QUARTALSTHEMA: ALTÄRE UND HEILIGE OPFERGABEN (JUNI – AUGUST 2025)
Einheit III: Christen und Opfer (5 Lektionen)
14. Lebendige Steine in einem geistlichen Tempel (Lektion 5 von 5)
Tagesandachten von Kaymian Weekley
SONNTAG, 24. August 2025: Jesaja 28:14-22
Demut bietet die Möglichkeit, Gott zu ehren, welcher das einzig sichere Fundament ist. Während Ephraim auf militärische Macht setzte und versuchte, sich durch Lügen zu schützen, sprach Gott der HERR von dem Fundament, das Er legen würde: einem kostbaren Eckstein, der Jesus Christus ist. Wenn Vertrauen zum Ausdruck gebracht werden soll, muss es allein Gott gelten. Der Versuch, einem anderen Beschützer als Gott zu vertrauen, wird sich als vergeblich erweisen. Gott hat einen sicheren, starken und verlässlichen Ort – die Stadt Zion. Er hat auch das sichere Fundament und den Eckstein, auf dem die Gemeinde erbaut ist.
MONTAG, 25. August 2025: Psalm 122
Das Volk Gottes sollte sich freuen, in Seiner Gegenwart zu sein und in Seine feierliche Ruhe einzutreten. Der Psalmist drückte seine Freude über das Haus des HERRN, das als Ort der Zuflucht, des Friedens und des Segens hochgeschätzt wurde, wie folgt aus: „Unsere Füße sollen in deinen Toren stehen, Jerusalem!“ (Vers 2) Welch ein Jubel, der durchaus gerechtfertigt ist angesichts all dessen, was er steht. Wir sehen die Reaktion des Gläubigen auf Gottes Macht und Verheißungen. Wir sehen seine Bitte, sich dem Lobpreis und Gebet für den Frieden Jerusalems anzuschließen. Lasst uns heute ebenso begeistert sein, in unseren Gemeinde am Gottesdienst teilzunehmen und für den Frieden zu beten.
DIENSTAG, 26. August 2025: Psalm 50:1-15
Was verlangt Gott in diesem Psalm von uns? Wir sollen ermutigt werden, alle unsere Möglichkeiten zu nutzen, um Gott unsere Dankbarkeit zu zeigen. Unsere Zeit, Gaben und Talente sollen genutzt werden, um unsere Dankbarkeit auszudrücken. Gott verlangt auch, dass wir Ihn in Zeiten der Not anrufen, denn unsere Abhängigkeit von Ihm verherrlicht Ihn. Er erfreut sich an Gehorsam und wahrer Anbetung, nicht nur an Opferritualen. Aufrichtige Anbetung wird von Gott nicht verachtet werdem, sondern Er wird sich daran erfreuen. Deshalb sollten wir unsere Versprechen halten, die wir dem HERRN gegeben haben, und unsere Zusagen Ihm gegenüber einhalten.
MITTWOCH, 27. August 2025: Galater 3:23-29
In diesem Kapitel seines Briefes an die Gemeinden in Galatien befasste sich Paulus mit der Rechtfertigung. Wir wurden durch unseren Glauben zu Gottes Söhnen und Töchtern. Das bedeutet, dass es unter Gläubigen keine Spaltungen oder Unterschiede gibt. Der Glaube an den HERRN Jesus Christus verändert uns und verbindet uns mit Ihm. Mit der Taufe zogen wir Christus an: Wir wurden mit Seiner Gerechtigkeit bekleidet, mit Seinem Blut bedeckt, erhielten eine neue Identität und werden Ihm zugezählt. Unser Glaube verbindet uns weiterhin mit unserem Erlöser und untereinander. Dafür bin ich dankbar; lasst uns lauthals loben.
DONNERSTAG, 28. August 2025: Epheser 4:4-16
Dieser Abschnitt unterstreicht weiterhin, dass wir Erben Christi Jesu werden. Wir sind alle Teil desselben Leibes (nämlich Christus, welchen die Gemeinde verkörpert), vereint im Glauben durch den Heiligen Geist, in einer Hoffnung und auserwählt, Gottes Volk zu sein. Jesus hat alle Ungewissheiten beseitigt. Unser HERR verbindet uns mit dem Vater aller Menschen, der in uns allen lebt. Seine Großzügigkeit zeigt sich darin, dass wir begabt sind, den Leib Christi aufzubauen, im Glauben zu arbeiten und bis zu Seiner Wiederkunft zu glauben. Die Taufe ist das äußere Zeichen, das uns die Tür öffnet, um geistig erfüllt und ganz in Gott eingetaucht zu werden. Das Ergebnis ist, dass wir im Glauben wachsen, Christus ähnlicher werden und vollkommen zusammenarbeiten.
