QUARTALSTHEMA: BESTÄNDIGE GLAUBENSÜBERZEUGUNGEN (Dezember 2025 – Februar 2026)
Einheit III: Die Gemeinde und ihre Lehren
12. Haushalterschaft, Auftrag, Aussendung (Lektion 4 von 4)
Tagesandachten von Steve Osborn
SONNTAG, 15. Februar 2026: Maleachin 3:7-12
Die meisten von uns würden sich nicht als „Diebe“ bezeichnen, und doch: Haben wir jemals etwas gestohlen – und sei es noch so klein? Wir können es leicht rechtfertigen, wenn wir uns Zeit von unserem Chef stehlen, um beispielsweise „kurz“ auf Facebook zu sein, oder die Zahlen etwas beschönigen, um unsere Steuerlast zu senken. Wie sieht es aber mit dem Geben an Gott aus? Sparst du an der falschen Stelle oder leihst du dir etwas, um es nächsten Monat nachzuzahlen (was du aber selten tust)? In Seiner Botschaft an Israel nannte Gott das „mich berauben“ (Vers 8). Er wies darauf hin, dass wir uns damit auch selbst die Möglichkeit nehmen, von Gott gesegnet zu werden. Meiner Erfahrung nach ist Geben an sich schon ein Segen. Aber vergiss nicht: Wir können Gott niemals übertreffen. Vertraue darauf, was Gott mit deinem Geben bewirken wird, und siehe, was Er tun wird.
MONTAG, 16. Februar 2026: Exodus/ 2. Mose 36:2-7
Kannst du dir vorstellen, dass der Schatzmeister deiner Gemeinde in einer Versammlung aufsteht und sagt: „Bitte hört auf zu spenden, wir haben zu viel“? Genau so verhielten sich die Israeliten bei ihren Spenden für das Stiftshüttenprojekt. Sie wurden nicht dazu gezwungen oder unter Druck gesetzt. Mose musste keine automatischen Abbuchungen von ihren Konten einrichten. Sie waren von Herzen bewegt und brachten „eine freiwillige Gabe – alle Männer und Frauen, die willigen Herzens waren.“ (Exodus/ 2. Mose 35:29) Sie brachten so viel, dass ihnen „gewehrt“ wurde, nicht noch mehr zu geben (Exodus/ 2. Mose 36:6). Die Herzen des Volkes waren offen für großzügiges Geben, vom HERRN bewegt. Sie waren begeistert von dem Projekt, an dem sie gemeinsam arbeiteten. Ich denke, wir können hier viel über das Geben von den Israeliten lernen.
DIENSTAG, 17. Februar 2026: Psalm 67
Es gibt viele gute Gründe, Gott Gaben zu bringen. Nicht zuletzt, um Gottes unermesslichen Segen anzuerkennen. Wie bereits erwähnt, können wir Gott niemals übertreffen, und das sollten wir auch nicht versuchen. Doch es ist richtig und gut, sich Zeit zu nehmen, um sich an die vielen Segnungen Gottes zu erinnern – nicht nur in finanzieller, sondern auch in geistlicher, körperlicher oder sozialer Hinsicht – und Ihm im Gegenzug einen kleinen Teil dessen zurückzugeben, was Er uns geschenkt hat. Wenn wir Gott und Seinem Werk unser Bestes geben, zeigen wir, dass wir Ihm vertrauen und auf Ihn angewiesen sind. Somit preisen wir Gott.
MITTWOCH, 18. Februar 2026: 2. Korinther 9:1-6
Unsere Gemeinde sammelt keine wöchentliche Kollekte mehr ein. Unsere treuen Mitglieder wissen, wie wichtig Geben ist, und legen ihre Spenden entweder in einen dafür vorgesehenen Kasten, schicken sie per Post oder spenden online. Mir wurde kürzlich bewusst, dass es, da wir diese regelmäßige Erinnerung nicht mehr haben, wichtig ist, andere Wege zu finden, unsere Mitglieder an ihre Spendenbereitschaft und die wichtigen Gründe dafür zu erinnern. Paulus wusste, dass die Korinther sich verpflichtet hatten, notleidenden Gläubigen in Jerusalem zu helfen. Er wusste aber auch, dass Menschen vergesslich sind und Dinge aufschieben. Deshalb schickte er seine Mitarbeiter voraus, um sie daran zu erinnern, damit sie ihre Spende großzügig und nicht widerwillig gaben.
