{"id":4135,"date":"2026-02-21T18:36:07","date_gmt":"2026-02-21T17:36:07","guid":{"rendered":"https:\/\/siebententagsbaptisten.org\/?page_id=4135"},"modified":"2026-02-21T18:41:11","modified_gmt":"2026-02-21T17:41:11","slug":"22-februar-28-februar-2026-unsere-bringschuld-gegenueber-der-gesellschaft-erkennen-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/siebententagsbaptisten.org\/de\/sabbatschule-2\/22-februar-28-februar-2026-unsere-bringschuld-gegenueber-der-gesellschaft-erkennen-1\/","title":{"rendered":"22. Februar &#8211; 28. Februar 2026 \u2013 Unsere Bringschuld gegen\u00fcber der Gesellschaft erkennen (1)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">QUARTALSTHEMA: SOZIALLEHREN DER GEMEINDE (M\u00e4rz &#8211; Mai 2026)<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Einheit I: Unsere Verpflichtungen gegen\u00fcber unserem N\u00e4chsten erf\u00fcllen (5 Lektionen)<\/p>\n\n\n\n<p>1. Unsere Bringschuld gegen\u00fcber der Gesellschaft (Lektion 1 von 5)<\/p>\n\n\n\n<p>Tagesandachten von Denovia McKenzie<\/p>\n\n\n\n<p>SONNTAG, 22. Februar 2026: Nehemia 4:15-23<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Kinder Gottes in Einheit zusammenarbeiten, ist unser Werk wirksam. Die Einheit der Gl\u00e4ubigen wehrt die M\u00e4chte der Finsternis ab. Die Israeliten waren beim Wiederaufbau der Mauer so erfolgreich, weil jeder Einzelne seinen Beitrag leistete, um die Fertigstellung sicherzustellen und gleichzeitig wachsam gegen\u00fcber dem Feind zu sein. Wie anders w\u00e4re es gewesen, wenn Nehemia allein versucht h\u00e4tte, die Mauer zu bauen und Wache zu halten! Als Gl\u00e4ubige hat jeder von uns eine wichtige Rolle in Gottes Werk. Wir m\u00f6gen nicht alle die gleichen Gaben und F\u00e4higkeiten besitzen, aber wir alle haben eine wichtige Aufgabe, Christus auf Erden gut zu repr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>MONTAG, 23. Februar 2026: R\u00f6mer 15:1-17<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin so dankbar, dass Gottes rettende Gnade \u00fcber die Grenzen des j\u00fcdischen Volkes hinausreichte. Seine G\u00fcte, die sich in Jesus Christus zeigte, macht keinen Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden. Jesu Beispiel lehrt uns, dass auch wir andere in die Familie Christi aufnehmen sollen. Wir sollten keine fromme Haltung einnehmen, als w\u00e4ren wir besser als andere, nur weil wir Christen sind. Die Tatsache, dass wir Christen sind, sollte uns vielmehr dazu bewegen, uns f\u00fcr diejenigen zu interessieren, die Christus nicht kennen, und sie in Seine Familie aufzunehmen. Selbst unter unseren Br\u00fcdern und Schwestern in Christus ist keiner von uns besser als der andere. Sollten wir feststellen, dass wir &#8222;st\u00e4rker&#8220; sind als jemand anderes, sollten wir ihm helfen und stets andere \u00fcber uns selbst stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>DIENSTAG, 24. Februar 2026: Spr\u00fcche 3:27-32<\/p>\n\n\n\n<p>Als Christen ist es unsere Aufgabe und Verantwortung, anderen Liebe und G\u00fcte zu zeigen, wann immer wir k\u00f6nnen. Der Text erinnert uns daran, anderen unsere G\u00fcte nicht vorzuenthalten, wenn wir geben k\u00f6nnen. Wir sollen geben und Liebe zeigen, selbst wenn der Empf\u00e4nger uns gegen\u00fcber unfreundlich war. Welch eine Herausforderung! Wie hast du auf die Bed\u00fcrfnisse deiner Mitmenschen