STUDY QUARTER: ENDURING BELIEFS OF THE CHRISTIAN FAITH (Dec 2025 - Feb 2026)
Unit II: Grace and Reconciliation
7. Gebet (Lektion 3 von 4)
Daily Bible Meditations by Ashea West-Campbell
SONNTAG, 11. Januar 2026: Jakobus 1:2-8
Jakobus, der Bruder Jesu, erinnert uns daran, dass die Herausforderungen des Lebens einen Sinn haben. Erinnerst du dich an eine Zeit, in der du vor einer großen Herausforderung standest? Musstest du deinen Glauben unter Beweis stellen? Ist dein Glaube gewachsen? Hast du dich gestärkt gefühlt, weiterzumachen? Jakobus erinnert uns daran, dass dieser Prozess wichtig ist und abgeschlossen werden muss, um seine Wirkung zu entfalten. Das Problem ist, dass wir Weisheit brauchen, um diese Herausforderung zu meistern und in allem Freude zu finden. Diese erlangen wir durch unsere Erfahrungen und durch Gebet. Wir brauchen diese Erfahrungen, um Weisheit zu erlangen, und wir brauchen Weisheit, um uns im Leben zurechtzufinden.
MONTAG, 12. Januar 2026: Jeremia 29:10-14
Dies war eine schwere Lektion für Gottes Volk. Die Israeliten befanden sich im Exil, und Gott wollte sie dort 70 Jahre lang festhalten, bevor sie in ihr Land zurückkehren würden. Doch selbst im Exil versicherte Er ihnen, dass Er gute Pläne für sie habe. Wie konnte das sein, nachdem Er ihre Gefangennahme zugelassen hatte? Fühlst du dich von Gott „im Exil“ gehalten? Wie reagierst du in solchen Zeiten? Dieses Versprechen des Wohlergehens war an die Bedingung geknüpft, dass die Israeliten Gott anrufen und Sein Angesicht suchen sollten. Das ist auch die Antwort für uns, wenn wir uns im Exil fühlen: Ruft Gott an, und Er wird euch erhören! Es mag in dieser Zeit schwerfallen, aber nutzt diese Gelegenheit, um Gott näherzukommen.
DIENSTAG, 13. Januar 2026: Philipper 4:4-9
Wie kann man sich immer freuen? Es fällt schwer, sich zu freuen, wenn man gerade seinen Arbeitsplatz oder einen geliebten Menschen verloren hat oder die Verwüstung durch Kriege und Hungersnöte in der Welt sieht. Die Antwort findet sich in Vers 6: „Betet in allen Dingen mit Danksagung.“ Paulus ermahnte uns, uns nicht zu sorgen, sondern alles Gott anzuvertrauen. Wir bringen Ihm nicht nur alles, sondern tun es auch mit einem dankbaren Herzen. Das bedeutet, dass wir darauf vertrauen, dass Gott antworten wird, und deshalb schon vor der Antwort dankbar sein können. Der Heilige Geist kann uns diese Gewissheit auch durch einen Frieden schenken, der unser Verständnis übersteigt.
MITTWOCH, 14. Januar 2026: Psalm 61
Dies ist einer meiner Lieblingspsalmen, den wir in der Gemeinde singen: „Wenn mein Herz verzagt, führe mich zum Felsen, der höher ist.“ Jesus ist dieser Fels, und nur in Ihm finden wir wahren Trost und Schutz. Erinnerst du dich, wann Gott dir Zuflucht geboten hat? Oder ein starker Turm gegen den Feind war? Stelle dir Soldaten vor, die kämpfen und sich dann in den Turm zurückziehen müssen, der gebaut wurde, um Angriffen standzuhalten. Ich erinnere mich an Tage, an denen ich mich in Gottes Gegenwart versteckt habe, als die Angriffe kamen. Wenn du dich überfordert fühlst, wisse, dass Gott dich trösten und beschützen wird. Du kannst Ihn Tag und Nacht, zu Hause oder bei der Arbeit oder in der Schule anrufen, und Er wird dich hören und dir antworten.
DONNERSTAG, 15. Januar 2026: Matthäus 6:5-15
Gebet ist Kommunikation mit Gott. Wir sprechen mit Ihm, Er antwortet. Gebete sind nicht dazu da, von anderen gehört zu werden. Deshalb brauchen wir keine hochtrabenden Worte, um andere zu beeindrucken. Allzu oft nutzen wir das Gebet, um über andere zu reden, anstatt mit Gott. Wir wenden uns an Gott, wenn wir beten. Bevor wir Ihm jedoch unsere Sorgen anvertrauen, müssen wir anerkennen, wer Er ist. Hier eine Anregung: Schreibe ein Gebet an Gott, das dem Gebet Jesu nachempfunden ist, aber in deinen eigenen Worten. Du kannst es sogar für das Abendgebet deiner Kinder verwenden, angepasst an deine Familie.