FREITAG, 29. August 2025: Jesaja 51:9-16
Die Jahreszeiten werden sich ändern; bessere Tage kommen; Freude ist in Sicht. Unser gegenwärtiger Schmerz und unser Leid können die ewige Freude, die Gottes Kinder erwartet, nicht schmälern. Jesajas Botschaft vom Herrn sollte Trost in Gottes Verheißungen spenden und Vertrauen in seine Macht, sein Volk zu erlösen, stärken. Wenn unsere Herausforderungen uns in Ketten legen, müssen wir uns an die vielen Schlachten erinnern, die Gott gewonnen hat. Jesus, der alles bezahlt hat, hat uns erlöst. Diese Freiheit schenkt Hoffnung auf Gott, unseren mächtigen Erlöser. Wenn der Herr die Erlösten freilässt, werden sie mit Jubel und ewiger Freude kommen (Vers 11). Auch unsere Siege sollten von der Freude des HERRN begleitet sein.
SABBAT,30. August 2025: 1. Petrus 2:1-12
Paulus betonte die geistlichen Eigenschaften Jesu und Seiner Nachfolger und verglich uns mit lebendigen Steinen. Er betonte den Zweck des Bauens und die wichtige Rolle der Steine im Bauprozess. Er kam zu dem Schluss, dass jeder Christ ein lebendiger Stein ist, der durch das Wort Gottes aufgebaut wird. Als lebendige Steine repräsentieren wir gemeinsam das geistliche Haus, dessen Fundament Jesus Christus ist. Er wurde von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und von Ihm geehrt. Unser Glaube, unser Leben und unsere Zukunft liegen in Ihm. Wir können nicht ohne Ihn bauen! Er ist stark, standhaft, zuverlässig, liebevoll, gütig, barmherzig und einfach wunderbar. Wir werden aufgebaut, um zu dienen, also lasst uns dies mit Fleiß tun.
BIBELSTELLEN:
Studientext: 1. Petrus 2:1-12
weiterführende Texte: 1. Petrus 2:1-17
Andachtstext: Galater 3:23-29
Merkvers:
„So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“ (1. Petrus 2:5)
KERNINHALT:
Menschen wünschen sich ein solides Fundament, auf dem sie ihr Leben aufbauen können. Welche Beispiele aus der Geschichte liefern ein Muster für ein solches Fundament? Der 1. Petrusbrief erinnert Christen daran, dass wir als lebendige Steine, die auf dem geistlichen Fundament Christi errichtet sind, zu einem Leben voller Opferbereitschaft berufen sind.
FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:
- Welche grundlegende Wahrheit ist, abgesehen von Jesus, Grundlage deines Lebens? Was tust du, um auf dieser Wahrheit aufzubauen?
- Welchen Herausforderungen und Schwierigkeiten waren die Zuhörer des Petrus ausgesetzt (1. Petrus 1:6-7; 1. Petrus 4:12-16)? Inwiefern werden diese Themen in 1. Petrus 2:1-12 weitergeführt oder darauf aufgebaut?
- Was sagt uns dieses Bild des „lebendigen Steins“ (Vers 4) über die Rolle Christi in der Gemeinde (vgl. Psalm 118:22; Jesaja 28:16; Matthäus 21:42)? Wie unterschied Petrus diejenigen, die Christus als „lebendigen Stein“ annehmen, von denen, die Ihn ablehnen (Verse 4-8)? Wie trägst du aktiv dazu bei, zu einem geistlichen Haus „aufgebaut“ zu werden (Vers 5)?
- Was bedeutet es für Gläubige, ein „königliches Priestertum“ und ein „heiliges Volk“ zu sein (Vers 9)? Wie prägt diese Identität unsere Mission? Wie beeinflusst das Wissen, Teil eines „königlichen Priestertums“ zu sein, dein tägliches Leben und den Umgang mit deinen Mitmenschen?
- Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Enthaltung fleischlicher Begierden (Vers 11) und der Aufrechterhaltung eines göttlichen Zeugnisses vor Ungläubigen (Vers12)?
