14.01.-20.01.2024 – Glaube und Ermutigung (8)

GOTTGEFÄLLIGER GLAUBE (Dezember 2023 – Februar 2024)

Tagesandachten von Kay Samuels

SONNTAG, 14. Januar 2024: 2. Korinther 1:3-11

Das hört sich für mich wie eine Kettenreaktion an. Der HERR tröstet uns, damit wir unsererseits andere trösten können, und diese wiederum andere trösten – und so könnte diese „Trösterkette“ weitergehen. Stellen wir sicher, dass wir sie nicht unterbrechen. Lasst uns unseren Teil dazu beitragen, anderen Trost zu spenden. Wenn Gott uns Trost spendet, bedeutet das nicht, dass alle unsere Probleme verschwinden. Manchmal bekommen wir Kraft, Ermutigung und Hoffnung, mit den Problemen fertig zu werden. Jede Anfechtung, die wir überwinden, erzeugt geistliches Wachstum, das uns dabei hilft, die nächste zu meistern. Durch Trost können wir unseren Glaubensgeschwistern in schweren Zeiten Erleichterung verschaffen. Die Prüfungen, denen wir begegnen, werden uns helfen, andere zu ermutigen.

MONTAG, 15. Januar 2024: Psalm 34:1-10

Es gab für David viele Anlässe, Angst zu haben. Daher war er bestens dazu geeignet zu bezeugen, wie Gott uns von unseren Ängsten befreit. Ich kann mir David in der Höhle mit dem Mann vorstellen, der seinen Tod wollte. Er muss schreckliche Angst gehabt haben, wie er mehrfach erwähnte. Doch spricht er in Psalm 34: „Als dieser Elende rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten.“ (V. 7) Gott verspricht uns Segen, aber wir müssen unseren Teil dazu beitragen. Wir suchen, vertrauen, dienen Ihm und demütigen uns, während Er uns weiterhin Seine Güte erweist. Wir können darauf zählen, dass der HERR für uns handelt, wenn wir in Ängsten sind.

DIENSTAG, 16. Januar 2024: Psalm 34:11-22

Gott hält dich! Er ist für die ganze Welt verantwortlich. Ist es daher nicht großartig, dass Seine Augen besondern auf uns, die Gerechten, gerichtet sind? Er wacht nicht nur über uns, sondern hört uns auch zu. Ich stelle es mir immer so vor: Ich habe die Aufmerksamkeit des Königs der Könige. Das ist eine großartige Tatsache und gibt mir ein Gefühl von Königtum. Trotz alledem müssen wir immer noch mit Widrigkeiten rechnen. Aber wir verstehen, dass Gott verheißt, „nahe denen“ zu sein, „die zerbrochenen Herzens sind“ (V. 19). Er verspricht, die Quelle unserer Kraft zu sein sowie Mut und Weisheit, um schwierige Zeiten zu überstehen. Gott steht hinter dir!

MITTWOCH, 17. Januar 2024: 1. Thessalonicher 5:1-15

Paulus schrieb über das Kommen des HERRN an die Gemeinde der Thessalonicher. Er ermahnte sie, wachsam zu sein. Er sagte ihnen, sie seien Kinder des Lichts und des Tages. Das bedeutet, dass bei der Arbeit nicht geschlafen wurde. Da wir zum Tag gehören, sollten wir Selbstbeherrschung, Glauben, Liebe und Hoffnung üben. Paulus wusste, dass einige im Laufe der Zeit müde werden würden. Deshalb sollen wir uns gegenseitig anfeuern, genau wie bei einem Marathonlauf, bei dem es unterwegs Menschen gibt, die Mut machen. Ich weiß, dass es mir Energie gibt, wenn ich beim Laufen Zuspruch bekomme. Im Wettlauf des Lebens könnte dies für jemanden den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen.

DONNERSTAG, 18. Januar 2024: 1. Thessalonicher 5:16-28

„Freut euch im HERRN allezeit; abermals sage ich: Freut euch!“ (Philipper 4:4) Vielleicht hat man nicht immer das Gefühl, sich „allezeit“ zu freuen. Aber es gibt etwas im HERRN, worüber man sich „allezeit“ freuen kann (1. Thessalonicher 5:16): Vers 17 fordert uns auf, ständig im Gebet zu sein. Das bedeutet, immer ein Gespräch mit dem HERRN zu führen. Manchmal ist das hörbar, oft sind es aber stille Gedanken. Gott vermag unsere Gedanken lesen, dass wir immer in Gedanken mit Ihm sprechen können. Wir müssen eine Art der Kommunikation mit Gott pflegen. Vielleicht sieht das nicht für alle gleich aus. Freude, Beten und Dankbarkeit sollten nicht schanken aufgrund dessen, was in unserem Leben vor sich geht.