FREITAG, 16. Januar 2026: Genesis/ 1. Mose 18:23-33
Als Christen sollen wir Licht in dieser dunklen Welt sein. Abraham bat für ein Volk, von dem er wusste, dass es böse war, in der Hoffnung, dass Lot und seine Familie ihre Rechtschaffenheit bewahrt und andere mitgenommen hätten. Abraham zögerte, Gott diese große Aufgabe zu übertragen, doch er bat Ihn dennoch. Abraham hoffte, dass es mindestens zehn Gerechte im Land geben würde, aber der Engel fand nur vier. Unser Gebet für andere sollte nicht von unseren Erwartungen abhängen. Bete weiterhin für die Unbekehrten und bitte Gott inständig für sie.
SABBAT, 17. Januar 2026: Lukas 18:9-14
Unsere Sünde zu erkennen, erfordert Demut. Wir sollten unser Leben an dem Jesu messen und nicht an dem anderer. Lasst uns unsere Gebete prüfen, um sicherzustellen, dass wir nicht beten, damit andere von unseren Erfolgen oder unserer „Sündenlosigkeit“ hören. Lasst uns mit einem reuigen Herzen zu Gott kommen und erkennen, dass wir Seiner Gnade nicht würdig sind. Das ist es, was Gott immer von Seinem Volk verlangt – Demut und die Suche nach Seinem Angesicht. Je mehr wir Ihn suchen, desto mehr erkennen wir, dass wir Seine Gnade und Barmherzigkeit brauchen. Was ich am Ende nicht hören möchte, ist: „Geh weg von mir, ich kenne dich nicht“, weil ich mich selbst in falscher Sicherheit gewiegt habe, anstatt demütig zu bleiben.
Scripture Passages:
Studientext: Genesis/ 1. Mose 18:25-27; Lukas 18:9-14; 1. Johannes 5:14-15
weiterführende Texte: Genesis/ 1. Mose 18:23-33; Nehemia Kapitel 1; Matthäus 6:5-15; Lukas 18:1-14; 1. Johannes 5:14-15
Andachtstext: Psalm 141
Key Verse:
„Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ (Lukas 18:14)
Heart of the Lesson:
Selbstzufrieden in der Gesellschaft zu werden und sich ständig mit anderen zu vergleichen, kann zu Stolz und Verderben führen. Wie können wir uns vor Selbstgerechtigkeit und Stolz schützen? Die Heilige Schrift ermutigt uns, uns mit dem Vertrauen Abrahams und der Demut des Zöllners an Gott zu wenden.
Questions for Studying the Text:
- Kämpfst du eher mit Selbstvertrauen oder mit Demut? Wie kann sich beides auf unsere Gebete auswirken?
- Wie zeigte Abraham in Genesis/ 1. Mose 18:25-27 sowohl Selbstvertrauen als auch Demut? Was offenbart dieser Textabschnitt über Gottes Charakter, über Seine Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Geduld?
- Worauf vertraute der Pharisäer in Lukas 18:9-14, und worauf vertraute der Zöllner? Wie definierte Jesus in diesem Gleichnis wahre Gerechtigkeit neu? Welches Gebet spiegelt heute eher dein Herz wider und warum?
- Was bedeutet es, „nach Seinem Willen“ zu beten? Worin unterscheidet sich das davon, Gott um alles zu bitten, was wir wollen (1. Johannes 5:14-15)? Wie ermutigen diese Verse Gläubige, sich Gott mit Zuversicht und Vertrauen zu nähern? Wie beeinflusst das Wissen, dass Gott uns hört, unsere Ausdauer im Gebet?
- Wie können uns diese Bibelstellen gemeinsam helfen, Wagemut und Demut in unserer Beziehung zu Gott in Einklang zu bringen? Für welche Menschen oder Situationen bist du vielleicht aufgerufen, beharrlich und demütig zu beten? Welche kann uns praktisch helfen, Demut im Gebet und Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit zu entwickeln?
Understanding and Living by Johnmark Camenga
VON POLITIKERN UND RINGKÄMPFERN
Es gibt eine gewisse, prahlerische, arrogante Art, die bestimmte Kulturkreise durchdringt. Als Kind erinnere ich mich, dies besonders deutlich an zwei Orten (bzw. Personen) beobachtet zu haben: bei Politikern und bei professionellen Ringkämpfern.