- Denke an eine Situation, in der deine Taten einem Ungläubigen mehr als Worte sagten. Wie kannst du bewusster vorgehen, damit deine guten Taten Christus widerspiegeln?
VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Trisha Gerstel
JESUS UND JENGA
Jenga ist in den USA ein beliebtes Spiel. Zunächst bauen die Teilnehmer einen Turm, indem sie 18 Gruppen mit jeweils drei Holzklötzen kreuzweise übereinander legen, bis alle 54 Klötze übereinander gestapelt sind. Anschließend entfernen die Spieler abwechselnd jeweils ein Klötzchen aus der unteren Schicht des Turms und legen ihn auf die oberste Schicht. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis der Turm instabil wird und umfällt.
Jeder, der schon einmal Jenga gespielt hat, weiß zwei Dinge: 1.) Ein gut gebauter Turm aus Holzklötzen auf einem soliden Fundament kann trotz gleichzeitigem Zerlegen und stückweisem Wiederaufsetzen beeindruckend lange stehen bleiben. 2.) Die Ecksteine eines Jenga-Turms dürfen nicht berührt werden. Letzteres ist nicht nur deshalb so, weil es Teil der Spielregeln ist (Spieler dürfen nur Steine aus den Schichten zwischen der oberen und unteren Schicht entfernen), sondern vor allem aus dem Grund, warum es Teil der Regeln ist: Der Turm würde schnell umfallen und Jenga wäre ein sehr kurzlebiges Spiel, wenn jemand einen Eckstein entfernt.
Obwohl wir unseren christlichen Lebenswandel normalerweise nicht mit einer Partie Jenga (oder irgendeinem anderen Brettspiel) vergleichen, können wir aus diesem Spiel eine Lektion lernen: Auch wir laufen große Gefahr zu stürzen, wenn wir unseren Eckstein entfernen.
JESUS IST UNSER ECKSTEIN
Für diejenigen, die ihn nicht kennen: Ein Eckstein (erwähnt in den Versen 6 und 7 dieser Wochenlesung) ist der erste Stein, der zu Beginn eines Baus gelegt wird. Er dient als Bezugspunkt für die Platzierung der folgenden Steine und sorgt für Ausrichtung und Stabilität des gesamten Bauwerks. Für die christliche Kirche ist Jesus der Eckstein – derjenige, der den Weg des christlichen Lebens bestimmt, diejenigen von uns unterstützt, die ihr Vertrauen in ihn setzen, und uns einen Bezugspunkt für alles gibt, was wir tun. Dies wurde in Jesaja 28 prophezeit, wo Gott sein Volk anflehte, auf ihn statt auf sich selbst zu vertrauen.
Warum also fühlen wir Christen uns im Leben manchmal instabil, fehl am Platz und/ oder ohne Halt – besonders wenn wir mit Umständen und Entscheidungen konfrontiert werden, die von uns verlangen, etwas zur Ehre des HERRN zu opfern? Warum vergessen wir gelegentlich – wenn wir aufgefordert werden, treu zu sein, zu vergeben, zu verzichten, zu fördern oder zu versorgen –, dass der HERR da ist, um uns zu führen und zu unterstützen? Liegt es daran, dass unser Grundstein bzw. Eckstein „defekt“ ist? Hat dieser Stein begonnen, unter der Last weltlicher Sorgen und Belange zu bröckeln? Oder wurde er irgendwie von Anfang an an eine falsche Stelle gelegt? Natürlich nicht! Jesus ist vollkommen – nicht fehlt Ihm, was nötig wäre, um als Grundstein der Gemeinde Gottes zu dienen (Hebräer 5:1-10). Nein, der Grund, warum wir uns manchmal instabil, fehl am Platz und/ oder ohne Unterstützung fühlen, liegt darin, dass wir als Menschen dazu neigen, den Eckpfeiler unseres Glaubens aus den Augen zu verlieren. Dadurch verlieren wir die Orientierung und vergessen, wie viel wir ertragen können, wenn wir uns auf Christus verlassen (Philipper 4:12-13).
