07.07.-13.07.2024 – Fortwährende Verkündigung (7)

JUNI – AUGUST 2024 – HOFFNUNG AUF DEN HERRN

Tagesandachten von Katie Herring

SONNTAG, 7. Juli 2024: 2. Korinther 2:12-17

Das Überbringen der Guten Nachricht von Christi Opfer und Gottes Liebe zu uns ist eine erfrischendes und willkommenes Geschenk in einer Welt, die abgestanden ist und verrottet. Der 2. Korintherbrief vergleicht die Erkenntnis Christi mit einem „Duft“ bzw. „Wohlgeruch“, welcher jenen Leben bringen kann, die ansonsten dem Todesgeruch um sie herum ausgesetzt sind. Dieses Bild zeigt die unbestreitbaren Veränderungen, welche in unserem Leben und dem unserer Mitmenschen herbeigeführt werden, wenn wir unser Leben Christus übergeben. Erinnere dich diese Woche beim nächsten Zusammentreffen mit deinen Mitmenschen, dass du die Möglichkeit hast, denen den Wohlgeruch des Lebens zu überbringen, die ihn benötigen.

MONTAG, 8. Juli 2024: Psalm 107:1-9

Lasst die Erlösten des HERRN so reden! Es liegt Kraft im Hören persönlicher Zeugnisse von Gottes Gnade im Alltag der Gläubigen. Wurdest du je von einem Freund, geistlichen Mentor oder christlichen Sprecher ermutigt, dein Zeugnis zu teilen, das vom Überwinden persönlicher Anfechtungen mit Hilfe von Gottes Stärke und Treue handelt? Wenn wir die dramatischen, lebensverändernden Berichte von anderen Gläubigen hören, können wir leicht vergessen, dass auch wir mit unseren eigenen Geschichten von Gottes Gnade in unserem Leben gesegnet sind. Teile weiterhin dein Glaubenszeugnis von Christi Erlösungskraft in deinem Leben. Irgendjemand muss es hören.

DIENSTAG, 9. Juli 2024: Psalm 107:10-22

Wie oft erweist Gott dir Güte und Gnade in deinem Leben? Wie häufig loben und preisen wir Ihn dafür? Wie oft singen wir Ihm in unserem arbeitsreichen Alltag, ob im Beruf, in der Schule oder häuslichen Pflichten? Wenn wir bewusst und absichtsvoll von Gottes Güte singen, werden wir mit der Erinnerung an Gottes Barmherzigkeit und Wundern gesegnet, die überall um uns herum sind. Wenn unsere täglichen Gespräche und Gebete als Text für ein Lied verwendet werden würden, könnte man diese nicht als ein Loblied Gottes ansehen? Denke heute über ein paar Arten nach, wie du Gott durch freudige Schriften, Lieder oder Gebete preisen kannst.  

MITTWOCH, 10. Juli 2024: Kolosser 1:3-12

Paulus lobte die Gemeinde in Kolossä für ihren Glauben an Christus und ihre Liebeserweise für die Heiligen. Er war der Überzeugung, dass die Gläubigen dieser Gemeinde aufgrund der Hoffnung auf den Himmel  beseelt waren, Gutes zu tun. Dieser Vertrauen auf Gottes Verheißungen für Sein Volk hatte einen direkten Einfluss auf die Gemeinde, ihre Liebe auszugießen. Wir können leicht durch weltliche Dinge abgelenkt werden. Doch wenn wir in der Lage sind, unsere Gedanken auf unser Erbe auszurichten, das wir in Christus Jesus haben, so ist es für uns ganz natürlich, dass wir die Gute Nachricht Seiner Liebe und Lichts mit unseren Mitmenschen teilen wollen.

DONNERSTAG, 11. Juli 2024: Epheser 3:1-13

Durch unseren Glauben auf Jesus Christus können wir den Mut und die Zuversicht aufbringen Gottes Botschaft Seiner Liebe zu uns zu verkündigen, die Er uns durch Jesu Tod und Auferstehung erwies. Gott sandte Seinen einzigen Sohn, um für uns zu sterben, damit uns grenzenlose Reichtümer zuteil werden würden. Wir wiederum haben das Vorrecht, dieses wunderbare Geschenk mit einer um uns sterbenden Welt zu teilen. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, dass es nur einen begrenzten Vorrat an Gnade geben würde, weil Gottes Gnade und Lohn niemals aufhören. Das ist die wunderbare und erfrischende Gute Nachricht Christi. Es gibt mehr als genug von Gott Liebe, welche die Runde macht!

