21.01.-27.01.2024 – Glaube und Verwandlung (9)

GOTTGEFÄLLIGER GLAUBE (Dezember 2023 –  Februar 2024)

Tagesandachten von Kay Samuels

SONNTAG, 21. Januar 2024: Hesekiel 11:17-21

So viele Verheißungen! Dieser Bibeltext ist voll von Versprechen, einschließlich der Verheißung, aus der Verbannung zurückzukehren! Israel hatte gesündigt und hatte sich weit von dem entfernt, was Gott von ihnen erwartet hatte. Sein Plan war nun, Israel wiederherzustellen. Gott versprach, es zurück in ihr Land zu führen. Er versprach ihnen Einheit und einen neuen Geist. Er versprach, ihr „steinernes, verstocktes Herz“ zu nehmen und ihnen „fleischernes“ zu geben, „damit sie in meinen Satzungen wandeln und meine Rechtsordnungen bewahren und sie tun“ (Verse 19-20). Gott hat auch in uns einen neuen Geist gelegt. Dieser Geist wird niemals alt. Er befähigt uns, Herzen zu haben, die auf Gott reagieren, antworten und Ihm gehorchen.

MONTAG, 22. Januar 2024: Johannes 9:17-25

„Einst war ich blind, doch nun kann ich sehen.“ Ich erinnere mich, dass ich als Kind diesen Satz des Öfteren gehört habe, als ein Erwachsener in der Gemeinde aufstand, um sein Glaubenszeugnis zu geben. Für diesen Blindgeborenen war dies nicht einfach ein wiederkehrendes Zeugnis, sondern eines einer Verwandlung. Er hatte sein Augenlicht erhalten und sein Leben würde nicht mehr wie zuvor sein. Er konnte nicht sagen, wie oder warum er geheilt worden war, aber er hatte ein Wunder erlebt. Und er bereit, davon zu erzählen, selbst auf die Gefahr hin, aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden. Wir wissen vielleicht nicht, wie oder warum wir erlöst wurden, aber wir können ganz bestimmt, so wie der Blindgeborene, Zeugnis unserer inneren Veränderung ablegen, die wir erfahren haben.

DIENSTAG, 23. Januar 2024: Levitikus/ 3. Mose 20:22-26

Als Kind dachte ich, Gott müsse verrückt sein. Wie konnte er von einem einfachen Menschen wie mir erwarten, heilig zu sein? Als ich älter und reifer wurde, begriff ich, dass Gott uns nicht dazu berufen hatte, aus eigener Kraft heraus heilig zu sein. Er wird unser Wegweiser auf dieser Lebensreise sein. Wir werden durch die Gerechtigkeit Jesu leben, die uns helfen wird, ein geheiligtes Leben zu führen. Das bedeutet, auf Gottes Anweisungen zu hören und sie zu befolgen. Gott hat für uns Maßstäbe und will, dass wir unterscheiden können zwischen dem, was wir wollen, und dem, was Er will, dass wir tun. Der Aufruf, heilig zu sein, ist eine hohe Berufung.

MITTWOCH, 24. Januar 2024: Psalm 51:1-15

„Erschaffe in mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern!“ (V. 12) David hatte Ehebruch und Mord begangen, und Nathan der Prophet konfrontierte ihn damit. David machte weder Ausflüchte, noch verleugnete er seine Sünde. Er war zerknirscht und reumütig – und Gott vergab ihm David bat Gott, ihn zu reinigen und die Beziehung zu ihm zu erneuern. Jemand anderes wäre vielleicht zu beschämt gewesen, um diese Sünde zuzugeben und hätte womöglich Selbstmord begangen, so wie beispielsweise Judas, nachdem er Jesus verraten hatte. Manchmal wollen wir nicht, dass irgendjemand erfährt, dass wir uns der Sünde schuldig gemacht haben. Aber Gott kennt sie und wird sie uns vergeben, wenn wir Ihn darum bitten.

DONNERSTAG, 25. Januar 2024: Hesekiel 37:1-14

„Dem bones!“ (deutsch: „Diese Knochen da!“) ist ein Spiritual der Schwarzen, das auf diese Vision Hesekiels zurückgeht. Diese verdorrten Knochen waren ein Bild der Juden in babylonischer Gefangenschaft. Diese Vision Hesekiels zeigte, dass Gott diese Nation befreien, zurückbringen und ihnen neues Leben einhauchen würde. Dieses Bild war so real, trist und hoffnungslos, doch Gott sagte, Er würde neues Leben einhauchen. Gott vermag Mittel aus allen vier Ecken der Erde hervorholen, um dich aus deinen niederdrückenden Umständen auferstehen zu lassen. Nichts ist für Gott zu schwer. Gib Gott deine Hoffnungslosigkeit und Er wird dir neuen Odem einhauchen.

