17.12.-23.12.2023 – Der Glaube von Elisabeth und Maria (4)

GOTTGEFÄLLIGER GLAUBE (Dezember 2023 –  Februar 2024)

Tagesandachten von Cheri Appel

SONNTAG, 17. Dezember 2023: Philipper 4:10-19

Paulus freute sich im HERRN! Den Philippern, die oft besorgt an Paulus im Gebet dachten, wurde die Gelegenheit gegeben, ihm ein Geschenk zu schicken. Hast du schon einmal Gottes erstaunlichen Plan erlebt, bei dem sowohl Sender als auch Empfänger gesegnet sind? Geben nach Gottes Willen ist Anbetung, ein Gott wohlgefälliges Opfer, ein „lieblicher Geruch“. Paulus nutzte sein Dankesschreiben, um Zufriedenheit unabhängig von den Umständen zu lehren. Wir erreichen diese, indem wir Gott kennen, an Ihn glauben und Ihm in allen Belangen vertrauen. Er gibt uns die Kraft, die wir für unseren persönlichen Dienst benötigen. Bringe deine Dankbarkeit freudig zum Ausdruck. Erkenne in allem deine Bestimmung. Festige deinen Glauben an Gottes Fähigkeit, dich mit allem zu versorgen, was du benötigst.

MONTAG, 18. Dezember 2023: Psalm 91:1-16

Bist du besorgt wegen Unwahrheiten in der jetzigen Weltpolitik? Oder machst du dir Sorgen über eine weitere todbringende Pandemie? Befürchtest du, dass diese Erde zusammenbrechen wird? Wir, die wir den HERRN Gott, den Allerhöchsten kennen und Ihm vertrauen, müssen nicht in Angst leben. Sein Wort sagt uns klar: „Habt keine Angst!“ Er ist unser uns umgebender Schutzwall, unsere Deckung, unsere Sicherheit. Der ist unser liebender Schild und Burgfeste. Er sorgt über unsere Erlösung und Überleben.

DIENSTAG, 19. Dezember 2023: Joel 2:18-27

Wirst du angegriffen? Gott wird sich ereifern, Mitleid mit uns haben und unser Flehen erhören. Er kümmert sich um unsere Nöte. Bist du ängstlich oder beschämt gewesen? Er wird unsere Feinde von uns entfernen, damit sie verrotten. Freut euch, seid fröhlich und preist Seinen Namen! Seht her und schaut, welche großen Dinge Er tut! Warst du geistlich, körperlich, seelisch oder geistig „hungrig“? Sei in Ihm zufrieden! Ist die Welt um dich herum zusammengebrochen? Er wird der Zerstörung Einhalt gebieten. Gott ist in unserer Mitte! Wir wunderbar geht Gott mit uns um! Wir wissen ohne Zweifel, dass Er der HERR ist, unser Gott, es gibt keinen anderen! Glaubt an Ihn, sucht Ihn und betet Ihn an!

MITTWOCH, 20. Dezember 2023: Lukas 1:5-17

Zacharias und Elisabeth waren beide aus dem Stamm Levi. Sie kannten die Schriften und hielten sich treu an ihnen. Obwohl ihr Herzenswunsch nach einem Sohn nicht erfüllt worden war, wendeten sie sich nicht wie die anderen um sie herum von Gott ab. Glaubst du, dass Gott der allmächtige Herrscher ist? Wie bei Johannes dem Täufer hat Gott dein Leben bereits für dich geplant, bevor du gezeugt wurdest. Welche Rolle spielst du bei, die Herzen deiner Mitmenschen wieder zu Gott zu wenden? Wir wissen, dass Jesus wiederkommt. Wir haben alle Zugang zu dem Heiligen Geist und der Kraft, die Elia erfüllte. Wir sind hier die Vorläufer und „bereiten ein Volk vor, damit es für den HERRN bereit ist. Welche Aufgabe erfüllst du?

DONNERSTAG, 21. Dezember 2023: Lukas 1:18-25

Wenn du Gottes Willen gemäß um deinen Herzenswunsch betest, glaubst du, dass Er in Lage und willens ist, dir zu antworten? Wenn der HERR dann antwortet, stellst du die Antwort infrage, zweifelst un verweist auf irdische Begrenzungen? Zacharias verstummte und konnte seine Vision vom Engel im Tempel neun Monate lang nicht berichten. Als Elisabeth entdeckte, dass sie schwanger war, freute sie sich ohne irgendwelche Zweifel zu hegen. Sie erkannte die Gunst des HERRN, unabhängig von ihrem Alter und den Umständen. Wir wirst du reagieren, wenn Gott dich mit Antworten auf dein Flehen segnet? Jesus sagte: „Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn…“ (Matthäus 17:20).