FREITAG, 12. Juli 2024: Psalm 71:1-11

Jener Gott, welcher das Universum erschuf und jeden Menschen darin, ist derselbe, den wir in Zeiten der Not und Bedrängnis anrufen können. Liegt in dieser Aussage nicht großer Trost und Ermutigung? Er ist seit Gründung der Erde treu und gerecht gewesen, so dass wir Ihm vertrauen können, dass Er uns nie verlassen oder aufgeben wird. Er ist unser Fels und unsere Burg in dieser Welt, und ER wird uns vor dem Feind beschützen. Er ist unsere starke Zuflucht. Wie können wie der Psalmist von Gottes Lobpreis und Herrlichkeit für den Rest unseres Lebens erzählen.

SABBAT, 13. Juli 2024:

Der Psalmist rief zu Gott, als er Hilfe benötigte, weil er wusste, dass Gott gerecht und mächtig ist und es liebt, Sein Volk zu retten. Er erinnerte sich an die Lektionen, die Gott ihn gelehrt hatte in seiner Jugend, welche von Seiner Macht und Treue handeln. Daraufhin verpflichtete er sich, Gott sein ganzes Leben lang zu preisen. Auch aus würde es gut tun, uns wie der Psalmist nicht nur an Gottes gute Taten in der Bibel zu erinnern, sondern auch an die persönlichen Momente Seiner fortwährenden Gnade in unserem Leben. Der größte Beweis von Gottes Güte ist das Geschenk Seines Sohnes Jesus an uns, um die Welt von Sünde und Tod zu retten. Das ist doch ein Anlass zu singen!

BIBELSTELLEN:

Studientext: Psalm 71:12-21

weiterführende Texte: Psalm 71:12-21

Andachtstext: Epheser 3:1-13

Merkvers:

 „Ich aber will beständig harren und noch mehr hinzufügen zu all deinem Ruhm.“ (Psalm 71:14)

KERNINHALT:

Unser Vergangenheitsverständnis hat einen tiefgehenden Einfluss auf unsere Wahrnehmung der Gegenwart. Was hilft uns, vergangene und gegenwärtige Situationen einzuordnen, welche für uns und andere segensreich sind? In Psalm 71 wurde die Hoffnung des Psalmisten durch den fortwährenden Lobpreis Gottes wegen geschehenen Taten der Liebe und Treue aufrechterhalten.

FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:

  1. Kannst du dich an einer vergangenes Ereignis erinnern, dass du völlig anders als einer deiner Mitmenschen interpretiert hast? Welchen Einfluss hat unsere Vergangenheitsverständnis auf unsere Gegenwartswahrnehmung?
  2. In was für einer Situationen (welche uns nicht mitgeteilt wird) mag sich der Psalmist aufgrund der Beschreibung seiner Feinde (Verse 4, 12-13) befunden haben? Wenn du diesen Psalm heute verfassen würdest, über was für eine Situation würdest du schreiben?
  3. Wie brachte der Psalmist trotz des ihm entgegenstehenden Widerstands sein Gottvertrauen in den Versen 14-16 zum Ausdruck? Auf was ist deiner Ansicht nach sein Vertrauen gegründet?
  4. Welche spezifischen Eigenschaften Gottes hob der Psalmist in den Versen 17-18 hervor? Denke über die Verse 19-20 nach: Welche Eigenschaft Gottes in seinem Leben, insbesondere in Notzeiten, erkannte er an?
  5. Welche konkreten Beispiele von Gottes Treue erwähnt der Psalmist in diesem Textabschnitt? Wie reagierte der Psalmist auf Gottes Treue und Erlösung in den Versen 20-21?
  6. Welchen Eindruck hinterließ das Vertrauen des Psalmisten auf Gottes gütige Treue auf seine Sichtweise auf das Leben und dem Umgang mit seinen Mitmenschen? Welche konkreten praktischen Schritte wirst du unternehmen, um den Glauben und die Hingabe des Psalmisten nachzuahmen, um in deinem Leben andere Menschen zu einer Beziehung mit Gott zu führen?

VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Ewart McFarlane

FORTWÄHRENDER LOBPREIS

Gott erschuf den Menschen für Seine eigenen Zwecke. „Alles ist durch ihn [Gott] und für ihn geschaffen.“ (Kolosser 1:16b) Gottesanbetung ist uns Menschen deshalb angeboren. Wenn wir nicht den Schöpfer anbeten, werden wir irgendetwas anderes Geschaffenes anbeten. Der Verfassers des Buches Prediger sagt uns, dass die „Summe aller Lehren“ sei, Gott zu fürchten und Seine Gebote zu halten (Prediger 12:13a). Diese Botschaft der Furcht und Verehrung Gottes sollte fortlaufend verkündigt werden.