FREITAG, 26. Januar 2024: 1. Johannes 3:14-24

Johannes meinte es ernst damit, als er schrieb, wie wichtig es sei, einander zu lieben. Er behauptete, dass wir vom Tod zum Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Es ist ihm so ernst, dass er sagte, dass wir so sehr lieben sollten, dass wir bereit wären, unser Leben füreinander hinzugeben, so wie Jesus aus Liebe Sein Leben für uns hingegeben hat. Das ist die ultimative, höchste Liebe. Johannes spiegelte hier die Lehre Jesu wider. Liebe ist eine Handlung, nicht nur ein Gefühl. Lasst uns Liebe zeigen, indem wir einander dienen, ohne daran zu denken, eine Gegenleistung zu erhalten. Gott liebt uns bedingungslos. Lasst uns Seine Nachahmer sein!

SABBAT, 27. Januar 2024: Römer 12:3-8

Jeder Teil unseres Körpers hat eine sehr wichtige, einzigartige Funktion. Die Haare an unserem Körper erfüllen einen Zweck, auch wenn sie vielleicht nicht so wichtig erscheinen. Das gilt auch für jedes Glied des Leibes Christi. Jedes einzelne ist wichtig und keines ist wichtiger als das andere. Jede Person kommt mit ihrer eigenen Reihe von Gaben. Was auch immer unsere sind, nutzen wir sie, um Gottes Königreich aufzubauen. Wenn du ein Straßenkehrer bist, so fege. Wenn du ein Prediger bist, so predige. Wenn du ein Lehrer sind, so unterrichte. Übe alle Tätigkeiten vortrefflich aus, so als ob dein Leben davon abhängen würde. Denke nicht, du seist wichtiger, weil du predigst; das sei ferne! Was immer du auch tust, tu es für den HERRN.

BIBELSTELLEN:

Studientext: Römer 12:1-8

weiterführende Texte: Römer 12:1-8

Andachtstext: Hesekiel 11:17-21

MERKVERS: 

 „Wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade.“ (Römer 12:6a)

KERNINHALT:

Wir alle stehen unter dem Druck, uns an die Welt anzupassen. Wie können wir unsere einzigartige Gabe erkennen und dem Konformitätsdruck standhalten? Paulus erinnerte uns daran, dass Gott uns durch den Glauben verwandelt, indem Er unseren Geist erneuert, damit wir Gottes Willen erkennen können.

FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:

  1. In welchen Bereichen deines Lebens spürst du den größten Anpassungsdruck? Wie wirkt sich dieser Druck, sich anpassen zu müssen, auf deinen Weg mit Christus aus? Was hilft dir dabei, dieser Versuchung zu widerstehen?
  2. Was ist laut Paulus der Schüssel zu unserer Verwandlung in Christus (V. 2)? Wie tragen Philipper 4:8 und 2. Korinther 10:3-5 zu dieser Vorstellung bei? Wie hängt dies mit dem Konzept zusammen, sich nicht an diese Welt anzupassen?
  3. Wie trägt eine Einstimmung auf Gottes Wesen und Willen (V. 2) dazu bei, das vorgeschriebene Handeln für Gläubige zu übernehmen (Verse 3-8; vergleiche auch Matthäus 12:33-35 und unsere Lektion 7 (7.-13. Januar) über Sprüche 3:1-7). Wie lässt sich dieser „Von-Innen-nach-Außen“-Ansatz zur Transformation mit der Art und Weise vergleichen, wie Christen oft versuchen, ihr Verhalten zu ändern?
  4. Was lehrt Paulus hier über die Bedeutung dessen, was jeder Einzelne zur Gemeinde und was jede Gemeinde zum Einzelnen beiträgt? Wie tragen sowohl Vielfalt als auch Einheit in der Gemeinde zum Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben bei?
  5. Wie hast du auf die Einladung zu einem gemeinsamen Ansatz zur Verwandlung in deiner Gemeinde reagiert? Welche geistlichen Gaben hast du in deinem Leben erkannt und wie nutzt du sie, um anderen Menschen auf ihrem Weg mit Christus zu helfen?

VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Norman Fearon

ANDERS ALS DIE WELT

Als Nachfolger Christi müssen wir ständig daran erinnert werden, wozu wir berufen sind und was wir tun sollen, denn manchmal vergessen wir es. Es gibt einige Dinge, die Christen niemals vergessen sollten – eines davon ist unsere Besonderheit. Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Gemeinde und der Welt, und wir müssen uns an diese Tatsache erinnern, um uns dabei zu helfen, einen Lebensstil aufrechtzuerhalten, der mit unserer Identität im Einklang steht. Wenn man das Ausmaß des Einflusses in unserer Gesellschaft bedenkt, wird uns klar, wie leicht es ist, sich in den Gewohnheiten und Praktiken der Welt zu verfangen und völlig zu vergessen, wer wir wirklich sind.

Dies ist nachweislich eine ziemliche Herausforderung für Christen in unserer modernen Zeit. Obwohl es in früheren Zeiten einige Formen der Verlockung nicht gab, war der Reiz, so zu leben wie die Welt, damals genauso stark und lebendig wie heute. Das 12. Kapitel des Römerbriefs liefert uns den Beweis dafür, dass einen geistlichen Kampf Gemeinde in Rom gegen die „Welt“ gab. Dies wurde von Paulus als kontraproduktiv für die Gemeinde angesehen, da die Gläubigen eine weltliche Lebensweise übernahmen und sich gleichzeitig vom wahren, echten christlichen Weg abwandten. Paulus übersah dies nicht oder akzeptierte dies als Teil der neuen Norm, sondern stellte es infrage. Und ich denke, wir sollten das auch heute tun.

Alle Gläubigen an Christus (mit Ausnahme einiger Neulinge im Glauben) sollten sich inzwischen darüber im Klaren sein, wie schwierig das Leben werden kann, nachdem sie sich entschieden haben, Christus nachzufolgen. Einige unserer Schwierigkeiten werden jedoch durch alte Gewohnheiten und Wünsche verursacht, die die Kontrolle über uns behalten wollen. Wie wir sehen können, passten sich die Gläubigen der Gemeinde in Rom dem Lauf der Welt an, was genau der Lebensstil war, den sie hätten aufgeben sollen, als sie zu Christus kamen. Die Verlockungen der Welt können manchmal so überzeugend sein, dass Menschen denken, sie könnten treue Nachfolger Christi sein und gleichzeitig an den Verhaltensweisen und Gewohnheiten der Welt festhalten.

Die Antwort des Paulus auf diese Vorstellung ist unmissverständlich: „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ (V. 2) Als gläubige Menschen können wir nicht zulassen, dass die Welt uns zu etwas formt, das unserem Ziel nicht gerecht wird. Stattdessen sollten wir eine Transformation von dem, was wir waren, zu dem anstreben, wozu wir berufen sind.

GEMEINSAMES ARBEITEN ALS EINE EINHEIT

Ein verändertes Leben ist der Unterschied zwischen denen, die der Welt angehören, und denen, die Teil des Leibes Christi sind. Aber es geht um mehr als nur um Identität. Jeder, der verwandelt wurde, ist auch in den geistlichen Dienst berufen (Epheser 2:8-10). Unser Ruf zum Glauben an Jesus Christus mag oft wie eine Einladung zur Entspannung und nicht zum Dienst erscheinen, aber unsere Transformation war Teil des Prozesses, der uns auf jenen Dienst vorbereitet.

Oft vergessen wir, dass unsere geistlichen Gaben aufgrund der Gnade Gottes und nicht aufgrund unserer eigenen Verdienste verliehen wurden. Dies könnte die Haltung der Gläubigen in der Gemeinde in Rom gewesen sein, die zu Paulus Aussage führte: „Denn ich sage […] jedem unter euch, dass er nicht höher von sich denke, als sich zu denken gebührt, sondern dass er auf Bescheidenheit bedacht sei.“ (Römer 12:3a)

Eines der schlimmsten Dinge, die Gläubigen passieren können, ist, den Fokus zu verlieren. Immer wenn sich ein gläubiger Menschen nicht mehr auf die Mission konzentriert, wird seine geistliche Gabe zum Mittel, um persönliche Aufmerksamkeit zu erlangen, und in seinen Augen kann er wichtiger werden als andere. Es ist daher wichtig, sich daran zu erinnern, dass uns diese Gaben durch Gottes Gnade verliehen wurden und dass das einzige positive Ergebnis, das sich aus ihrer Nutzung ergeben kann, darin besteht, Gott Ehre zu erweisen.