DONNERSTAG, 19. Februar 2026: 2. Korinther 9:6-15
Christen sind sich uneins darüber, welchen Anteil ihres Einkommens sie spenden sollten. Manche geben strikt zehn Prozent, manche weniger und manche deutlich mehr. Einige spenden ausschließlich an ihre Gemeinde, während andere ihre Spenden zwischen Gemeinde und anderen Diensten aufteilen. Ich sage immer, dass es zwar nicht vorgeschrieben ist, aber die beste biblische Richtlinie lautet, mindestens zehn Prozent zu geben. Am wichtigsten ist jedoch, was Paulus in diesem Abschnitt lehrt: „Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn eine fröhlichen Geber hat Gott lieb!“ (Vers 7) Mit anderen Worten: Wir sollten regelmäßig ernsthafte Gespräche mit Gott über unsere Finanzen führen und uns von Ihm leiten lassen, wie und wo wir großzügig spenden (siehe Vers 6).
FREITAG, 203. Februar 2026: Matthäus 28:16-20
Wir haben diese Woche viel über das Geben gesprochen – sowohl an die Kirche als auch an andere Dienste. Doch es ist entscheidend, dass wir uns daran erinnern, dass wir nicht einfach nur um des Gebens willen geben, sondern um die Mission der Gemeinde zu unterstützen, nicht nur unsere Ortsgemeinde, sondern die Gemeinde als Ganzes. Man kann sich leicht in den Einzelheiten des Gemeindeetats verlieren – Gehälter, Stromkosten, Gebäudeinstandhaltung – und all das ist wichtig für die Arbeit der Gemeinde. Aber wir dürfen niemals die Mission aus den Augen verlieren, die Jesus uns anvertraut hat: Jünger aus allen Völkern zu machen. Das ist der entscheidende Punkt, der allem anderen Bedeutung verleiht.
SABBAT, 21. Februar 2026: 2. Korinther 8:3-9
Wie siehst du das Geben in der Gemeinde – als Vorrecht oder als Pflichterfüllung? Planst du mit Gott, wann, wo und wie viel du geben kannst, oder kramst du in deinen Taschen nach Kleingeld, wenn der Klingelbeutel herumgeht? Die Korinther baten um die Gnade der Teilhabe am Geben. Paulus ermahnte sie, ihr Geben weiterhin wie alles andere in ihrem Glauben zu betrachten – als Gelegenheit, etwas Besonderes zu tun. Wie sieht für dich ein solches besonderes Geben aus? Wenn wir bedenken, was Jesus alles für uns gegeben hat, ist es letztendlich ein Privileg, Seine Mission zu unterstützen.
BIBELSTELLEN:
Studientexte: Apostelgeschichte 1:6-8; 2. Korinther 8:3-9
weiterführende Texte: Maleachi 3:7-12; Römer 1:14-16, 2. Korinther 8:1-15; 9:1-15
Andachtstext: Sacharja 8:18-23
Merkvers:
„Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohll er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ (2. Korinther 8:9)
KERNINHALT:
Uns liegt sehr daran, ein möglichst erfülltes Leben zu führen. Wie können wir dieses Leben glücklich und erfüllend gestalten? Die Apostelgeschichte und der 1. Korintherbrief beschreiben Grundsätze für verantwortungsvolles Handeln und eine Mission, die den Gewinn für den Himmel über irdischen Gewinn stellen.
FRAGEN ZUM TEXTSTUDIUM:
- Welche Maßstäbe gelten weltweit für ein glückliches und erfülltes Leben? Inwiefern hast du erlebt, dass diese Maßstäbe nicht erfüllt wurden?
- Was erwarteten die Jünger wohl, als sie Jesus fragten: „HERR, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“ Wie lenkte Jesus ihren Fokus von der politischen Wiederherstellung auf die geistliche Mission? Was sagt uns das über Gottes Prioritäten im Vergleich zu menschlichen Erwartungen?
- Was offenbart Apostelgeschichte 1:8 über Gottes weltweite Missionsstrategie? Wie befähigt der Heilige Geist Gläubige, anders zu leben und zu geben als es die Welt vorgibt? Wo liegt dein „Jerusalem“, dein „Judäa“, dein „Samaria“ und dein „Ende der Erde“?
