Instinkte zu verlassen.

FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:

  1. Fällt es dir schwer, um Hilfe zu bitten, wenn du keine Antworten auf eine Frage oder ein Problem hast? Warum (nicht)? Was bringt uns dazu, mit der Vorstellung zu kämpfen, außerhalb von uns selbst nach Antworten zu suchen?
  2. Auf welche unterschiedliche Arten beschreibt Sprüche 3:1-12 ein Leben voller Segen vom HERRN? Inwiefern ergibt sich dadurch ein Bild eines gesünderen, ausgewogeneren Lebens, das nicht nur von materiellem Segen geprägt ist?
  3. Welchen Teil unserer Persönlichkeit spricht der Autorin Vers 3 an? Warum wird dies als so wichtig betrachtet? Wie wirkt sich dieser Teil auf unsere Fähigkeit aus, ein weises und gesundes Leben zu führen?
  4. Ermittle in jedem dieser Verspaare (Verse 1-2, 3-4, 5-6, 7-8, 9-10, 11-12) die Aufforderung und Gründe, weise zu handeln. Welche Charaktereigenschaften werden als Reaktion auf die Furcht des HERRN gefördert?
  5. Inwiefern sind die Verse 5-7 der Schlüssel zum Verständnis dieses gesamten Bibeltexts (V. 1-12)? Worauf gründet sich „weises“ Leben? Was wird zu unserer Autorität im Leben, wenn wir diese Vorgehensweise annehmen?
  6. Welche „Kontrollliste“ verwendest du, um kluge Entscheidungen in deinem Leben zu treffen? Gründen sie sich mehr auf deinen eigenen Gedanken und Wünsche als auf denen Gottes? Wie könntest du dich weniger auf deinen eigenen Verstand verlassen und mehr darauf, Gottes Weisheit anzuerkennen?

VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Norman Fearon

DIE WESENTLICHEN WERTE BEWAHREN

Es ist fast sicher, dass bei der Geschwindigkeit, mit der sich gewissen Dinge in unserer heutigen Welt entwickeln, alle paar Jahre mindestens eines davon aus früheren Generationen technisch überholt sein oder durch etwas Benutzerfreundlicheres oder Bequemeres ersetzt werden wird. Obwohl Änderungen manchmal notwendig sind, ist es wichtig, dass diese nur auf Grundlage einer Verbesserung vorgenommen werden. Wenn man also über mögliche Veränderungen nachdenkt, muss man daher wachsam sein und Werte und Prinzipien wahren, die leicht innerhalb von Generationen verschwinden und dazu führen können, dass das Leben von Einzelpersonen und Gesellschaften insgesamt ins Chaos stürzt (wie es heute in manchen Fällen zu sehen ist).

Jeder Generation obliegt die Verantwortung, wichtige Werte an die nächste weiterzugeben. Doch wie gelingt dies effektiv? Der weise König Salomon scheint diese Frage im Eingangsvers unserer Wochenbetrachtung zu beantworten.

Der wirksamste Weg, wichtige Werte weiterzugeben, ist durch Anweisungen bzw. Lehren mit Beispielen und anschließenden Erinnerungen: „Mein Sohn, vergiss meine Lehre nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote!“ (V. 1)

EIN KOMPETENTER LEHRER

Die Worte „mein Sohn“ scheinen, wie manche glauben, eine Anrede an Salomos leiblichen Sohn zu sein. Es ist aber auch möglich, dass er seine Vaterfigur dazu verwendete, junge Männer im Allgemeinen zu unterweisen. Das Alter ist möglicherweise nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass eine Person kluge Entscheidungen treffen wird, aber es scheint wahrscheinlich, dass junge Menschen eher ihren eigenen Erkenntnissen folgen, die nur zu schmerzhaften Ergebnissen führen würden. Junge Menschen sind für uns und die Gesellschaft insgesamt wertvoll. Daher ist es wichtig, dass sie unter den Einfluss von Lehrern geraten, die ihnen gottesfürchtige Anweisungen geben.

Schon allein seines Alters war Salomon nicht dazu geeignet, dieser Lehrer für wichtige und entscheidende Lebensthemen zu sein. Obwohl das Alter für ihn als guter Lehrer von Vorteil gewesen sein könnte, gab es weitaus größere Eigenschaften, die ihn für diese Rolle qualifizierten; mindestens drei hätten ihn zu einem hörenswerten Lehrer gemacht: seine Gabe der Weisheit, seine persönliche Erfahrung und seine Kenntnis des Wortes Gottes. Seine Lehren mögen vielleicht nicht die beliebtesten oder verlockendsten gewesen sein, aber das Resultat, wenn man sie befolgt, ist durchaus bereichernd: „Dein Herz bewahre meine Gebote! Denn sie werden dir Verlängerung der Tage und Jahre des Lebens und viel Frieden bringen!“ (V. 1b-2)

Vers 1 erweckt den Eindruck, als ob Salomos Lehren lediglich ein Ausdruck seiner eigenen Ideen oder Gedanken sind. Aber in den Versen 5-7 sehen wir, dass seine Lehren tatsächlich dem Worte Gottes entsprechen. Es ist das Fundament, auf dem man sein Leben gezielt aufbauen muss, sonst wird man das in Vers 2 erwähnte „Leben in Frieden“ nicht erleben. Oft scheint unsere jetzige Realität im Vergleich zu den biblischen Verheißungen in einem großen Widerspruch zu stehen. Aber gerade deshalb wird der Leser ermutigt, den HERRN „von ganzem Herzen“ zu vertrauen und sich nicht „auf den deinen eigenen Verstand“ zu verlassen (V. 5).