reagiert? Unsere Aufforderung zur G\u00fcte bedeutet nicht immer, materielle Geschenke oder Geld zu geben, sondern kann auch bedeuten, best\u00e4ndig f\u00fcr jemanden zu beten oder einfach ein ermutigendes Wort zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>MITTWOCH, 25. Februar 2026: Prediger 5:4-8<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir unsere S\u00fcnden vor Gott bekennen, sollten wir darauf achten, nicht einfach das zu sagen, was wir glauben, dass Gott h\u00f6ren will. Dadurch k\u00f6nnten wir Versprechen oder Gel\u00fcbde ablegen, die wir nicht halten k\u00f6nnen. Gott rettet uns und vergibt uns unsere S\u00fcnden nicht aufgrund unserer Gel\u00fcbde oder Versprechen. Gott wei\u00df um unsere Schw\u00e4che und Unw\u00fcrdigkeit in unserer Menschlichkeit \u2013 so sehr, dass er Jesus als unser Opfer gab. Durch Jesus werden uns unsere S\u00fcnden vergeben. M\u00f6gen wir uns dieses Opfers immer wieder bewusst werden, wenn wir unsere S\u00fcnden bereuen, damit wir in unserer Reue nicht durch unerf\u00fcllbare Gel\u00fcbde weiter in S\u00fcnde verharren.<\/p>\n\n\n\n<p>DONNERSTAG, 26. Februar 2026: Philemon 10-21<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus sah es als seine Pflicht an, bei Philemon f\u00fcr Onesimus um Gnade zu bitten. Wie bereit sind wir, uns f\u00fcr andere einzusetzen? Sind wir bereit, die Schuld der Schuldigen zu \u00fcbernehmen, indem wir ihnen Gnade erweisen und f\u00fcr sie beten? Onesimus war nicht nur der Flucht schuldig, sondern hatte offenbar auch Philemon bestohlen. Doch Paulus hielt Onesimus\u2019 Seelenheil f\u00fcr wichtiger. Er wollte, dass Philemon Onesimus mit anderen Augen sah. Die in diesem Abschnitt gezeigte Gnade und Vergebung sind ein gro\u00dfartiges Beispiel daf\u00fcr, wie Gott uns gn\u00e4dig ist \u2013 indem er uns unsere S\u00fcnden vergibt und uns unsere Vergangenheit nicht anh\u00e4ngt. Wir sollten es Ihm gleichtun und stets bereit sein, anderen Gnade und Vergebung zu erweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>FREITAG, 27. Februar 2026: Jakobus 2:14-26<\/p>\n\n\n\n<p>In der gesamten Heiligen Schrift sehen wir Gottes Herz f\u00fcr die Armen und Bed\u00fcrftigen. Jesus erinnerte uns daran, dass das, was wir an einem der Geringsten getan haben, Ihm getan haben (Matth\u00e4us 25:40). Wann immer wir in der Lage sind, Bed\u00fcrftigen zu helfen, sollten wir dies ohne Z\u00f6gern tun. Wenn Gott f\u00fcr uns sorgt, k\u00f6nnen wir die Werkzeuge sein, die er benutzt, um Bed\u00fcrftige zu segnen. Wir sollten immer f\u00fcr andere beten, sollten Gott aber auch um F\u00fchrung bitten, wie wir jenen ein Segen sein k\u00f6nnen. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, wie Gott uns erneut versorgen wird, nachdem wir den Bed\u00fcrftigen gegeben haben. &#8222;Wer den Armen hilft, leiht dem HERRN, und Er wird es ihm vergelten!&#8220; (Spr\u00fcche 19:17)<\/p>\n\n\n\n<p>SABBAT, 28. Februar 2026: Markus 12:28-34<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ich mich auf diese Tagesandacht vorbereitete, erinnerte ich mich an das Lied &#8222;They Will Know We are Christians by Our Love&#8220; (deutsch etwa: &#8222;An unserer Liebe werden sie erkennen, dass wir Christen sind&#8220;). Die Art und Weise, wie wir andere lieben \u2013 nicht nur andere Christen, sondern auch und insbesondere diejenigen, die anderen Glaubensrichtungen angeh\u00f6ren als wir \u2013 l\u00e4sst unser Licht leuchten. Die aufopfernde Liebe, die von uns gefordert wird, k\u00f6nnen wir nicht aus eigener Kraft vollbringen. Uns ist geboten, Gott zuerst von ganzem Herzen zu lieben. Wenn wir Gott lieben, lehrt Er uns, wie wir andere richtig lieben k\u00f6nnen, ohne Bitterkeit oder selbsts\u00fcchtige Motive. Unsere Liebe zu Gott dr\u00e4ngt uns dazu, andere aufrichtig zu lieben.