Paulus wollte seine Leser auch wissen lassen, dass gläubige Menschen nicht isoliert agieren; Sie werden zusammengeführt, um als ein Körper zu funktionieren. Als Paulus sich auf den menschlichen Körper bezog – im Hinblick auf seine Funktionsweise –, wollte er darauf hinweisen, dass der Leib Christi (die Gemeinde) auf ähnliche Weise funktioniert. Der Körper besteht aus vielen Gliedern und alle haben unterschiedliche Funktionen. Kein Mitglied dieser Körperschaft kann jemals allein erfolgreich sein, und die Gemeinde kann auch nicht überleben, wenn nicht jedes Glied seine Gaben ausübt. Die Botschaft ist einfach: Jeder muss erkennen, dass jedes Glied genauso wichtig ist wie das andere.

Die Kirche kann niemals gedeihen, wenn sie der Handlungsweise der Welt folgt. Die Welt fördert den Individualismus. Menschen glauben oft, dass sie andere nicht brauchen, um ihre Ziele zu erreichen. Manchmal werden Menschen ausgenutzt und missachtet. Aber im Leib Christi müssen alle zusammenarbeiten, um die Pläne des Königs voranzutreiben, was nicht von jedem Einzelnen erreicht werden kann. Kein Star-Spieler hat jemals einen reservierten Platz in Gottes Mannschaft bekommen.

MEINE GEISTLICHEN GABEN VERWENDEN

Die Mission der Gemeinde wird von Männern und Frauen ausgeführt, die sich als unvollkommen erwiesen haben, aber dennoch in der Lage sind, in Bereichen zu dienen, die einen Einfluss auf das Leben anderer haben. Sie können Dinge mit sehr geringem Aufwand erledigen, am Ende aber großartige Ergebnisse erzielen. Was haben wir gerade beschrieben? Das ist eine Beschreibung der geistlichen Gaben, die am Werk sind. Ohne sie kann die Gemeinde nicht effektiv funktionieren. Deshalb müssen die Gläubigen ihre Gaben zum Einsatz bringen: „Wir hab en aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade.“ (V. 6a)

Die Gläubigen in Rom wussten möglicherweise bereits, wo ihre Gnadengabe lagen, und brauchten wahrscheinlich nur den kleinen Anstoß von Paulus, um sie in die Tat umzusetzen. Aber es gibt Gläubige in unserer Zeit, die keine Ahnung haben, was ihre Gabe ist. In den Versen 6-8 wird deutlich, dass jeder gläubige Mensch mindestens eine geistliche Gabe hat. Aber wenn jemand seine Gabe nicht kennt, kann er sie nicht zum Wohle der Gemeinde einsetzen. Jeder, der verwandelt und in den Leib Christi aufgenommen wurde, muss ermutigt und/oder dabei unterstützt werden, seine Gabe zu entdecken. Die Gemeinde muss jedes Mitglied auch bewusst dazu ermutigen, in den Bereichen zu dienen, in denen es begabt ist, um ihrer Mission wirksam nachzukommen.

HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER

LERNZIELE:

  • Beurteilt ein Leben im Glauben im Gegensatz zur Anpassung an diese Welt.
  • Wertschätzt die von Gott verliehenen Gaben, welche zu einer Verwandlung aufrufen.
  • Versucht eine persönliche geistliche Gabe ausfindig zu machen und denkt darüber nach, wie diese ganz konkret in den Dienst Gottes gestellt werden kann.

UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN

Inszeniert eine Scheindebatte, in welcher eine Seite die Herausforderung Jesu befürwortet, „in der Welt“, aber nicht „von der Welt“ zu sein (Johannes 17:11-19), während die andere Seite sich für Paulus‘ Gebot einsetzt, sich dieser Welt nicht anzupassen (Römer 12:2). Besprecht, wie wir diesen beiden Anweisungen Folge leisten können. Redet danach über geistliche Gaben und ihre Bedeutung für die Gemeinde. Gebt jedem Teilnehmer ein Blatt Papier und lasst ihn seinen Namen darauf schreiben. Lasst alle anderen Teilnehmer Geistesgaben auf das Papier schreiben, die sie in dieser Person sehen können. Betet gemeinsam darüber, wie wir unsere geistlichen Gaben nutzen können, um gemeinsam an unserer Verwandlung mitzuarbeiten.

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

In dieser Einheit haben wir die Rolle des Glaubens entdeckt für Gerechtigkeit, Gottvertrauen als Weisheit in Lebensherausforderungen, Überwindung von Ängsten in Widrigkeiten und für eine persönliche Transformation, um das Leben zu leben, zu dem wir berufen sind.

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