{"id":4285,"date":"2026-08-22T21:34:27","date_gmt":"2026-08-22T19:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/siebententagsbaptisten.org\/?page_id=4285"},"modified":"2026-08-22T21:36:36","modified_gmt":"2026-08-22T19:36:36","slug":"23-august-29-august-2026-lydia-als-treu-befunden-13","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/siebententagsbaptisten.org\/de\/sabbatschule-2\/23-august-29-august-2026-lydia-als-treu-befunden-13\/","title":{"rendered":"23. August &#8211; 29. August 2026 &#8211; Lydia: Als treu befunden (13)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>QUARTALSTHEMA: TREUE GLAUBENSZEUGEN (Juni &#8211; August 2026)<\/strong><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Einheit III<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">13. Lydia: Als treu befunden (Lektion 5 von 5)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tagesandachten von Trisha Gerstel<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SONNTAG, 23. August 2026: 1. Petrus 4:7-11<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Haushalter oder Verwalter ist jemand, der in einem gro\u00dfen Haushalt oder auf einem Gutshof angestellt ist, um die h\u00e4uslichen Angelegenheiten zu regeln. In 1. Petrus 4:10 steht im griechischem Grundtext steht &#8222;oikonomoi&#8220;: Hausverwalter: Die Verwendung dieses Begriffs ist sehr gezielt gew\u00e4hlt, denn unsere von Gott verliehenen Gaben \u2013 seien es Lehrbef\u00e4higung, Leiterschaft, Weisheit, Glaube oder etwas anderes \u2013 wurden uns nicht zu unserem pers\u00f6nlichen Vorteil gegeben, sondern zum Wohl des &#8222;Haushalts&#8220;, n\u00e4mlich der Gemeinde. Wenn wir unsere geistlichen Gaben so einsetzen, wie Gott es vorgesehen hat, dienen wir nicht nur unseren Glaubensgeschwistern, sondern bezeugen der Welt auch die Gnade, das Erbarmen und die Liebe des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">MONTAG, 24. August 2026: 2. K\u00f6nige 4:8-17<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stell dir vor, wie es auf Nichtgl\u00e4ubige wirken w\u00fcrde, wenn Christen nicht gastfreundlich w\u00e4ren. Was w\u00fcrde die Au\u00dfenwelt von Gott denken, wenn Sein Volk nicht herzlich und einladend w\u00e4re? W\u00fcrdest du der Botschaft des Evangeliums vertrauen, wenn die Menschen, die sie verk\u00fcnden, unfreundlich, geizig und abweisend w\u00e4ren? Manche Menschen sind von Natur aus begabt f\u00fcr Gastfreundschaft, doch f\u00fcr andere ist es eine Herausforderung, ihr Zuhause und ihre Gottesh\u00e4user \u2013 unsere Zufluchtsorte \u2013 f\u00fcr Fremde zu \u00f6ffnen. Ganz gleich, wie leicht uns Gastfreundschaft f\u00e4llt: Es darf uns ermutigen zu wissen, dass sie Gott Ehre bereitet \u2013 und dass Er uns wiederum f\u00fcr unseren Gehorsam gegen\u00fcber seiner F\u00fchrung belohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DIENSTAG, 25. August 2026: Spr\u00fcche 31:10-22<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jede Rolle in unserem Leben \u2013 ob als Kind oder Elternteil, Freund oder Kollege, Ehepartner, Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, Lehrer oder Sch\u00fcler usw. \u2013 bietet uns die Gelegenheit, Gottes Licht in die Welt strahlen zu lassen. Leider bergen diese Rollen auch die Gefahr, dass wir straucheln und die Gnade und Barmherzigkeit des Herrn falsch widerspiegeln. Aus diesem Grund (und aus vielen anderen!) ist es wichtig, dass wir der Anweisung des Apostels Paulus folgen, &#8222;ohne Unterlass zu beten&#8220; (1. Thessalonicher 5:17). Indem wir eine st\u00e4ndige Verbindung zum Herrn aufrechterhalten, erm\u00f6glichen wir es Ihm, unser Handeln so zu lenken, dass Ihm die Ehre geb\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">MITTWOCH, 26. August 2026: Matth\u00e4us 25:14-23<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn es nicht unm\u00f6glich ist, so ist es doch unwahrscheinlich, dass Gott jedem Einzelnen von uns