<\/p>\n\n\n\n<p>BIBELSTELLEN:<\/p>\n\n\n\n<p>Studientexte: Markus 12:28-34; Jakobus 2:14-17<\/p>\n\n\n\n<p>weiterf\u00fchrende Texte: Philipper 2:1-8; R\u00f6mer 15:1-7<\/p>\n\n\n\n<p>Andachtstext: Spr\u00fcche 28:18-22<\/p>\n\n\n\n<p>Merkvers:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Und ihn zu lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verst\u00e4ndnis und mit ganzer Seele und mit aller Kraft und den N\u00e4chsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer!&#8220; (Markus 12:33)<\/p>\n\n\n\n<p>KERNINHALT:<\/p>\n\n\n\n<p>Oft f\u00e4llt es uns schwer, gesunde und erf\u00fcllende Beziehungen zueinander aufzubauen und zu pflegen. Wie k\u00f6nnen wir starke soziale Bindungen kn\u00fcpfen, die gesunde Beziehungen tragen? Das Markusevangelium verweist auf Jesu Gebote, welche die Liebe zu Gott und zum N\u00e4chsten betonen, w\u00e4hrend Jakobus hervorhebt, wie wichtig Taten (bzw. Werke) f\u00fcr gesunde Beziehungen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche Handlungen oder Einstellungen hast du beobachtet, welche die Entstehung oder den Fortbestand gesunder Beziehungen in Familien oder sozialen Gruppen verhindern?<\/li>\n\n\n\n<li>Ausgehend von der Frage des Schriftgelehrten in Markus Kapitel 12: Was war deiner Meinung nach dessen Motivation zu Jesus zu kommen (vergleiche Matth\u00e4us 22:35)? Wie lenkte Jesu Antwort das Gespr\u00e4ch in eine andere Richtung? Was h\u00e4ltst du von der Reaktion des Schriftgelehrten und Jesu Aussage: &#8222;Du bist nicht fern vom Reich Gottes&#8220;? (Markus 12:34)<\/li>\n\n\n\n<li>Warum hat Jesus ein Meinung nach Deuteronomium\/ 5. Mose 6:4-5 und Levitikus\/ 3. Mose 19:18 miteinander verbunden? Inwiefern ist unsere Liebe zu Gott untrennbar mit der Liebe zu unseren Mitmenschen verbunden? Was f\u00e4llt dir pers\u00f6nlich schwerer: Gott von ganzem Herzen zu lieben oder schwierigen Menschen aufrichtig zu begegnen?<\/li>\n\n\n\n<li>Welches Problem wird in Jakobus 2:14-17 aufgezeigt hinsichtlich des Widerspruchs zwischen Worten und Taten? Inwiefern offenbarte Jakobus\u2019 Sorge um die Schwachen einen Zusammenbruch gesunder Beziehungen? Was erwartete Jakobus von Glauben, was er in Beziehungen bewirken sollte?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie haben Jesus und Jakobus gemeinsam gezeigt, dass gesunde Beziehungen eine geistliche und nicht blo\u00df eine soziale Angelegenheit sind? Wenn Au\u00dfenstehende unseren Glauben nur danach beurteilen w\u00fcrden, wie wir miteinander umgehen, was w\u00fcrden sie \u00fcber die Echtheit unserer Liebe zu Gott schlie\u00dfen?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Art von Handeln hilft dir konkret dabei, die Liebe zu Gott mit der Liebe zu den Mitmenschen in Einklang zu bringen? Welche konkrete Handlung k\u00f6nntest du diese Woche unternehmen, um einem &#8222;N\u00e4chsten&#8220; deine Liebe zu zeigen?