27. September- 3. Oktober 2026 – Radikale Hingabe an Gottes Weg (5)

QUARTALSTHEMA: DIE SEELE EINER NATION (September – November 2026)

Einheit I

5. Radikale Hingabe an Gottes Weg (Lektion 5 von 5)

Daily Bible Meditations by Angel Floyd

SONNTAG, 27. September 2026: Josua 23:1-11

Die Heilige Schrift ermutigt uns angesichts der vielen Herausforderungen, nicht nur stark zu sein, sondern auch außerordentlichen Gehorsam zu üben. Wir dürfen nicht vergessen, wie Gott für uns gekämpft hat. In schwierigen Zeiten sollten wir an dem HERRM, unserem Gott, festhalten, anstatt die Hoffnung zu verlieren. Unsere menschliche Natur mag uns dazu verleiten, uns auf Momente der vermeintlichen Entfernung von Gott zu konzentrieren. Deshalb ist es so wichtig, die Gewohnheit zu entwickeln, Gottes tägliche Fürsorge zu erkennen und Ihm dafür zu danken. Diese geistliche Übung stärkt uns in den Prüfungen des Lebens und versichert uns, dass wir niemals allein sind. Überlege, wie du Gottes Segen im Alltag in deinem Leben und in das Leben anderer integrieren kannst.

MONTAG, 28. September 2026: Josua 24:1-13

Bevor Josua das Volk zur Erneuerung ihres Bundes aufrief, erinnerte er sie an Gottes Fürsorge und die wiederholte Befreiung von ihren Feinden. Er wandte sich zunächst an ihre Vorfahren, die andere Götter verehrt hatten, und betonte die Notwendigkeit, diese Götzen zu entfernen, um sie darauf vorzubereiten, sich allein Gott zu unterwerfen. Josua fragte, wer von ihnen dem HERRN dienen wolle. Dies wirft wichtige Fragen für uns auf: Nehmen wir uns Zeit, uns daran zu erinnern, wie Gott uns und unsere Familienmitglieder befreit hat? Erzählen wir von seiner Fürsorge? Suchen wir aktiv den Willen des HERRN und gehorchen wir seinem Wort? Müssen wir uns von Götzen in unserem Leben trennen?

DIENSTAG, 29. September 2026: 1. Johannes 1:8-2:5

Jesus ist unser Sühneopfer für die Sünde. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Ihn kennen. Jesus zu kennen und Seinen Geboten zu gehorchen, ist eng miteinander verbunden, wie Matthäus 7:21-23 zeigt, wo Jesus das Gesetz in zwei Geboten zusammenfasste: 1.) Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deinem ganzen Verstand. 2.) Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wenn wir unsere Erlösung durch Jesus annehmen, sollten unsere Taten Seine Lehren widerspiegeln. Wenn wir Seinem Wort gehorchen, wird Gottes Liebe in unserem Leben sichtbar. Wir sind berufen, wie Jesus zu leben und Seinen Wegen zu folgen. Wie können wir Jesus im Alltag näher kommen? Wie können wir anderen auf ihrem Glaubensweg helfen? Wie können wir anderen in Liebe dienen?

MITTWOCH, 30. September 2026: Lukas 9:57-62

Wenn du dich entscheidest, Jesus nachzufolgen, ist es normal, sich zunächst entwurzelt zu fühlen oder zu erkennen, dass du dich in dieser Welt vielleicht nie wirklich zu Hause fühlen wirst. Möglicherweise musst du dich von denen distanzieren, die Jesus ablehnen, und Gemeinschaft mit denen suchen, die bereit sind, Ihm zuzuhören und Ihm nachzufolgen. Auf deinem Glaubensweg ist es wichtig, nicht zurückzublicken oder weltlichen Besitztümern einen Wert beizumessen. Richte deinen Fokus stattdessen auf Gott. Denk daran, dass das, was die Welt als wertvoll erachtet, oft im starken Kontrast zu dem steht, was Gott am Herzen liegt. Musst du etwas loslassen? Worauf konzentrierst du dich in deinem Leben? Welche tägliche geistliche Übung kann dir helfen, auf deinem Weg mit Christus weiter voranzuschreiten?