UNSEREN ECKSTEIN KENNZEICHNEN
Während es früher gang und gäge war, markieren manche Bauherren auch heute noch den Eckstein ihres Gebäudes mit einem Wappen, dem Namen des Gebäudes oder seines Architekten und/ oder einem Satz oder Zitat, das seinen Zweck beschreibt. So lenkt der Bauherr die Blicke der Passanten auf diesen Eckstein und erinnert sie an Details, die ihm wichtig erschienen. Auch wir Christen sollten dafür sorgen, dass unser Grundstein im Mittelpunkt unseres Vorstellungsvermögens steht, damit wir uns täglich an Jesu Beispiel und Seine Lehren erinnern und daraus Orientierung und Kraft schöpfen. Wir möchten auch, dass andere in unserem Leben erkennen, dass Christus unser Grundstein ist. Glücklicherweise gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten.
Die bekanntesten und am häufigsten praktizierten Methoden, mit denen ein Christ „den Eckstein kennzeichnen“ kann, um sicherzustellen, dass seine Augen und Gedanken auf Jesus gerichtet bleiben, sind das tägliche Lesen im und nachsinnen über Gottes Wort, das tägliche Gebet und regelmäßige Treffen mit Mitchristen zum Bibelstudium, Lobpreis und Gottesdienst.
Eine weitere Strategie, um das Beispiel und die Lehren Christi im Gedächtnis zu behalten, besteht darin, Bibelstellen an verschiedenen Orten auszulegen, die wir im Laufe des Tages besuchen. Man könnte zum Beispiel Markus 10:45 („Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und Sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“) oder Lukas 9:23 („Und Er sprach zu ihnen allen: Wenn jemand mir nachfolgen will, muss er sich selbst verleugnen und täglich sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.“) aufschreiben und das Blatt dann mit einem Magneten an die Kühlschranktür heften. Man kann auch beispielsweise Epheser 5:1-2 ausdrucken („Seid also Nachahmer Gottes als geliebte Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus euch geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.“) und an eine Pinnwand neben dem Schreibtisch heften. Eine weitere Methode: Bewahre eine Abschrift von 1. Johannes 4:10 („Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.“) auf deinem Nachttisch auf, damit du sie morgens und abends sehen kannst.
Wir können auch noch andere Dinge tun, wie etwa christliche Podcasts und/ oder Lobpreis- und Anbetungsmusik (zeitgenössische christliche Musik oder traditionelle Kirchenlieder) anhören, ein Glaubenstagebuch führen, um über unseren täglichen Weg mit Christus nachzudenken, uns ehrenamtlich in einem christlichen Dienst zu engagieren oder Erfahrungsberichte anderer Christen lesen.
Ganz gleich, für welche Methode wir uns entscheiden – wichtig ist, dass wir uns verpflichten, sie regelmäßig auszuüben. Dadurch werden wir an den Eckstein des christlichen Glaubens erinnert, an Jesus Christus, der es uns ermöglicht, ein gläubiges, aufopferndes Leben zu führen, das Gott Ehre bringt.
HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER
LERNZIELE:
- Diskutiert darüber, dass Jesus das feste Fundament und das Vorbild für ein aufopferndes Leben ist.
- Wertschätzt Jesu Beispiel eines glaubenstreuen Lebens.
- Übt ehrenhaften Tätigkeiten aus, welche Gott verherrlichen.
UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN
Bringt ein Jenga-Spiel in die Sabbatschulklasse mit, um die Idee von Christus als Eckstein und den Gläubigen als lebendigen Steinen einzuführen. Bittet die Teilnehmer, es auf einem Kissen aufzubauen. Wenn es zusammenbricht, sollen sie es auf einer stabilen, ebenen Fläche noch einmal aufbauen. Besprecht: Warum ist ein solides Fundament bzw. Grundlage wichtig? In welcher Beziehung steht dies zu Christus als „Eckstein“ (Vers 6)? Wie stellen wir sicher, dass unser Leben auf Jesus aufbaut? Bittet die Teilnehmer, einen Handlungsschritt aufzuschreiben, der sich auf diesen Textabschnitt bezieht (beispielsweise mehr Zeit mit der Heiligen Schrift verbringen, Zeugnis ablegen durch gute Taten, sündiges Verhalten vermeiden). Lasst die Teilnehmer über ihre Verpflichtung beten und ermutigt sie, diese auch in die Tat umzusetzen und sich im Laufe der Woche gegenseitig über ihre Fortschritte zu informieren.
RÜCKBLICK
In dieser Einheit haben wir unsere Mission untersucht und darüber nachgedacht, wie unser Leben als Volk Gottes unter einem Neuen Bund zu einer angemessenen Anbetung und einem angemessenen Zeugnis für Ihn durch Christus beiträgt.