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Steve Hinton<\/p>\n\n\n\n<p>WIE MAN SEINEM N\u00c4CHSTEN BEGEGNET<\/p>\n\n\n\n<p>Wir alle haben einen &#8222;N\u00e4chsten&#8220;, oder? Das ist eine aufrichtige und ehrliche Aussage. Zu manchem &#8222;N\u00e4chsten&#8220; haben wir eine enge Beziehung, w\u00e4hrend die Beziehung zu einem anderen aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht so eng ist&#8230; Eine Frage, die beantwortet werden sollte, ist: &#8222;Was schulden wir unseren N\u00e4chsten?&#8220; Man k\u00f6nnte auf andere Art fragen: &#8222;Wie sollten wir unseren N\u00e4chsten begegnen bzw. behandeln?&#8220; Etwas konkreter: Was sagt die Bibel, wie wir mit unseren N\u00e4chsten umgehen sollten?<\/p>\n\n\n\n<p>Um dies zu beantworten, m\u00fcssen wir zuerst definieren, wer unser N\u00e4chster ist bzw. wer unsere N\u00e4chsten sind. &#8222;N\u00e4chster&#8220; bedeutet heute: jemand, der in unserer N\u00e4he bzw. Nachbarschaft wohnt. Im Kontext dieses Textabschnitts halte ich es jedoch f\u00fcr sinnvoll, den Begriff weiter zu fassen als nur auf Menschen, die wir mehr oder weniger kennen. Dann l\u00e4uft die Fragestellung auf &#8222;Wie sollen wir unsere Mitmenschen \u00fcberhaupt behandeln?&#8220; und &#8222;Sind wir den (fremden) Menschen, denen wir im Alltag begegnen, \u00fcberhaupt etwas schuldig?&#8220; hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Kind hat mir meine Mutter vieles beigebracht. Unter anderem, andere so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden m\u00f6chte \u2013 also mit Respekt, W\u00fcrde, Ehrlichkeit und H\u00f6flichkeit. Es gibt noch weitere Beschreibungen. Man k\u00f6nnte sagen: &#8222;Sei freundlich zu anderen.&#8220; Und ich glaube, wir finden Bibelstellen, die diesen Gedanken untermauern. Ich denke, die meisten von uns erinnern sich daran, dass uns diese Lektionen von verschiedenen Erwachsenen oder anderen Bezugspersonen vermittelt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>WAS SIND WIR SCHULDIG?<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept eines guten Umgangs mit anderen wird in der Heiligen Schrift ausf\u00fchrlich behandelt und l\u00e4sst sich deutlich in der Begegnung des Schriftgelehrten mit Jesus in Markus 12:28-34 erkennen. Jesu Antwort auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot legt die Ordnung fest. Zun\u00e4chst sollen wir Gott lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und all unserer Kraft. In der Matth\u00e4us-Version sagte Jesus: &#8222;Das zweite ist dem gleich: &#8218;Du sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst.'&#8220; (Matth\u00e4us 22:39). Aus Jesu Formulierung l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass sich die Gebote erg\u00e4nzen. Indem wir unseren N\u00e4chsten lieben, bringen wir einen Grundsatz zum Ausdruck, der auch unsere Liebe zu Gott widerspiegelt. Ebenso werden wir, wenn wir Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und all unserer Kraft lieben, auch andere entsprechend behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Auffassung wirft Fragen auf wie: &#8222;Was schulden wir unserem N\u00e4chsten?