FREITAG, 22. Dezember 2023: Johannes 20:19, 24-29

Kannst du dir das vorstellen? Nachdem Jesus, ihr geliebter Anführer getötet worden war, erzählten die Jünger Thomas in heller Aufregung, dass sie Ihn lebendig gesehen haben! Dennoch glaubte Thomas den Menschen nicht, mit denen er drei Jahre lang zusammengelebt hatte! Jesus erschien acht Tage später wie zuvor noch einmal, als Thomas sich mit den anderen in einem geschlossenen Raum befand. Wie peinlich mag es sein, wenn ein allwissender Gott dich anspricht und deine zweifelnden Fragen in Befehle zu glauben verwandelt. Jesus letzte Aussage beseitigt letzte Zweifel in unserem Leben: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (V. 29) Was braucht es für dich, damit du glaubst?

SABBAT, 23. Dezember 2023: Lukas 1:36-45, 56

Marias Glauben war durch ihr Schriftwissen stark. Dies zeigt sich in ihrem Leben anhand ihres Handelns und ihrer Worte. Ganz bestimmt hat Gott diese Frau geschaffen, um die Mutter des als Mensch geborenen Messias zu sein. Sie zweifelte nicht an dem Engel, der sie besuchte, sondern brachte vielmehr völligen Gehorsam gegenüber Gottes Willen zum Ausdruck. Bei Marias Ankunft wurden sowohl Elisabeth als auch der noch ungeborene Johannes in ihrem Mutterleib mit dem Heiligen Geist erfüllt. Sie wussten sofort, dass Maria mit dem Sohn Gottes schwanger war. An Elisabeth zeigten sich die Segnungen, die sich einstellen, wenn wir an die Erfüllung von Gottes Wort glauben. Welche Änderungen sind bei dir notwendig, damit du glaubst?

BIBELSTELLEN:

Studientext: Lukas 1:36-45, 56

weiterführende Texte: Lukas 1:1-25, 39-45, 56-60

Andachtstext: Philipper 4:10-19

MERKVERS: 

 „Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!“ (Lukas 1:41-42)

KERNINHALT:

Wir brauchen Menschen, mit denen wir Freud und Leid teilen können. An wen wenden wir uns, wenn größere Ereignisse in unserem Leben verarbeiten müssen? So wie Maria eine Gleichgesinnte in ihrer Verwandten Elisabeth fand, so können auch wir geistliche Ermutigung und Unterstützung bei jenen finden, die unseren Gottesglauben teilen.

FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:

  1. Wenn es heute für dich großartige Neuigkeiten gäbe, wem würdest du sie zuerst mitteilen? Warum gerade dieser Person? Welche Art Neuigkeiten hast du und jene Person in der Vergangenheit bereits geteilt?
  2. Wenn du Lukas 1:25-35 liest, kannst du dir vorstellen, was Maria dachte und fühlte? Was offenbart ihre Antwort an den Engel über sie selbst? Vergleiche ihre Antwort mit der des Zacharias (V. 18), der eine ähnliche Nachricht erhielt.
  3. Warum erzählte der Engel Maria, dass Elisabeth auch schwanger ist? Warum beeilte sich Maria, sie zu besuchen (V. 39)? Welche zwei Dinge geschahen, als Maria Elisabeth begrüßte (V. 41)? Inwiefern ist dies ein Hinweis über eine noch engere Bande zwischen den beiden Frauen und ihren Söhnen? Warum ist die Einführung des Heiligen Geistes hier wichtig?
  4. Was ist an Elisabeths Gruß an Maria bemerkenswert (V. 42)? Was hat es mit ihrer Erkenntnis zu tun, dass sie das Kind in Marias Bauch als „meinen HERRN“ bezeichnet (V. 43; vergleich auch Lukas 1:76; 2:11; 3:4; 6:5; 20:42-44; Apostelgeschichte 2:36)? Beschreibe die Bedeutung dessen, dass diese Frauen ihre Glaubenserfahrungen austauschen konnten.
  5. Warum ist es auch für uns wichtig, dass wir Menschen haben, mit denen wir uns über unseren Glauben austauschen können? An welchen Stellen lehrt uns die Bibel noch, dass solch eine geistliche Gemeinschaft wichtig ist? Wie kannst du dazu beitragen, dass solche eine Art von Austausch in deiner Gemeinde möglich wird?

VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Steve Hinton

DEIN „MENSCH“

Wer ist dein Mensch? Hast du einen? Weißt du, wovon ich rede? Falls dich meine Fragen verwirren: Ich meine, wer ist dein Mensch, zu dem du gehen bzw. an den du dich wenden kannst? Jemand, mit dem du alles teilen, dem du alles mitteilen kannst, ganz gleich, was dir oder ihm zugestoßen oder widerfahren ist. Deine Verbindung zu ihm oder ihr ist so stark, dass es dir nicht in den Sinn kommen würde, nicht irgendetwas mit ihm oder ihr zu teilen. Als Christen sagen wir natürlich: Gott ist derjenige, an den ich mich wende. Dieser Antwort stimme ich zu, möchte aber von einer menschlichen, nicht-göttlichen Person sprechen, also jemand, der in unserem alltäglichen Leben physisch greif- und ansprechbar ist.

Es tut gut, einen Menschen zu haben, mit dem wir unser Leben teilen können. Selbst unsere intimsten Einzelheiten werden besser, wenn wir über sie sprechen können. Manchmal kann dies der Ehepartner sein, ein Freund, Verwandter oder jemand, zu dem wir ein besonderes, inniges Verhältnis pflegen, das Außenstehende vielleicht nicht verstehen. Solch eine Art von Beziehung können wir in der gesamten Bibel sehen, beispielsweise zwischen Jesus und Lazarus. Ihr Verhältnis können wir durchaus als vertraut und besonders bezeichnen. Natürlich bin ich überzeugt, dass auch unsere Beziehung zu Jesus so bezeichnet werden kann.

EIN MOMENT DER VERBUNDENHEIT

Wir werden uns zu Studienzwecken auf die Beziehung zwischen Maria und Elisabeth, so wie sie in Lukas Kapitel 1 geschildert wird, beschränken. Versetze dich für einen Augenblick in die Lage Marias: Du wurdest gerade von einem Engel besucht und hast erfahren, dass du den Gottes zur Welt bringen wirst. Ich bin zwar keine Frau, bin mir aber ziemlich sicher, dass man solche Neuigkeiten nur schwer für sich behalten kann. Bedenke zusätzlich, dass Maria auch gesagt wurde, dass Elisabeth endlich einen Sohn bekommen würde. Stelle dir nun vor, welche Verbundenheit Elisabeth und Maria nun miteinander teilten.

Betrachten wir nun, was geschah, als Maria Elisabeth sah. Die Schrift sagt uns, dass das Kind in Elisabeths Bauch vor Freude hüpfte und sie mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde. Elisabeths Reaktion zeugt von Erstaunen, als die Maria fragte: „Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (V. 43) Wie wunderbar zu erkennen, dass beide sich in der Gegenwart des HERRN befanden.

Stelle dir die Auswirkungen damals auf den weiteren Verlauf der Geschichte vor. In Maria würde der Retter der Welt heranwachsen und in Elisabeth derjenige, der Ihn taufen würde. Beide waren Teil der Prophezeiungen, die seit langem gegeben worden waren. Wenn ich mir einen Moment der inneren Verbundenheit zwischen zwei Menschen vorstellen sollte, dann würde meiner Meinung nach dieser sich ganz besonders gut eignen. Wenn sich die beiden noch nicht nahegestanden sind, dann, so stelle ich mir das vor, hat dieses Ereignis sie in naher Zukunft sehr nahe gebracht.

ES IST EIN JUNGE!

Für all die Eltern unter uns: Erinnert euch für einen Moment an eure Reaktionen, als ihr festgestellt hat, dass ihr erstmalig Eltern werden würdet. Welche Gefühle kamen in euch hoch? Wart ihr aufgeregt oder vielleicht ein bischen besorgt oder gar beunruhigt oder völlig aus dem Häuschen? Jetzt stellt euch vor, dass ihr wüsstet, dass das Kind Gottes Sohn ist. Wären eure Reaktionen dann anders? Ich bin mir sicher, dass Maria und Elisabeth dieses „Wechselbad der Gefühle“ durchmachen mussten. Die Vorbereitungen auf das, was bevorstand, müssen überwältigend gewesen sein. Stellte dir den Glauben und das Vertrauen der beiden Frauen dabei vor. Ihr tägliches Augenmerk muss das Vertrauen auf Gott gewesen sein, dass Er sie versorgt und leitet. Ich bin überzeugt, dass beide wussten, dass Gott einen Plan hatte und sie diesem vertrauen mussten, dass er umgesetzt wird.