DONNERSTAG, 1. Oktober 2026: Matthäus 22:34-40

Die Pharisäer versammelten sich und stellten Jesus eine Frage zu den Geboten. Sie wollten wissen, welches das wichtigste sei. Jesus antwortete, dass die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten die Grundlage des ganzen Gesetzes seien. Die Weisheit in Jesu Antwort war klar und deutlich: das Gebot der Liebe. Verstehen wir, was es bedeutet zu lieben? 1. Korinther Kapitel 13 erklärt uns, wie wir lieben sollen. Wie können wir diese Liebe in unserem Alltag widerspiegeln? Wie bringen wir Nächstenliebe und die Verkündigung des Wortes Gottes in Einklang?

FREITAG, 2. Oktober 2026: Psalm 25:12-22

In seinem Gebet zum HERRN erkannte David Gottes Fürsorge für die an, die Ihn fürchten. Er flehte um Erlösung und bat den HERRN um Führung, Barmherzigkeit, Vergebung, Schutz und Befreiung von seinen Feinden. All dies sind wesentliche Bestandteile des Erlösungsprozesses. Wichtig war ihm auch, dass David Israel mit einschloss und den HERRN inständig bat, sie nicht zuschanden zu machen, da auch ihre Hoffnung auf Ihn ruhte. Die Demut und das Vertrauen, die in Davids Gebet zum Ausdruck kommen, regen uns an, unser eigenes Gebet zu überdenken. Beten wir demütig wie David? Suchen wir täglich die Weisung des HERRN? Ist Gottes Erlösung in unserem Leben sichtbar?

SABBAT, 3. Oktober 2026: Josua 24:14-27

Josua begann seine Abschiedsrede an Gottes Volk, indem er sie an ihren Weg erinnerte und hervorhob, wie Gott sie immer wieder auf wundersame Weise von ihren Feinden befreit und ins Gelobte Land geführt hatte. Er rief sie auf, den HERRN zu fürchten und ihm treu zu dienen. Er forderte sie eindringlich auf, keinem anderen Gott außer ihm zu dienen und diese Götter von sich zu werfen. Dann forderte er sie auf, ihr Herz zu prüfen und den wahren Wunsch zu entwickeln, dem HERRN zu dienen. Er sprach die Worte, die wir so gut kennen: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen.“ (Vers 15) Findest du es erstrebenswert, dem HERRN zu dienen? Gibt es etwas in deinem Leben, das du loslassen solltest?

Scripture Passages:

Studientext: Josua 24:18-27

weiterführende Texte: Josua Kapitel 23-24

Devotional: Jeremiah 31:27-34

Key Verse:

„So fürchtet nun den HERRN und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit, und tut die Götter von euch hinweg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient haben, und dient dem HERRN!“ (Josua 24:14)

Heart of the Lesson:

Wir können die Anbetung Vorrang in unserem Leben gewähren, indem wir die Götzen identifizieren, welche uns von Gott ablenken, damit wir nicht von einem Leben im Glauben abgebracht werden.

Questions for Studying the Text:

  1. Welche „Götzen“ buhlen heute um unsere Zuneigung? Welche Ablenkungen fordern am leichtesten unsere Zeit, Aufmerksamkeit und Zuneigung heraus?
  2. Welche Ereignisse führten zu Josuas letzter Ansprache in Josua Kapitel 24? Wie berichtete Josua über die rettenden Taten Gottes in Josua 24:1-17, bevor er Israel zur Verpflichtung aufrief? Warum forderte Josua die Menschen wiederholt auf, ihre Hingabe in Worte zu fassen?
  3. Warum schien Josua das Volk zu entmutigen, indem er sagte: „Ihr werdet dem Herrn nicht dienen können.“ (Vers 19)? Wie wirken Gottes Gnade und Seine Heiligkeit in der gesamten Heiligen Schrift zusammen (Exodus/ 2. Mose 34:6-7; Römer 6:1-4)? Was lehrt uns dies über die Ernsthaftigkeit der Bundestreue?
  4. Was würde geschehen, wenn Israel Gott für fremde Götter verließe (Vers 20)? Warum ist die Entfernung der Götzenbilder genauso wichtig wie das Bekenntnis zum Glauben? Wie reagierten die Israeliten auf Josuas Warnung (Verse 21-24)?
  5. Welche Bundesverpflichtungen werden in den Versen 25-26 erneuert? Inwiefern nahm Josuas Bundeserneuerung den durch Christus begründeten Neuen Bund vorweg?
  6. Wie können Christen vermeiden, den Glauben lediglich als kulturell oder bequem zu betrachten? Welche praktischen Gewohnheiten helfen uns, die Anbetung Gottes im Mittelpunkt unseres Alltags zu behalten? Josua rief das Volk auf, seine Götzenbilder sofort zu entfernen. Gibt es etwas, wozu Gott dich heute auffordert, es aufzugeben?