detaillierte Anweisungen gibt, wie wir die Details und Einzelheiten unseres Alltags meistern sollen. Ich erwarte gewiss nicht, eines Morgens aufzuwachen und den HERRN h\u00f6rbar zu mir sprechen zu h\u00f6ren oder eine schriftliche Notiz von Ihm f\u00fcr den Tag vorzufinden. Dennoch hat der HERR Erwartungen an unsere Lebensweise. Er gibt uns insgesamt Anweisungen f\u00fcr ein christliches Leben. Wenn wir regelm\u00e4\u00dfig in der Bibel lesen und uns von der F\u00fchrung des Heiligen Geistes leiten lassen, verf\u00fcgen wir \u00fcber das n\u00f6tige Wissen, um eines Tages die Worte zu h\u00f6ren: &#8222;Recht so, du t\u00fcchtiger und treuer Knecht.&#8220; (Vers 23)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DONNERSTAG, 27. August 2026: Matth\u00e4us 25:24-30<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oft stellen wir uns einen Schritt im Glauben als etwas Gro\u00dfartiges vor \u2013 etwa als Missionar in ein anderes Land zu gehen, die eigenen Ersparnisse f\u00fcr einen neuen Dienst zu opfern oder die Karriere aufzugeben, um eine schlecht bezahlte Aufgabe in der christlichen Arbeit zu \u00fcbernehmen. Doch in Wahrheit geh\u00f6ren zu diesem Wagnis f\u00fcr Gott auch ganz schlichte Handlungen im Alltag, bei denen wir unseren Glauben sichtbar werden lassen \u2013 ungeachtet dessen, wie andere darauf reagieren k\u00f6nnten. Wann immer wir einen Kollegen fragen, ob wir f\u00fcr ein bestimmtes Anliegen beten d\u00fcrfen, eine Brosch\u00fcre f\u00fcr eine Gemeindeveranstaltung weitergeben oder in schwierigen Zeiten offen benennen, woraus wir unsere Kraft sch\u00f6pfen, wagen wir einen Schritt im Glauben und st\u00e4rken unsere Beziehung zu Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FREITAG, 28. August 2026: Hiob 31:16-28<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gebet und R\u00fcckbesinnung sind wesentliche Bestandteile wohlt\u00e4tigen Gebens. Wir sollten den HERRN um F\u00fchrung bitten, was Sein Wille ist, wie wir die Gaben weitergeben, mit denen wir gesegnet wurden. Ebenso sollten wir uns bewusst an Zeiten erinnern, in denen wir opferbereit gegeben haben, aber dank Gottes F\u00fcrsorge niemals Mangel an den lebensnotwendigen Dingen litten. Wenn wir Gebet und R\u00fcckbesinnung in unser wohlt\u00e4tiges Handeln einbeziehen, st\u00e4rken wir nicht nur unseren eigenen Glauben, sondern werden auch dazu bef\u00e4higt, gro\u00dfz\u00fcgiger zu geben \u2013 eine Tat, die auch der Welt nicht verborgen bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SABBAT, 29. August 2026: Apostelgeschichte 16:11-15, 40<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im heutigen Textabschnitt erfahren wir, dass Lydia \u2013 eine erfolgreiche heidnische Gesch\u00e4ftsfrau \u2013 nicht nur zum Christentum fand, weil sie die Wahrheit von Paulus\u2019 Worten glaubte, sondern sich auch dazu bewegt f\u00fchlte, Paulus, Timotheus und deren gesamte Reisegruppe gastfreundlich aufzunehmen. Auch wir als Christen sollten uns dazu bewegen lassen, unseren Teil beizutragen, wann immer wir das Wirken des HERRN sehen. Ganz gleich, ob unser Beitrag \u2013 geleitet von Gottes Willen f\u00fcr uns \u2013 in aktivem Handeln oder in unterst\u00fctzender Hilfe besteht: Wenn wir zulassen, dass die Wahrheit des HERRN uns zu guten Werken anspornt, bauen wir den Leib Christi auf (Epheser 4:16) und verherrlichen Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BIBELSTELLEN:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studientext: Apostelgeschichte 16:11-15, 40<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">weiterf\u00fchrende Texte: Apostelgeschichte 16:11-40<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andachtstext: Jakobus 2:14-26<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merkvers:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Als sie aber getauft worden war und auch ihr Haus, bat sie und sprach: Wenn ihr davon \u00fcberzeugt seid, dass ich an den Herrn gl\u00e4ubig bin, so kommt in mein Haus und bleibt dort! Und sie n\u00f6tigte uns.