- Wie beschrieb Paulus die Haltung der Mazedonier zum Geben (siehe 2. Korinther 8:3-5)? Was motivierte sie trotz ihrer „tiefen Armut“ zu dieser Großzügigkeit? Wie kann deine Gemeinde, ähnlich wie die Mazedonier, freudiges und aufopferndes Geben für andere vorleben?
- Wie fasst Vers 9 das ultimative Beispiel verantwortungsvollen Handelns in Jesu Selbstentäußerung zusammen? Wie definiert dieser Text neu, was es bedeutet, im Reich Gottes „reich“ oder „erfolgreich“ zu sein?
- Wie ergänzen sich die beiden Textstellen darin, dass christliche Verantwortung und Mission aus der Hingabe an Gottes ewiges Reich entspringen? Welche Mittel bzw. Ressourcen (Zeit, Gaben, Besitztümer) hat Gott dir für Seine Mission anvertraut?
VERSTEHEN UND AUSLEBEN von Norman Fearon
BEREIT ZUR AUSSENDUNG
Nach etwa drei Jahren der Ausbildung und Vorbereitung waren die Jünger bereit, Jesu Auftrag und Aussendung fortzuführen. Als sie Jesus ein letztes Mal vor seiner Himmelfahrt begegneten, fragten sie Ihn nach der Zukunft Israels: „HERR, wirst du in dieser Zeit das Reich für Israel wiederherstellen?“ (Apostelgeschichte 1:6) Jesu Antwort war völlig unerwartet: „Es steht euch nicht zu, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.“ (Vers 7) Doch Er lenkte ihre Aufmerksamkeit auf ein dringenderes Anliegen als das, wonach sie gefragt hatten.
Die Antwort auf ihre Frage war von großer Bedeutung, doch nicht so bedeutsam wie die Tragweite dessen, wozu Jesus sie berufen hatte: „Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Enden der Erde.“ (Vers 8b) Die Mission, zu der Jesus Seine Jünger aussandte, war an zwei Bedingungen geknüpft, die über ihren Erfolg entscheiden sollten: die Kraft des Heiligen Geistes und die Aufgabe, Zeugen in Jerusalem, in ganz Judäa und Samaria und bis an die Enden der Erde zu sein (Vers 8).
IN JERUSALEM UND JUDÄA
Gemäß Jesu Anweisung sollte die Mission in Jerusalem beginnen und sich dann in ganz Judäa ausbreiten. Am Pfingsttag traten die Jünger unter der Führung von Petrus vor Jesus und bezeugten Seine Taten – mit überwältigender Wirkung (siehe Apostelgeschichte Kapitel 2). Jerusalem wurde nicht nur aufgrund seiner Lage als Geburtsort der Gemeinde gewählt, sondern auch wegen mehrerer wichtiger Feste, die Juden aus der Region und aus aller Welt zu religiösen Pilgerfahrten nach Jerusalem zusammenführten.
Inzwischen dürften viele Menschen in Jerusalem und Umgebung die Jünger gekannt haben – man wusste, dass sie Jesus gefolgt waren. Die Einheimischen sind vielleicht nicht immer die einfachsten Zuhörer (Apostelgeschichte 2:7), aber die Jünger blieben standhaft. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Unsere Erfahrungen in Jerusalem können manchmal schwierig sein; dennoch müssen wir dort ansetzen.
IN SAMARIA
Samaria war die nördliche Nachbarregion Judäas. Juden und Samariter pflegten kein gutes Verhältnis zueinander. Obwohl sie eine ähnliche Abstammung teilten, standen sie seit Langem in Feindschaft zueinander. Doch nun zeigte Jesus, dass Er die Samariter genauso wertschätzte wie die Juden. Die Juden mögen einen triftigen Grund gehabt haben, sich von den Samaritern fernzuhalten, doch das Ziel dieser Mission war es, unvollkommene Menschen zu erreichen – auch die Samariter.
Vielleicht findest du heute keine Volksgruppe, die den Merkmalen der Samariter entspricht. Dennoch sollten wir nie vergessen, dass es in unserer Mission darum geht, verlorene Menschen zu erreichen. Es ist unsere Aufgabe, die Verlorenen zu finden und ihnen die Gute Nachricht zu verkünden, unabhängig davon, ob ihr Lebensstil unseren Vorstellungen entspricht oder nicht.