&#8220;, ein durchaus interessanter Denkansatz. Denken wir einen Moment dar\u00fcber nach: Was schulden wir anderen? F\u00fcr mich ist das Wort &#8222;schulden&#8220; von besonderer Bedeutung. Aus heutiger Sicht k\u00f6nnte man es so verstehen, dass wir anderen das Recht auf gute Behandlung schulden. Ich sehe das etwas anders. Wenn wir Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all unseren Gedanken und mit all unserer Kraft lieben, dann w\u00e4re es f\u00fcr mich selbstverst\u00e4ndlich, andere gut zu behandeln. Als nat\u00fcrliche Folge der Liebe zu Gott nehmen wir Seine Natur an \u2013 die Natur Christi \u2013 und die Liebe wird zu unserer Natur. Wie wir andere behandeln, spiegelt diese Natur wider.<\/p>\n\n\n\n<p>Jakobus vertrat einen \u00e4hnlichen Gedanken, als er schrieb: &#8222;Auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, ist tot in sich selbst.&#8220; (Jakobus 2:17) Er nutzte das Beispiel, wie wir mit Bed\u00fcrftigen umgehen. Jakobus meinte nicht, dass wir unseren Glauben durch unsere Taten mehren. Er sagte vielmehr, dass unser Handeln von Natur aus von unserem Glauben gepr\u00e4gt ist. Der Glaube formt uns notwendigerweise nach dem Bild Christi, und unsere Werke bezeugen die G\u00fcltigkeit dieser Ver\u00e4nderung und damit unseren Glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>ES WIRD PRAKTISCH&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachten wir das Ganze einmal ganz einfach. Stell dir vor, du backst einen Kuchen und hast nur noch eine Tasse Zucker. Auch im Supermarkt ist der Zucker ausverkauft. W\u00e4hrend du die Zutaten zusammensuchst, klopft es an der T\u00fcr. Dein Nachbar fragt, ob er sich eine Tasse Zucker leihen kann. Gibst du ihm deinen Zucker? Schlie\u00dflich freut sich dein Kind schon sehr auf den Kuchen&#8230; Es gibt zwei m\u00f6gliche Antworten: 1.) &#8222;Ja, du kannst den Zucker haben.&#8220; oder 2.) &#8222;Nein, tut mir leid, ich habe keinen \u00fcbrig.&#8220; Schlie\u00dflich brauchst du den Zucker ja bereits f\u00fcr andere Zwecke. W\u00e4re dein Nachbar f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter gekommen, h\u00e4ttest du ihn ohnehin schon verbraucht. Hier haben wir die Wahl: egoistisch sein oder teilen. Welche Antwort zeigt besser, dass wir Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand und mit all unserer Kraft lieben?<\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir als weiteres Beispiel: einen Schulhof. Ein Junge, der uns das ganze Jahr \u00fcber seine Mitsch\u00fcler tyrannisiert hat, hat gerade hier die Nachricht von einem tragischen Familienereignis erhalten. Er f\u00e4ngt an zu weinen und ist v\u00f6llig aufgel\u00f6st. Alle anderen Kinder sind vor ihm weggelaufen; jetzt steht er allein mit seinen Gef\u00fchlen da. Es w\u00e4re leicht, einfach in das Schulgeb\u00e4ude zu gehen und ihn drau\u00dfen allein zu lassen, denn schlie\u00dflich ist er ein Fiesling und hat uns schon oft verletzt. Andererseits bietet sich hier die perfekte Gelegenheit, die Liebe Christi zu zeigen, indem wir Mitgef\u00fchl zeigen und dem offensichtlich leidenden Jungen Trost spenden. Dieses Szenario spiegelt verschiedene Prinzipien wider. Wir betrachten es hier jedoch nur aus der Perspektive, Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und all unserer Kraft zu lieben. Welches Prinzip zeigt, dass wir unseren N\u00e4chsten lieben wie uns selbst?