&#8220; (Apostelgeschichte 16:15)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">KERNINHALT:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir zweifeln an der Aufrichtigkeit anderer, wenn ihren Worten keine Taten folgen. Wie zeigen unsere Taten, dass wir es ehrlich meinen? Paulus und seine Begleiter nahmen die Gastfreundschaft Lydias an, nachdem ihr Hausstand seinen Glauben gezeigt hatte und getauft worden war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Stehst du dem Glauben anderer manchmal skeptisch gegen\u00fcber? Welche Verhaltensweisen best\u00e4tigen deine Einsch\u00e4tzung oder stellen sie infrage? Inwiefern k\u00f6nnen Stolz, Angst oder Unannehmlichkeiten die Bereitschaft hemmen, dem eigenen Glauben Taten folgen zu lassen?<\/li>\n\n\n\n<li>Durch welche St\u00e4dte reisten Paulus und seine Begleiter, bevor sie in Philippi ankamen (Verse 11-12)? Wohin gingen sie in Philippi am Sabbat und warum (Vers 13)? Was fanden sie dort vor?<\/li>\n\n\n\n<li>Wer war Lydia, und welche Einzelheiten \u00fcber ihr Leben werden in Vers 14 genannt? Was bedeutet es, dass sie Gott verehrte, bevor sie die Botschaft des Paulus h\u00f6rte? Warum ist es von Bedeutung, dass &#8222;der HERR ihr Herz \u00f6ffnete\u201c (siehe Johannes 6:44; 1. Korinther 2:14)?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie zeigte sich in Lydias Reaktion (Vers 15) echter Glaube? Warum verkn\u00fcpfte sie Glaubenstreue mit Gastfreundschaft? Auf welche Weise diente ihre Gastfreundschaft der Ausbreitung des Evangeliums in Philippi? Warum ist Gastfreundschaft ein wichtiger Ausdruck des christlichen Glaubens?<\/li>\n\n\n\n<li>Was erfahren wir in Vers 40 \u00fcber Lydias Zuhause? Was l\u00e4sst dies auf die fr\u00fche Gemeinde schlie\u00dfen (siehe Apostelgeschichte 2:46; R\u00f6mer 16:3-5; Philemon 1:2)? Welche wesentlichen Anzeichen f\u00fcr echten Glauben zeigen sich in Lydias Leben? Inwiefern stellt dieser Abschnitt die Vorstellung infrage, Glaube sei lediglich eine innere oder private Angelegenheit?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie sieht es im Alltag aus, wenn deine Taten mit deinem Glaubensbekenntnis \u00fcbereinstimmen? Wer sollte in deinem Leben sehen, dass sich dein Glaube eher durch Taten als durch Worte zeigt?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Ewart McFarlane<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lydia, die in der griechischen Stadt Thyatira geboren wurde, schloss sich irgendwann dem j\u00fcdischen Glauben an und verehrte den einen wahren Gott. Laut &#8222;A Dictionary of the Bible&#8220; (etwa: &#8222;W\u00f6rterbuch zur Bibel&#8220;) bestritt sie ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Purpurfarbstoff \u2013 einem in jener Region damals verbreiteten Erwerbszweig. Sie war eine Frau, die eine gewisse soziale Stellung und Wohlstand hatte, doch sie dem\u00fctigte sich und versammelte sich am Sabbat gemeinsam mit anderen Frauen am Flussufer zum Gebet. (&#8222;A Dictionary of the Bible&#8220;, Hastings &amp; Selbie, Seite 176). Dies geschah nicht nur einmalig; vielmehr kam sie an jedem Sabbat mit ihnen zusammen. Lydia \u00f6ffnete ihr Herz f\u00fcr die Verehrung des Gottes der Juden und sp\u00e4ter auch f\u00fcr die frohe Botschaft von Jesus Christus. Nachdem sie das Wort Gottes angenommen hatte, erwies sie dem Apostel Paulus Gastfreundschaft und bewies die Eigenschaften einer treuen Zeugin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">LYDIA&#8217;S GASTFREUNDSCHAFT<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lydias Gastfreundschaft gegen\u00fcber Paulus entsprang ihrer Annahme der von ihm verk\u00fcndeten Heilsbotschaft. Sie war weder unfreundlich noch undankbar f\u00fcr ihr neues Leben in Christus Jesus und war bereit, den Dienst der Apostel zu unterst\u00fctzen. Da sie zuvor den j\u00fcdischen Glauben