Unter Politikern verpackte man die Prahlerei meist in Amtszeremonien. Sie bedienten sich hochtrabender Sprache und der Insignien ihrer Positionen, um ihre Arroganz zu verbergen, doch sie war dennoch allgegenwärtig. Sie sickerte förmlich aus ihren Poren und durch den Fernsehbildschirm, während sie sprachen, inhaltlich auswichen und sich selbst in den Vordergrund stellten.
Bei den Ringkämpfern (bzw. Wrestlern) war die Prahlerei unübersehbar. Sie zeigte sich in ihrer Kleidung, ihrem Gang, ihrer Art zu sprechen und sogar darin, wie sie dem Interviewer das Mikrofon entrissen. Ihre Arroganz trugen sie wie einen Schmuck an sich, als wären sie stolz darauf.
Fairerweise muss man sagen, dass es für die Schau-Ringkämpfer vielleicht nur ein Unterhaltungsspektakel war, doch für die Politiker gibt es keine solche Entschuldigung. In jedem Fall war die Atmosphäre um diese beiden Gruppen – zumindest für mich als Kind – von dem erfüllt, was die „feine Gesellschaft“ verabscheute – und das völlig zu Recht. Diese Eigenschaften sind nicht erstrebenswert, sondern sollten Abscheu hervorrufen. Doch genau in diesem berechtigten Abscheu liegt der Keim jener Sünde, die im Mittelpunkt unserer Lektion dieser Woche steht.
Ich habe versucht, diese Haltung gegenüber den arroganten und prahlerischen Politikern und Wrestlern meinem jüngeren Ich zuzuschreiben, aber – wenn ich ehrlich bin – ich weiß, dass ich heute noch mit derselben Haltung zu kämpfen habe.
UND WAS IST MIT DIR, DU CHRIST?
Wie wirkt Jesu Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner auf dich? Ich frage, weil es eine Art der Auseinandersetzung gibt, die dich treffen kann – eine Art, wie du darüber nachdenken und es verinnerlichen kannst –, und die ziemlich ironisch, ja sogar heuchlerisch ist. Vielleicht hast du diese Gefahr schon einmal bedacht. Aber der Reihe nach: Jesus stellt die beiden Personen vor – den Pharisäer, der nach dem Buchstaben des Gesetzes gerecht ist, und den Zöllner, der nach dem Buchstaben des Gesetzes sündig ist. Der Pharisäer spricht sein offensichtlich selbstgerechtes Gebet, und der Zöllner spricht sein offensichtlich demütiges Gebet. Du hörst diese beiden Gebete und erkennst sofort, dass es besser ist, sich mit dem Zöllner zu identifizieren als mit dem Pharisäer. Und im selben Moment denkst du unbewusst: „Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie dieser Pharisäer bin…“ Oder geht es nur mir so?
Dies ist eine Sünde, die Jesus sehr beunruhigte: schmeichelhafte Vergleiche. Sie ist so heimtückisch, dass sie sich selbst beim Lesen der Worte unseres Erlösers in unsere Herzen und Gedanken einschleichen kann. Sie ist eine so wirksame Falle für unsere von Hochmut erfüllten Seelen, dass Jesus sich am Ende dieses Gleichnisses die Zeit nimmt, es zu deuten – was Er nicht oft tat.
DEMUT
Jesus rüttelte Seine Zuhörer von ihrem ironischen, heuchlerischen Urteil über den hypothetischen Pharisäer im Gleichnis auf und sagte: „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ (Lukas 18:14). Doch in welcher Hinsicht möchte Jesus, dass wir uns demütigen? Es scheint mindestens zwei Wege zu geben, auf denen wir demütig sein sollen, und im Anschluss daran mindestens einen Weg, auf dem wir mutig sein sollen.
Die erste Art, wie wir Demut üben sollen, sehen wir am Beispiel des Zöllners. Er erkannte sich selbst als Sünder. Er trat vor Jesus, geißelte sich selbst, senkte den Blick zur Erde, bekannte seine Sündhaftigkeit und flehte Gott als den Geber der so dringend benötigten Gnade an. Wichtig ist zu verstehen, dass dies keine selbstmitleidige, kathartische Demonstration falscher Demut ist, sondern vielmehr eine Demut, die aus dem gesunden Vergleich zwischen uns selbst und Gott erwächst.