FREITAG, 19. Januar 2024: 2. Chronik 20:5-12

Als ich diesen Bericht in 2. Chronik Kapitel 20 las, war ich an meinem Stuhl wie festgenietet. Als mehrere Nationen sich gegen König Josaphat und Israel verbündeten, suchten sie Gott. So kamen Menschen aus allen Städten Judas nach Jerusalem, um den HERRN um Hilfe zu bitten. Der König übergab die Situation Gott und suchte Seine Gnade. Josaphat erkannte die Macht Gottes. Er war völlig auf Gottes Erlösung und Befreiung angewiesen, weil er erkannte, dass er es aus eigener Kraft nicht schaffen konnte. Auch wir müssen immer erkennen, dass wir ohne Gott machtlos sind. Aber mit Ihm können wir jeden Feind besiegen.

SABBAT, 20. Januar 2024: 2. Chronik 20:13-20

Liebst auch du nicht Geschichten mit einem siegreichen Ende? Als Josaphat und Juda zu Gott riefen, weil die anderen Nationen gegen sie vorrückten, kämpfte Er für sie. Juda musste keinen Finger rühren. Stattdessen erhoben sie alle ihre Stimme und sagen: „Dankt dem HERRN, denn seine Gnade währt ewiglich!“ (V. 21) Die anderen Nationen wurden sozusagen umgeleitet und kämpften gegeneinander. Die Schlacht endete in völliger Vernichtung. Denke daran, dass wir als Kinder Gottes Seinen Geist in uns tragen. Wenn wir auf Satan und seine zahlreichen Angriffe stoßen, müssen wir uns daran erinnern, dass der HERR den Kampf führt. Er spricht zu uns: „Du brauchst diesen Kampf nicht auszufechten!“

BIBELSTELLEN:

Studientext: 2. Chronik 20:13-20

weiterführende Texte: 2. Chronik 20:5-20

Andachtstext: 1. Thessalonicher 5:1-15

MERKVERS: 

 „Und als sie auszogen, trat Josaphat hin und sprach: Hört zu mir, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem: Vertraut auf den HERRN, euren Gott, so könnt ihr getrost sein, und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr Gelingen haben!“ (2. Chronik 20:20b)

KERNINHALT:

Wenn wir auf Widerstand stoßen, sind wir aus Angst versucht aufzugeben. Wie können wir den Griff der Angst lockern? Josaphats Glaube ermutigt uns, die Angst durch Vertrauen auf Gott zu überwinden.

FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:

  1. Wovor hast du am meisten Angst? Worauf gründet sie sich? Was tust du normalerweise, um Angst zu überwinden?
  2. In was für einer Situation befanden sich Josaphat und Juda laut 2. Chronik 20:1-4? War dies basierend auf dem, was wir in 2. Chronik 19 lesen, eine weitere Situation, in der Gott die Feinde seines Volkes benutzte, um sie zu bestrafen? Warum (nicht)?
  3. Wie reagierte Josaphat auf ihre ausweglose Situation (V. 5-12)? Welche Elemente seines Gebets könnten wir nachahmen, wenn wir dem HERRN in unseren ausweglosen Situationen vertrauen?
  4. Vergleiche Gottes Antwort an Juda durch Jehasiel mit Seiner Antwort an Israel durch Mose in Exodus/ 2. Mose 14:13-14. Welche Parallelen kannst du zwischen Gottes Schutz der Israeliten unter Moses und Josaphats Führung ziehen?
  5. Welche Rolle wies Gott Josaphat in dieser Schlacht zu (V. 17, 24)? Wie lässt sich das mit dem Muster vergleichen, das der Heilige Geist in der frühen Gemeinde etablierte (Matthäus 28:18-20; Apostelgeschichte 3:15; 10:39; 1. Johannes 1:1-3)?
  6. Was können wir aus dieser Geschichte über Gottes Lösung für lähmende Angst lernen? Welche Rolle spielen Vertrauen, Gebet und Anbetung dabei, dass Gott uns den Sieg über ausweglose Situationen geben kann?

VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Norman Fearon

WAHRE HILFE FINDEN

Wie oft warst du überzeugt, dem HERRN zu vertrauen? Als du dich aber in einer wirklich schwierigen Situation befunden hast, hast du dann stattdessen über andere Lösungen nachgedacht, die nicht Gottes Zustimmung fanden? Der klare Beweis für unseren Gottesglauben zeigt sich nicht, wenn alles gut läuft, sondern wenn wir nicht mehr die Kontrolle haben. In unserer Wochenbetrachtung können wir ein ähnliches Szenario im Leben Josaphats sehen, als die Moabiter, Ammoniter und andere sich vorbereiteten, Juda anzugreifen (Verse 1-2). Als Josaphat Nachricht von diesem geplanten Angriff erhielt, bekam er Angst. Doch anstatt in Panik zu geraten, legte er die Situation sofort Gott vor (Verse 3-12). 

Unser Leben mag vielleicht niemals frei von schwierigen Umständen sein, in denen wir uns ohne Vorwarnung wiederfinden. Aber es macht tatsächlich einen Unterschied, ob wir an Gott glauben oder nicht. Josaphat war einer der wenigen Könige Judas, der in diesen lebensbedrohlichen Situationen Gott vertraute. Andere versuchten, die Angelegenheit selbst zu regeln und scheitern schließlich völlig. Obwohl Josaphat Angst hatte, zögerte er nicht, die Situation Gott vorzulegen, weil er wusste, dass Gott der Einzige war, der sie lösen könnte.

EIN ECHTER SCHREI NACH HILFE

Ich bezweifle, ob jemand wirklich gerne eine derartige Krise erleben möchte, denn Krisen bringen Störungen, Angst und sogar Chaos mit sich. Allerdings können Krisenzeiten wie jene beschriebene Menschen einen. Juda hatte einige Zeit lang Frieden erlebt und musste sich nicht mit kriegerischen Auseinandersetzungen beschäftigen. Jetzt stand es vor der wahrscheinlich größten Herausforderung, seit Josaphat König geworden war. Die Nachricht dieser Bedrohung löste Ängste aus, nicht weil Juda über keine kampffähige Armee verfügte, sondern weil es sich noch nie einer derart großen Streitmacht gegenübersah (V. 12).

Obwohl das Volk von Juda den wahren Ernst der Situation vermutlich verstanden hat, gehörten sie möglicherweise nicht zu denen, die erkennen konnten, wie Beten zu Gott ihnen in ihrer Krise helfen könnte. Dennoch versammelte der König das Volk, als er Gottes Hilfe suchte. Er verstand, dass diese Krise keine private, sondern eine von nationaler Tragweite war. Daher müsste eine Lösung auch durch eine gemeinsame, nationale Anstrengung erfolgen. Die Menschen schienen bereit zu sein, sich dem König bei seiner Suche nach einer Lösungsstrategie anzuschließen, unabhängig davon, wie sie seine Herangehensweise beurteilten.

Josaphat praktizierte kein leeres religiöses Ritual – er wollte wirklich eine Antwort von Gott haben. Im Laufe der Jahre haben wir gesehen, wie viele Nationen und Gesellschaften in Chaos und Katastrophen gestürzt sind, während andere bereit waren, demselben fatalen Muster zu folgen. Diese Gesellschaften sind gefallen, weil sie keine Führer wie Josaphat hatten, die ihr Volk dazu brachten, Gottes Führung zu suchen. Dies soll auch unseren Gemeinden eine Mahnung sein. Jesus Christus ist das Haupt und wir müssen von Ihm hören. Doch so oft sind wir derart in Eile, von einem Punkt zum nächsten zu gelangen, dass wir denken, wir hätten keine Zeit, mit unseren Sorgen und Unsicherheit vor Ihn zu treten. Dies ist eine veraltete Glaubenspraxis, denn es stimmt: Wenn wir den HERRN wirklich um Hilfe bitten wir Er sich uns zeigen.