Als ihr bemerkt habt, dass ihr zum ersten Mal Eltern werden würdet, habt ihr Gott in allen Dingen vertraut? Habt ihr euch damals überhaupt an Gott gewandt? Vertraut ihr in eurer Situation als Eltern heute auf Gott und blickt auf zu Ihm, während ihr weiterhin bemüht seid, gottesfürchtige Kinder großzuziehen? Oder versucht ihr es aus eigener Kraft und meint, ihr wüsstet es besser als Gott, wie man Kinder erzieht? Hat Gott euch jemanden in euer Leben gestellt, der euch hilft, anleitet und als Ansprechpartner für euch da ist?

Marian wandte sich an Elisabeth und die beiden verbanden sich in ihrem gemeinsamen Glauben, um sich für die Niederkunft ihrer Söhne vorzubereiten. Ich kann mir vorstellen, dass Maria sehr interessiert daran war, ihre gesamte Erfahrung mit jemanden zu teilen. Sie entschied sich für Elisabeth. Können wir beginnen, die Tiefe von Marias Gefühlen zu verstehen, die sie empfunden haben muss? Ich bin mir sicher, dass es für sie notwendig war, diese Erfahrung zu teilen. Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass Maria erleichtert gewesen sein muss, als sie endlich Elisabeth davon erzählen konnte. Elisabeths Reaktion auf diese Neuigkeiten verstärkten Marias Erleichterung noch.

WAHRHAFT GESEGNET

Nach wen strecken wir uns aus oder an wen wenden wir uns, wenn wir mit Situationen konfrontiert werden, die uns in Aufregung versetzen oder gar eine Schrecken einjagen? Natürlich wenden wir uns unter solchen Umständen an Gott – oder sollten es zumindest tun. Stelle dir die Frage: Wen hat Gott in mein Leben berufen, dem ich als Ansprechpartner vertrauen kann? Wer ist die Person in meinem Leben, mit der ich etwas teilen kann? Als Christen und insbesondere als Gemeindeglieder müssen wir füreinander da sein; Wir brauchen den Austausch miteinander – um unseren Glauben zu stärken, zu ermutigen und gemeinsam zum Ruhm des Reiches Gottes zu wachsen.

Wir sind wahrlich gesegnet, doch verstehen wir als Christen wirklich, wie sehr wir gesegnet sind? Wir sind aus vielen Gründen gesegnet – ich spreche jedoch von der Tatsache, dass wir unser Leben mit mehreren „Zielpersonen“ teilen können, d.h. wir können mit gleichgesinnten Gläubigen Gemeinschaft pflegen und uns mit ihnen austauschen. Tun wir das aber auch? Teilen wir unser Leben mit anderen Gläubigen? Haben wir wirklich Gemeinschaft mit anderen? Oder versuchen wir, das Leben alleine zu meistern? Ich möchte uns alle ermutigen, miteinander Gemeinschaft zu pflegen, um unseren Glauben zu stärken und dem Himmelreich Ehre zu bringen.

HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER

LERNZIELE:

  • Stellt Verbindungen zwischen den Leben von Elisabeth und Maria her, die im Rahmen von Gottes großartigem Erlösungsplan mit außergewöhnlichen Umständen konfrontiert waren.
  • Versteht Marias Wunsch, Elisabeth zu besuchen.
  • Nehmt an christlicher Gemeinschaft teil, um euren Glauben zu stärken.

UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN

Gebt den Sabbatschulteilnehmern Materialien, um eine „Geburtsanzeige“ für Marias Baby zu erstellen. Welche Einzelheiten rund um ihre Schwangerschaft machten es für sie wichtig, jemanden zu haben, dem sie ihre Neuigkeiten mitteilen konnte? Welche kritischen Lebensereignisse bringen uns dazu, diese mit jemandem teilen müssen, der das Gleiche glaubt wie wir? Bittet die Teilnehmer, zu erzählen, wie ihre Gemeinde oder christliche Gruppe sie bei den großen Ereignissen ihres Lebens unterstützt hat. Wie hilft uns der gemeinsame Gottesdienst, unsere Abhängigkeit voneinander und von Gott in unserem täglichen Leben zum Ausdruck zu bringen?

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Marias Beziehung zu Elisabeth hat gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen in unserem Leben zu haben, die uns helfen können, unseren Glauben zu leben. Als nächstes wird uns der Besuch der Weisen bei Jesus herausfordern, Gott aus unserer Komfortzone heraus zu folgen.

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