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Beispiele m\u00f6gen auf den ersten Blick etwas holzschnittartig und simpel erscheinen. Doch wenn wir sie genauer betrachten und ehrlich dar\u00fcber nachdenken, wie wir in unserem eigenen Leben mit \u00e4hnlichen Situationen umgegangen sind, erkennen wir die M\u00f6glichkeit, unser Herz und Handeln im Hinblick auf den Umgang mit anderen als N\u00e4chsten wirklich zu hinterfragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sind wir unseren N\u00e4chsten verpflichtet, sie zu lieben und gut zu behandeln? Ich glaube nicht, dass wir uns diese Frage stellen sollten. Die Frage sollte vielmehr lauten: &#8222;Spiegelt meine Liebe zu meinen N\u00e4chsten in meinem Umgang mit ihnen wider, dass ich Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all meinen Gedanken und mit all meiner Kraft liebe?&#8220; Eine Anschlussfrage k\u00f6nnte lauten: &#8222;Wie oft bedenke ich, dass mein Umgang mit anderen meine Liebe zu Gott widerspiegelt?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Menschen verkennen wir oft, wie sehr unser Umgang mit anderen und unser Handeln mit dem Zustand unseres Herzens in Beziehung zu Christus zusammenh\u00e4ngt. Wenn wir Jesus wirklich nachfolgen wollen, muss unser Umgang mit unseren Mitmenschen sein Wesen widerspiegeln und nicht unseren menschlichen Egoismus.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;HINWEISE F\u00dcR SABBATSCHULHELFER<\/p>\n\n\n\n<p>LERNZIELE:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Erkenntnis gewinnen: Beurteilt kritischen den Unterschied zwischen dem Wissen um das &#8222;erste Gebot&#8220; (Markus Kapitel 12) und dessen Umsetzen in die Praxis (Jakobus Kapitel 2)<\/li>\n\n\n\n<li>Liebe \u00fcben: In der Einstellung und den Beweggr\u00fcnden eines Menschen ist eine aufrichtige Liebe zu Gott, zu sich selbst und zu anderen erkennbar.<\/li>\n\n\n\n<li>Dienen: Ermittelt den unmittelbaren Bedarf eurer Nachbarschaft und stellt G\u00fcter und Dienstleistungen bereit, um diesen zu decken.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>UNTERRICHTSAKTIVIT\u00c4TEN<\/p>\n\n\n\n<p>Verteilt Karten an die Sabbatschulteilnehmer mit folgenden Szenarien bzw. Aufgabenstellungen: 1.) Ein Missverst\u00e4ndnis hat eine Kluft zwischen Freunden geschaffen; 2.) Jemand in eurer Gruppe f\u00fchlt sich \u00fcbergangen; 3.) Ein Bed\u00fcrfnis wird indirekt ge\u00e4u\u00dfert, aber nicht klar formuliert. Lasst Kleingruppen in Rollenspielen eine liebevolle Reaktion auf jedes Szenario durchspielen. Betont dabei Handlungen, Tonfall und aktives Zuh\u00f6ren. \u00dcberlegt anschlie\u00dfend gemeinsam: Was macht diese Szenarien schwierig? Welche Handlungen tragen dazu bei, die Verbindung wiederherzustellen? Wie spiegeln sie die Liebe zu Gott wider?<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00dcCKBLICK UND AUSBLICK<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wurden herausgefordert, unsere Liebe zu Gott im Kontext der Beziehungen zu unseren Mitmenschen zu leben. Als N\u00e4chstes werden wir unsere Verantwortung im physischen Bereich betrachten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>QUARTALSTHEMA: SOZIALLEHREN DER GEMEINDE (M\u00e4rz &#8211; Mai 2026) Einheit I: Unsere Verpflichtungen gegen\u00fcber unserem N\u00e4chsten erf\u00fcllen (5 Lektionen) 1. Unsere Bringschuld gegen\u00fcber der Gesellschaft (Lektion 1 von 5) Tagesandachten von Denovia McKenzie SONNTAG, 22. Februar 2026: Nehemia 4:15-23 Wenn die Kinder Gottes in Einheit zusammenarbeiten, ist unser Werk wirksam. 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