angenommen hatte, war ihr das Konzept der freiwilligen Gaben f\u00fcr den HERRN vertraut, und sie war bereit, aus eigenem Antrieb zu geben (siehe Exodus\/ 2. Mose 35:29). Weil sie eine Bereitschaft zum Geben mitbrachte, war sie auch gewillt, von dem zu geben, was sie besa\u00df (2. Korinther 8:12). Lydia betrachtete ihren Besitz nicht als ihr Eigentum, sondern sah sich vielmehr als dessen Verwalterin. Auch die G\u00fcter, die uns anvertraut sind, m\u00fcssen dazu dienen, den HERRN zu ehren. Gibt es einen besseren Weg, Treue zu beweisen, als Dienern des Evangeliums Gastfreundschaft zu gew\u00e4hren? Der geistliche Dienst ben\u00f6tigte Unterst\u00fctzung, und Lydia \u00f6ffnete den Aposteln ihre T\u00fcren \u2013 jenen M\u00e4nnern, die eine Reise von sch\u00e4tzungsweise 450 Kilometern von Derbe nach Philippi hinter sich hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Mann Gottes, der sie zur Errettung gef\u00fchrt hatte, Freundlichkeit zu erweisen, war wohl das Mindeste, was sie tun konnte. Doch ihre Gastfreundschaft zeigt, dass ihr Glaube darin bestand, das, woran sie glaubte, auch in die Tat umzusetzen, anstatt nur dar\u00fcber zu reden. Ihr Beispiel kann anderen, die \u00fcber entsprechende Mittel verf\u00fcgen, als Ansporn dienen, das Werk des Dienstes zu unterst\u00fctzen \u2013 wann und wo immer es m\u00f6glich ist. So wie Gott Lydia den aufrichtigen Wunsch ins Herz legte, die Apostel zu unterst\u00fctzen, kann Er auch in anderen Gl\u00e4ubigen die gleiche Bereitschaft zur Gastfreundschaft wecken. Wenn wir erst einmal verstanden haben, dass Gott der Eigent\u00fcmer dieser Ressourcen ist und wir lediglich deren Verwalter, werden wir dazu bewegt, diese Mittel zu nutzen, um anderen Gastfreundschaft zu erweisen \u2013 nicht aus Zwang, sondern aus freiem Willen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">GASTFREUNDSCHAFT ANBIETEN UND EMPFANGEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Paulus zitierte Jesus mit den Worten: &#8222;Geben ist seliger als Nehmen&#8220; (Apostelgeschichte 20:35), w\u00e4hrend Jesus in der Bergpredigt sagte, dass das, was wir geben, uns in reichem Ma\u00df zur\u00fcckgegeben wird (Lukas 6:38). Lydia ging es nicht darum, selbst Gastfreundschaft zu empfangen, sondern vielmehr darum, die Apostel gastfreundlich aufzunehmen. Abgesehen von den Worten, die Paulus an Lydia richtete, als er die Stadt betrat, war er ihr in Philippi zudem ein Fremder. Heutzutage erfordert es Mut, Bekannte zu bewirten \u2013 geschweige denn Fremde. Doch genau dazu ermutigte der Verfasser des Hebr\u00e4erbriefs: &#8222;Vernachl\u00e4ssigt nicht die Gastfreundschaft; denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.&#8220; (Hebr\u00e4er 13:2) Nachdem Lydia das Wort von Paulus empfangen hatte, erwies sie sich als treue Zeugin. Sie dr\u00e4ngte sich den Aposteln jedoch nicht auf, sondern bat sie vielmehr, ihre Gesinnung zu pr\u00fcfen und zu beurteilen, ob sie als vertrauensvolle Gastgeberin geeignet sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Apostel wurden sowohl nach der Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes in Philippi als auch nach ihrer Freilassung aus dem Gef\u00e4ngnis aufgenommen, was bewies, dass Lydias Angebot der Gastfreundschaft aufrichtig war. Sie wurde nicht m\u00fcde, Gutes zu tun. Die Bereitschaft, beim Tun des Guten \u00fcber das \u00fcbliche Ma\u00df hinauszugehen, war eine Eigenschaft, zu der Paulus auch die Galater ermutigte (Galater 6:9). Gl\u00e4ubige Menschen erweisen Gastfreundschaft \u2013 ebenso wie treue Diener des Wortes sie zur F\u00f6rderung ihres Dienstes annehmen \u2013, ganz im Sinne von Galater 6,10: &#8222;So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.