In der Bergpredigt sagte Jesus, dass die Gerechtigkeit eines Menschen die der Pharisäer übertreffen müsse, um in das Reich Gottes zu gelangen. Später legte Jesus noch nach – gewissermaßen Sein Leitmotiv für die gesamte Predigt –, indem Er sagte, der einzige Weg in das Reich Gottes führe über die Vollkommenheit, so wie Gott vollkommen ist. Dieser Vergleich – mit Gott und nicht mit den Pharisäern – sollte uns verdeutlichen, dass wir vor Gott zwar unrein sind, aber gleichzeitig in Sein Reich eingeladen werden, wenn wir die Gerechtigkeit Jesu annehmen.
Die zweite Art, wie wir Demut üben sollen, sehen wir in Psalm 141, wo David über seine Unfähigkeit nachdenkt, sich ohne Gottes Eingreifen von der Sünde fernzuhalten. „HERR, setze eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen! Lass mein Herz sich nicht zu einer bösen Sache neigen, dass ich gottlose Taten vollbringe mit Männern, die Übertäter sind; und von ihren Leckerbissen lass mich nicht genießen!“ (Psalm 141:3-4)
David gab nicht nur zu, ein Sünder zu sein, sondern bat auch um göttliche Hilfe, um nicht zu sündigen. Er bat Gott um ein Wunder, damit er schweigen, sich mit guten Taten beschäftigen und sich mit anderen guten Taten umgeben könne (diese werden als Alternative zu dem verstanden, wogegen David betete).
WAGEMUT
Wir sind also demütig, wenn wir unsere Sünde anerkennen und erkennen an, dass wir Gottes Führung – auf wundersame Weise – zur Gerechtigkeit brauchen. Inwiefern sollen wir dann wagemutig sein?
„Und er sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. Es war aber eine Witwe in jener Stadt; die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher!“ (Lukas 18:2-3)
Im weiteren Verlauf des Gleichnisses erfahren wir, dass der Richter schließlich nachgab und der Frau gab, was sie verlangte, weil sie so wagemutig war, immer wieder zu ihm zu kommen. Jesus forderte seine Zuhörer auf, darüber nachzudenken: Wenn schon dieser ungerechte Richter aufgrund der Beharrlichkeit der Frau bereit war, ihr zu geben, was sie begehrte, wie viel mehr wird sich dann der gerechte Gott des Universums „seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zuwartet mit ihnen?“ (Vers 7)
In den Beispielen dieser beiden Gleichnisse und in den Worten König Davids finden wir eine Anleitung für Demut und Wagemut in unserer Beziehung zu Gott. Wenn wir vor Ihn treten und unsere Sündhaftigkeit und unsere Unfähigkeit anerkennen, ein gerechtes Leben zu führen, so kommen wir dennoch – nicht um uns mit den Unbußfertigen zu vergleichen, sondern um unsere Sündhaftigkeit zu erkennen und auf Christi Gerechtigkeit zu berufen.
HINTS FOR TEACHING:
LESSON GOALS:
- Erkenntnis gewinnen: Vergleicht unseren Wagemut im Gebet (Genesis/ 1. Mose 18:25-27; 1. Johannes 5:14-15) mit unserer Demut im Gebet (der Zöllner in Lukas Kapitel 18).
- Liebe üben: Betet in der Zuversicht, dass Gott unsere Gebete hört.
- Dienen: Findet ein Gleichgewicht zwischen Wagemut und Demut in der Art und Weise, wie ihr die Frohe Botschaft in unseren Gemeinden verkündet.
TEACHING ACTIVITY:
Teilt die Sabbatschulklasse in drei Gruppen ein und weist jeder Gruppe folgende Bibelstellen zu, um deren Gebetsschwerpunkt zu ermitteln und zusammenzufassen: 1.) Genesis/ 1. Mose 18:25-27; 2.) Lukas 18:9-14; 3.) 1. Johannes 5:14-15. Erstellt anschließend drei Spalten an der Tafel oder einer Flipchart mit den Überschriften „Abrahams Vorbild (Fürbitte, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit)“, „Das Vorbild des Zöllners (Demut und Barmherzigkeit)“ und „Johannes’ Vorbild (Vertrauen in Gottes Willen)“. Die Teilnehmer sollen in jede Spalte ein Gebetsanliegen eintragen. Betet gemeinsam über diese Anliegen und orientiert euch dabei an oben genannten Vorbildern.
LOOKING BACK:
Am Beispiel Abrahams und den Lehren Jesu und Johannes haben wir die richtige Haltung beim Beten gelernt. Jesu Begegnung mit Petrus wird uns anschließend verdeutlichen, wie wir in den Höhen und Tiefen des geistlichen Wachstums standhaft bleiben können.