Ich habe beim Fliegen noch nie eine dieser wirklich ernsten Turbulenzen erlebt, aber jene, die ich erlebt habe, waren für mich dennoch eine Lektion: Sie bringen Unbehagen mit sich und lassen uns sogar fragen, ob wir jemals am Zielflughafen ankommen werden. Aber das Flugzeug ist nicht in den Turbulenzen stationiert, sondern fliegt nur durch sie hindurch. Gott erwartet von uns, dass wir Ihm in jeder Situation vertrauen, auch wenn unsere gegenwärtige Realität Seinen Verheißungen zu widersprechen scheint.

VERTRAUEN IN PRAKTISCHEN FRAGEN

Dem HERRN zu vertrauen ist keine gelegentliche Maßnahme, auf welche Menschen in extrem schwierigen Situationen zurückgreifen, sondern sie sollte eine Lebensart sein: „Erkenne ihn [Gott] auf allen deinen Wegen.“ (V. 6a)

In Josua Kapitel 9 finden wir eine Geschichte, die vielleicht hilfreich zeigt, wie wichtig es ist, sich in allen Situation des Lebens sich auf Gott zu verlassen. Josua wurde von den Gibeonitern verleitet, einen Bund mit ihnen zu schließen. Erst später fand er heraus, dass nicht diejenigen waren, die sie zu sein behaupteten. Wer weiß – vielleicht hätte Gott ihnen Barmherzigkeit erwiesen, wie Er es bei Rahab getan hatte, weil sie glaubten, Er sei der wahre Gott. Aber denken wir an das Unbehagen, dass die Israeliten möglicherweise empfunden haben, als sie daran dachten, dass Gott die Gibeoniter zur Vernichtung bestimmt hatte und sie es verpatzt hatten.

Es gibt Zeiten in unserem Leben, in denen es scheint, als hätten wir die richtige Antwort oder Reaktion auf eine Situation, doch später bereuen wir, dass wir uns nicht die Zeit genommen haben, Gottes Rat und Führung einzuholen. Dies erinnert mich an eine Zeile aus dem Lied „Welch ein Freund ist unser Jesus“: „Wer mag sagen und ermessen/ wieviel Heil verloren geht/ wenn wir nicht zu ihm uns wenden/ und ihn suchen im Gebet!“ (deutscher Text von Ernst Gebhardt) Kein Menschen konnte jemals sich ein Gesamtbild irgendeiner Lage bzw. Situation machen, aber Gott kann es. Er kennt bereits den Ausgang von allem, noch bevor es geschieht. Wenn das nicht ausreicht, jemanden zu überzeugen, Gottes Führung zu suchen, dann auch wird auch alles andere nicht reichen.

Wenn wir Gottes Führung in und bei allem suchen, was wir tun, ist das ein Vertrauensbeweis. Es gibt aber auch noch andere. In den Versen 7-12 nannte Salomon seinen Lesern noch mindestens drei weitere praktische Wege, Gottvertrauen zu beweisen: 1.) „Fürchte den HERRN und weiche vom Bösen!“ (V. 7a); 2.) „Ehre den HERRN mit deinem Besitz“ (V. 9a); 3.) „Verwirf nicht die Züchtigung des HERRN“ (V. 11a)

Es gibt Zeiten in unserem Leben, in denen es uns schwerfällt, Gott zu vertrauen. Aber das geschieht normalerweise dann, wenn wir es nicht schaffen, die Kontrolle über uns Leben aufzugeben und sie Ihm zu übergeben. Wir betrachten die Unterwerfung unter Gottes Führung oft als eine Art Gottes, uns zu kontrollieren. Das Gegenteil trifft zu: Gottes Führung ist Seine liebevolle und fürsorgliche Art, uns zu einem erfolgreichen Leben zu führen. Zwei Eigenschaften legt Salomon seinen Lesern nachdrücklich ans Herz: Güte (bzw. Liebe) und Treue (V. 3) Sie werden dafür sorgen, dass wir Gott vertrauen. Laut Salomon werden jene, die sie schätzen, „Gunst und Wohlgefallen erlangen“ (V. 4).

HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER

LERNZIELE:

  • Untersucht, wie Gottes Weisheit der wertvolle Wegweiser für unser Leben ist.
  • Verlasst euch auf Gottes Wort als Autorität für unser Leben.
  • Verpflichtet euch, in täglichen Belangen Gottes Führung zu suchen.

UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN

Stellt Bibellexika und Bibelkommentare zum Nachforschen bereit. Weist den Sabbatschulteilnehmern Schlüsselwörter aus Sprüche 3:1-12 zu und bittet sie, Wortstudien durchzuführen und anschließend ihre Ergebnisse im Plenum vorzustellen. Sprecht dann über Sprüche 3:5-7 als eine Art „Grundsatzaussage“ für eine weises Leben. Wie verändert die Annahme dieser Aussage die Einstellung zu unserem Leben? Ladet die Teilnehmer ein, kurze Gebete zu verfassen, welche Gottes Autorität anerkennen und um göttliche Führung bei der Befolgung der Lehren aus dem Buch Sprüche bitten.

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Das Buch Sprüche Kapitel 3 betont, nach Lösungen für die Probleme unseres Lebens zu suchen, indem wir uns der Autorität Gottes und Seiner Weisheit unterwerfen. Als nächstes werden wir darüber nachdenken, wie der Glaube König Josaphat half, sich seinen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden.

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