Wenn in manchen Ländern die königliche Familie eine Geburt, Hochzeit oder Krönung ansteht, wird dies öffentlich verkündigt und Bekanntmachungen an markanten Orten gemacht, um die Untertanen von dem wichtigen bevorstehenden Ereignis in Kenntnis zu setzen. Diese öffentlichen Bekanntmachungen sind als offizielle Schreiben gedacht, um eine große Zuhörerschaft zu erreichen. Vor ihr wird wiederum erwartet, auf solche Verkündigungen zu reagieren. Für uns als Kinder Gottes sollte es normal und natürlich sein, Ihn zu fürchten und Seine Gebote beständig zu halten. Diese (Ehr-)Furcht, dieser Respekt und Verehrung sollte in unseren Danksagungen und Lobpreis Gottes für das, was Er in unserem Leben getan hat, weiterhin tut und noch tun wird, eine hervorgehobene Stellung einnehmen. Wenn wir so handeln, werden auch andere womöglich Ehrfurcht vor unserem allmächtigen Gott entwickeln.

GOTTES TREUE BLEIBT BESTEHEN

Der Psalmist erklärt, dass er sich immer wieder auf den HERRN verlassen müsse, der seine feste Zuflucht, sein Fels und seine Burg sei der den Befehl gab, ihn zu retten (Psalm 71:3). Gott hatte ihn vor seinen Feinden, vor Niedergeschlagenheit und vor Unbehagen gerettet. Zweimal stellt der Psalmist die Frage: „Was betrübst du dich, meine Seele?“ (Psalm 42:6, 12) Und in beiden Fällen ist die Antwort dieselbe: „Harre auf Gott.“ Die beständige Hoffnung, die er Gott setzt, gibt ihm das Vertrauen, zu überwinden. Vertrauen auf Gottes ehrfurchtgebietende Macht kann uns aus all unseren Schwierigkeiten und Nöten retten und gibt uns Hoffnung, dass wir uns immer an Ihn wenden können. Diese Erfahrungen helfen uns, uns daran zu erinnern und uns weiterhin auf Gott zu verlassen, um fortwährende Siege zu erringen, während wir über den Feind triumphieren.

Wenn wir Gott in Zeiten der Not aufsuchen und den Sieg erringen, sollten wir Ihm fortlaufend Ruhm, Ehre und Preis geben. Paulus schreibt, dass „Gottes Güte“ uns „zur Buße“ leite (Römer 2:4). Und Buße sollte zu Dankbarkeit, Lobpreis und Ehrerbietung führen. Während wir Gott preisen, sollten wir keine Angst haben oder uns fürchten, anderen von Gottes Handeln in unserem Leben zu berichten. Wir müssen Ihn dafür preisen, dass wir schwere Zeiten überwunden haben, und für die Zeiten des Sieges und Erfolgs sollten wir Ihm danken. In jeder Situation und jeglichen Umständen sollte Gottes Treue verkündet werden, da Er uns von Sieg zu Sieg führt.

UNSER ERHALTER

Während wir von vergangenen Siegen erzählen, die Gott für uns errungen hat, müssen wir auch verkünden, was Er weiterhin in unserem Leben tut. Der dankbare Psalmist, der von dem großen Gott sprach, der ihn im Mutterleib bewahrte und ihn lebend zur Welt brachte, bezeugt: „Mein Ruhm ist immer von dir.“ (Psalm 71:6b) Dieses fortwährende Lob bekräftigt, dass Gott ein treuer und liebevoller Erhalter ist, der weitere Gelegenheiten zum täglichen Lob bietet. Paulus bezog sich auf Gottes fortwährende Versorgung, als er sagte, dass Gott nicht möchte, dass wir ohnmächtig werden, sondern „dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen.“ (Epheser 3:16)

Wir müssen Gottes fortwährende Gnade erkennen und verkünden, denn „wenn auch unser äußerer Menschn zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.“ (2. Korinther 4:16) Und da wir täglich geistlich erneuert werden, können wir an unzählige andere Segnungen denken, die es verdienen, ständig verkündet zu werden, um anderen Menschen von Gottes fortwährender Güte in unserem Leben wissen zu lassen. Es gibt einige von uns, die große Fortschritte in Richtung einer blühenden Karriere machen, von der sie einst nur geträumt haben. Andere von uns überwinden Widrigkeiten, nicht nur, um ihre Ausbildung abzuschließen, sondern auch, um schuldenfrei zu tun. Wieder andere von uns haben erlebt, wie sich ihr Familienleben von einem Trümmerhaufen erholt und zu einer Einheit mit Gott als Mittelpunkt geworden ist. Da Gott uns liebevoll unterstützt, sollte ein verblassender Lobpreis zwangsläufig einen neuen, überlappenden und kontinuierlichen Lobpreis hervorbringen.

VERHEISSUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT

Wenn wir Gott für die Siege loben, die Er für uns errungen hat, und dafür, wie Er weiterhin täglich unseren Geist und unsere Kraft erneuert, müssen wir Ihn auch für zukünftige Verheißungen loben. Paulus sah gegenüber Timotheus für sich „die Krone der Gerechtigkeit“ bereitliegen, die ihm „der HERR, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird […] auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“ (2. Timotheus 4:8 Es gibt auch unzählige Verheißungen, die Gott „denen bereitet hat, die ihn lieben.“ (1. Korinther 2:9) Unser fortwährendes Lob Gottes ist ein Ausdruck der Hoffnung auf Ihn und Seiner Fähigkeit, uns diese „überaus großen und kostbaren Verheißungen“ zu gewähren (2. Petrus 1:4a).

Der Psalmist bat Gott um zukünftigen Schutz vor denen, die ihm schaden wollten. Da er so viel Vertrauen hatte, versicherte er, er werde in der Kraft des HERRN voranschreiten und der nächsten Generation Seine Kraft verkünden (Psalm 71:18). Wenn Gottes Segen in unserem Leben sichtbar wird, werden andere es bemerken. Unsere fortwährende Verkündigung der Güte Gottes kann andere Menschen in eine richtige Beziehung zu Ihm führen. Dies geschieht, wenn unsere Lippen Seinen Lobpreis und Seine Ehre den ganzen und jeden Tag aussprechen. Sie werden es sehen, wenn wir weiterhin auf Ihn hoffen und Ihn immer mehr preisen. Die Menschen werden es sehen, wenn wir weiterhin ein „lebendige Zeugnis“ dessen sind, was Gott für Sein Volk sein und tun kann. Der Psalmist bezeugt: „Mein Mund soll erzählen von deiner Gerechtigkeit, von deinen Hilfserweisen Tag für Tag“ (Psalm 71:15a) und „Meine Lippen sollen jubeln, wenn ich dir lobsinge, und meine Seele, die du erlöst hast.“ (Vers 23)

Diese Verkündigungen können andere dazu bewegen, Nutznießer dieser zukünftigen Verheißungen zu sein, in dem Wissen, dass das Werk Christi am Kreuz uns den Sieg über Sünde und Tod beschert hat. Dieses Werk gewährt uns auch Erlösung und ewiges Leben. Es garantiert uns das Versprechen, Priester und Könige zu sein, während wir mit dem allmächtigen Gott leben und herrschen. Es sollte daher täglich von allen Gläubigen verkündet werden, um Veränderungen im Leben vieler zu bewirken, damit auch sie Erben der Verheißung des ewigen Lebens sein können.

HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER

LERNZIELE:

  • Erinnert euch an vergangene Erfahrungen mit Gottes Treue, selbst in schwierigen Zeiten.
  • Bestätigt, dass Gott ein treuer und liebevoller Erhalter ist.
  • Findet Wege, auf denen wir andere zu einer Beziehung mit Gott führen können.

UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN

Teilt die Sabbatschulklasse in Gruppen ein und weist jeder Gruppe einen Teil des Bibeltexts (Psalm 71:12-21) zur Analyse zu. Lasst jede Gruppe ein Charakterprofil des Psalmisten erstellen, basierend auf den in den jeweiligen Versen beschriebenen Eigenschaften, Gefühlen und Handlungen. Lasst die Arbeitsgruppen dann ihre jeweiligen Profile im Plenum präsentieren und dabei die wichtigsten Merkmale hervorheben und erläutern, wie sie mit Gottvertrauen zusammenhängen. Bittet die Teilnehmer als Nächstes, persönliche Zeugnisse von Zeiten zu erzählen, in denen sie Gottes Treue und Erlösung in ihrem Leben erfahren haben. Ermutigt sie, ihre Zeugnisse mit den Themen in Psalm 71:12-21 in Verbindung zu bringen und darüber nachzudenken, wie diese Erfahrungen ihr Vertrauen auf Gott vertieft haben.

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Wir haben gelernt, dass, indem wir Gott für vergangene Taten der Treue preisen, wir anderen Menschen helfen können, Gott auch in Zukunft zu vertrauen. Als Nächstes werden wir aufgefordert, Hoffnung und Trost in Gottes Wort zu finden.

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