GOTT WIRD ANTWORTEN

Josaphats und das Volk bekamen unmittelbar nach dessen Gebet Antwort. Sie hatten noch nicht nicht einmal den Versammlungsort verlassen, als Gott ihnen antwortete. Ich bin mir sicher, dass wir alle gerne eine so schnelle Antwort auf unsere Gebete erhalten würden wollen, aber nicht alle Gebete haben auch so eine Dringlichkeit. Tatsächlich bleiben einige Fragen lange Zeit unbeantwortet. Wenn dies der Fall ist, sollten wir nicht denken, dass Gott uns nicht erhört hat oder dass unser Anliegen Ihm unwichtig ist. Vielleicht werden wir nie erfahren, wie Er unsere Anliegen regeln wird, aber wir müssen darauf vertrauen, dass Er es tun wird – zu Seiner Zeit und gemäß Seiner Bestimmung.

Als Josaphat sein Anliegen vor Gott brachte, hatte er keine Ahnung, wie das Ergebnis aussehen würde. Auch wusste er nicht, welche Rolle er bei der Befreiung Judas spielen würde. Aber er war zuversichtlich, dass Gott ihn nicht im Stich lassen würde. Obwohl es noch keine physischen Beweise für ihren bevorstehenden Sieg gab, reichte die Botschaft Jehasiels aus, um das Volk in eine Anbetungs- und Lobpreisstimmung zu versetzen (V. 18). Gottes Botschaft enthielt keine Details, was mit Judas Feinden geschehen würde, aber für das Volk gab es einige wichtige ermutigenden Worte:

„Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor diesem großen Haufen; denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf!“ (V. 15b, vgl. auch V. 17c) – Es ist ganz normal, dass Menschen Angst haben, wenn sie sich in Umständen befinden, die ihre Fähigkeiten übersteigen. Aber Angst darf uns nicht an den Punkt der Hoffnungslosigkeit führen. Ja, die Menschen in Juda waren den Angreifern zahlenmäßig unterlegen, doch weil Gott die Kontrolle hatte, gab es keinen Grund, sich zu fürchten.

„Denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf!“ (V. 15c) – Wann immer Juda Gott untreu wurde, zog Er sich zurück, entfernte Seine schützende Mauer um sie herum und erlaubte dem Feinde, einzudringen und sie zur Strafe hart zu behandeln. Aber Gott würde Juda auch verteidigen, wenn sie treu im Glauben waren: „Aber es nicht an euch, dort zu kämpfen.“ (V. 17a)

„Tretet nur hin und bleibt stehen und seht die Rettung der HERRN, der mit euch ist!“ (V. 17b)

„Zieht morgen aus gegen sie, und der HERR ist mit euch!“ (V. 17d)

Unsere Umstände sind vielleicht nicht die gleichen wie von Josaphat und Juda, aber sie können trotzdem für uns zur Herausforderung werden. Die gute Nachricht ist: Wir haben den gleichen Zugang zu Gott wie Josaphat. Wenn wir uns im Glauben an Gott werden, wird Er uns die richtige Richtung weisen. Während wir auf Gottes Antwort und Eingreifen warten, wird Er uns auch alle Ermutigung und Stärkung geben, die wir brauchen.

HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER

LERNZIELE:

  • Versucht die Glaubensakte Josaphats nachzuvollziehen, welche zu seinem Sieg führten.
  • Erkennt Situationen, in denen uns lähmende Angst überwältigt.
  • Nehmt euch jeden Tag Zeit, um Gottes Gegenwart einzuladen, die uns bei der Bewältigung unserer Ängste hilft.

UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN

Stellt den Sabbatschulteilnehmern Bastelmaterial bereit. Ermutigt sie, daraus etwas zu erstellen, zu basteln oder zu bauen, was ihre drei größten Zukunftsängste darstellt. Versucht Gemeinsamkeiten zwischen allen diesen Ängsten herauszufinden. Sprecht darüber, wie der Glaube bei der Bewältigung und Überwindung dieser Ängste helfen kann. Beachtet als nächstes die Rolle, welche Anbetung bei der Reaktion Israels auf Gottes Zusage und das Kampfgeschehen spielte (2. Chronik 20:18-23). Welche Kraft haben Anbetung, Lob und Dank? Beendet die Sabbatschule mit einer Zeit gemeinsamen Gotteslobs und Anbetung.

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Wir bewunderten Josaphats Glauben, Gott zu vertrauen, dass Er Juda vor dem drohenden Untergang beschützen würde. Als nächstes wird Paulus uns unterweisen, Gott zu vertrauen, dass Er uns umgestalten und stärken kann, um dem Anpassungsdruck an die Welt zu widerstehen.

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