&#8220; Glaubenstreue darf keine Vermutung sein, sondern muss bewusst und aufrichtig gelebt werden. Lydias Wesen zeugte davon, ebenso wie die Tatsache, dass die Apostel ihre Gastfreundschaft annahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EIGENSCHAFTEN EINES TREUEN GLAUBENSZEUGEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen treuen Zeugen zeichnen bestimmte Wesensz\u00fcge aus. Dem Verfasser des Hebr\u00e4erbriefs zufolge gef\u00e4llt ein treuer Zeuge Gott; er hegt Gottesfurcht, gehorcht Gott ohne Vorbehalte, h\u00e4lt Ihn f\u00fcr treu und glaubt Gott (Hebr\u00e4er Kapitel 11). Salomo beschrieb die Eigenschaften eines untreuen Menschen: &#8222;Auf einen treulosen Menschen ist am Tag der Not ebensoviel Verlass wie auf einen zerbrochenen Zahl und auf einen wankenden Fu\u00df.&#8220; (Spr\u00fcche 25:19). Ein untreuer Mensch steht nicht fest zu seinen \u00dcberzeugungen, sondern schwankt zwischen verschiedenen Standpunkten hin und her. Auch seine Worte werden nicht auf Wohlwollen sto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lydia sagte zu Paulus, er solle in ihrem Haus bleiben, wenn er sie f\u00fcr gl\u00e4ubig und treu hielte. Und so blieb er viele Tage bei ihr (Apostelgeschichte 16:15). Man muss nicht lange oder angestrengt suchen, um ihre Treue zu erkennen. Sie hielt an den Grunds\u00e4tzen fest, an die sie als Proselytin und eine der ersten christlichen Neubekehrten glaubte, und &#8222;benetzte&#8220; die F\u00fc\u00dfe der Apostel. Urspr\u00fcnglich in eine griechische Familie mit deren Glaubenssystem hineingeboren, nahm sie das Judentum an und verehrte den wahren und lebendigen Gott: sie besa\u00df Gottesfurcht. Ihrem j\u00fcdischen Glauben gem\u00e4\u00df versammelte sie sich w\u00f6chentlich am Sabbat mit anderen Frauen am Flussufer zum Gebet: sie gehorchte Gott. Nachdem sie die Botschaft des Paulus angenommen hatte, lie\u00df sie sich samt ihrem ganzen Hausstand taufen: sie glaubte Gott. Ihre Treue bew\u00e4hrte sich weiterhin, als aus dieser kleinen Gemeinschaft die Gemeinde in Philippi entstand, an die Paulus seinen freudigsten Brief richtete: sie erwies sich als glaubenstreu. (ebd.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">HINWEISE F\u00dcR SABBATSCHULHELFER<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">LERNZIELE:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Erkenntnis gewinnen: Erforscht Lydias Gastfreundschaft gegen\u00fcber Paulus und Silas als ein Merkmal einer treuen Glaubenszeugin.<\/li>\n\n\n\n<li>Liebe \u00fcben: Wir bekennen uns zu unseren Schwierigkeiten, Gastfreundschaft zu gew\u00e4hren und anzunehmen.<\/li>\n\n\n\n<li>Dienen: \u00dcbe Gastfreundschaft als Kennzeichen eines treuen Glaubenszeugen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UNTERRICHTSAKTIVIT\u00c4TEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fragt die Teilnehmer der Sabbatschulklasse: &#8222;Wenn andere euren Glauben in dieser Woche allein anhand eurer Taten beurteilen w\u00fcrden \u2013 zu welchem \u200b\u200bSchluss w\u00fcrden sie kommen?&#8220; Laden die Teilnehmender dazu ein, sich auszutauschen: &#8222;Welche Taten spiegeln euren Glauben derzeit gut wider? Wo gibt es Unstimmigkeiten oder Widerspr\u00fcche?&#8220; Diskutiert den inhaltlichen Zusammenhang mit Lydias Aussage: &#8222;Wenn ihr mich f\u00fcr gl\u00e4ubig haltet \u2026&#8220; (Vers 15). Bittet die Teilnehmender, in Stille \u00fcber folgende Fragen nachzudenken und ihre Antworten zu notieren: &#8222;Wo hat Gott in letzter Zeit euer Herz ge\u00f6ffnet? Hat sich euer Leben dadurch sichtbar ver\u00e4ndert? Welche konkrete Handlung sollte auf diese Ver\u00e4nderung folgen?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">R\u00dcCKBLICK:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Einheit haben wir uns mit dem wahrheitsgetreuen Glaubenszeugnis verschiedener J\u00fcnger befasst und wurden herausgefordert, sicherzustellen, dass unser Leben laut und deutlich f\u00fcr das Evangelium spricht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>QUARTALSTHEMA: TREUE GLAUBENSZEUGEN (Juni &#8211; August 2026) Einheit III 13. 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