BIS ANS ENDE DER WELT
Mit dem „Ende der Welt“ ist ein fernes Land gemeint, dessen Anreise überdurchschnittliche Anstrengungen erfordert. Das oberste Ziel unserer Mission ist die Erlösung der Menschen. Daher ist es die Verantwortung der Nachfolger Jesu, die Mission auf jeden Winkel der Erde auszudehnen, wo Menschen leben. Es mag uns so vorkommen, als sei das Befolgen des Zeugnisses Jesu bis in die entlegensten Gebiete vorzudringen lediglich eine Empfehlung gewesen, doch wir müssen uns daran erinnern, dass es ein Gebot war.
HAUSHALTERSCHAFT
Haushalterschaft kann man als sorgsame und verantwortungsvolle Verwaltung dessen, was einem anvertraut wurde, definieren. Als Christen verstehen wir uns als Verwalter. Daher gehört alles, was wir besitzen, Gott und soll als Werkzeug für die Mission eingesetzt werden, um andere zur Ehre Gottes zu erreichen. Gott erwartet nicht von jedem den gleichen Beitrag, da wir nicht alle über die gleichen Mittel verfügen. Wir sind lediglich dazu aufgerufen, von dem zu geben, was wir haben, nicht von dem, was wir nicht haben. Aus diesem Grund sollte sich niemand aufgrund seines Beitrags minderwertig fühlen.
Die Mazedonier besaßen weit weniger Mittel als die Korinther, an die Paulus schrieb. Ihre Großzügigkeit war jedoch außergewöhnlich, da sie trotz ihrer bescheidenen Verhältnisse und vieler Prüfungen spendeten (siehe 2. Korinther 8:2). Manche mögen meinen, Paulus habe das Beispiel der Mazedonier genutzt, um die Korinther zum Spenden zu bewegen, doch dem war nicht so. Die Korinther hatten bereits eine Sammlung für die armen Heiligen in Jerusalem begonnen; sie brauchten lediglich etwas Ermutigung, um diese abzuschließen.
Paulus bemerkte, dass sie sich in anderen Bereichen ihres geistlichen Lebens hervorgetan hatten, doch dies war ebenso wichtig: „Aber wie ihr in allem reich seid, im Glauben, im Wort, in der Erkenntnis und in allem Eifer sowie in der Liebe, die ihr zu uns habt, so möge auch dieses Liebeswerk bei euch reichlich ausfallen!“ (Vers 7) Eine der Lektionen, die wir lernen müssen, ist, dass wir bereit sein müssen, das uns Anvertraute zum Wohle und zur Unterstützung des Werkes einzusetzen, ohne zu vergessen, dass es in erster Linie Gott gehört.
HINWEISE FÜR SABBATSCHULHELFER
LERNZIELE:
- Erkenntnis gewinnen: Prüft das Leitbild eurer Gemeinde im Hinblick auf Jesu Missionsbefehl.
- Liebe üben: Entwickelt eine Haltung der Großzügigkeit gegenüber anderen.
- Dienen: Erfüllt Jesu Missionsbefehl (Matthäus 28:19-20).
UNTERRICHTSAKTIVITÄTEN
Zeichnet vier konzentrische Kreise auf ein Brett und beschrifte sie wie folgt: „Jerusalem“ – Heimat und unmittelbare Verwandtschaft; „Judäa“ – Gemeinde und Nachbarschaft; „Samaria“ – am Rand der Gesellschaft stehende oder schwer erreichbare Menschen; „Enden der Erde“ – weltweite oder interkulturelle Mission. Sammelt Namen, Orte oder Bedürfnisse, die zu den jeweiligen Kreisen passen. Wo ruft Gott euch bereits dazu auf, Zeugnis abzulegen? In welchen „Kreis“ möchte Gott euch vielleicht dazu anregen, mehr Zeit oder Mittel zu investieren? Sucht euch anschließend ein Anliegen aus, das zu einem dieser Kreise passt. Sammelt eine kleine Spende oder engagiert euch gemeinsam in einer sozialen Aktion, um die Erkenntnisse aus dieser Betrachtung praktisch umzusetzen.
RÜCKBLICK:
In dieser Einheit haben wir die Gemeinde als Leib Christi in der Welt gefeiert und wurden herausgefordert, dies fortzusetzen.