Understanding and Living by Chuck Meathrell

WAS WIR FÜR SIE WOLLEN (1)

Falls du jemals eine wirklich demütigende Erfahrung machen möchtest, dann frage die sechsjährige Nichte deines guten Freundes, wie alt sie dich schätzt. Wahrscheinlich wird sie dich viel älter einschätzen, als du tatsächlich bist. Und wahrscheinlich wird sie dabei absolut ehrlich sein. Glaub mir, als jemand, der schon mit solchen Kindern gearbeitet hat, ist das kein schönes Gefühl. Noch schlimmer ist es jedoch, mit einem Mal festzustellen, dass ihre Schätzung gar nicht so weit daneben lag.

Ich erinnere mich, dass ich vor etwa fünfzehn Jahren einem vierjährigen Jungen, den ich unterrichtete, etwas über meine Mutter erzählte (seinen Namen werde ich nicht vergessen: er hieß Trevor). Er sagte ungefähr so ​​etwas wie: „Ach, Herr Meathrell, Sie sind so albern!“ Das war, zugegeben, eine zutreffende Einschätzung, aber ich fragte ihn dummerweise, wo er meine Mutter vermutete. Kichernd sagte er: „Im Himmel!“ Zu meiner Ehre muss ich sagen, dass ich ihn nicht aus dem Fenster geworfen habe; ich glaube, wir waren sogar draußen. Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass meine Mutter all die Jahre später immer noch lebt – vielen Dank, Trevor!

Die Zeit ist schon seltsam. Wenn man jung ist, so wie Trevor es war, „rast“ sie dahin wie eine Schildkröte über die Hauptstraße. Doch je mehr Jahre vergehen, desto schneller scheint sie zu vergehen. Plötzlich ist man verheiratet und hat Kinder, wo man doch eben noch in der High School war und sich auf das nächste Spiel, den Wettkampf, die erste große Liebe usw. gefreut hat. Was ist also die wichtigste Lektion, die man gelernt hat und die man unbedingt an die nächste Generation weitergeben muss – an die Kinder, die man plötzlich großzieht?

EIN LETZTES WORT

Josua Kapitel 23 überliefert die letzte Botschaft Josuas an die Israeliten nach einem langen Leben im Dienst und in der Führung. Er offenbarte ihnen die Verzweiflung seines 110-jährigen Herzens. Er sehnte sich danach, dass sie an dem Gott des Universums festhielten, der sie aus Ägypten, durch das Rote Meer, durch 40 Jahre Wüste und ins Gelobte Land geführt hatte. Er warnte sie, dass der Kontakt mit falschen Glaubensvorstellungen in ihrer Umgebung, ja selbst deren Duldung, schwere Folgen haben würde. „Wenn ihr euch abwendet und dem Überrest dieser Völker anhängt, die unter euch übrig geblieben sind, und euch mit ihnen verheiratet, sodass ihr euch untereinander vermischt, so sollt ihr gewiss wissen, dass dann der HERR, eurer Gott, nicht länger diese Völker vor euch vertreiben wird; sondern sie werden euch zur Schlinge werden und zum Fallstrick und zur Geißel an eurer Seite und zu Dornen in euren Augen, bis ihr vertilgt seid aus diesem guten Land, das der HERR, eurer Gott, euch gegeben habt!“ (Josua 23:12-13) Es besteht kein Zweifel: Wenn wir uns entscheiden, Gott zu verlassen, dann hat dies Folgen.

Gleich im nächsten Vers erinnerte Josua die Israeliten daran, dass Gott sie nie im Stich gelassen hatte. Er hält Sein Wort! Seine Verheißungen sind wahr und ewig. Besonders gefällt mir Josuas Verwendung des Ausdrucks „von all dem Guten“ (Vers 14). Die Schöpfung war Jahrtausende zuvor von ebendiesem Gott ins Leben gerufen worden, und Gott dachte dabei an dieses Volk. Dasselbe Prinzip gilt auch für uns.

Schließlich sprach Josua in einem der berühmtesten Verse der gesamten Heiligen Schrift über sich und seine Familie, indem er in Josua 24:15 bekräftigte, dass er und sein Haus dem HERRN dienen würde, egal welche Torheit Israel in den kommenden Jahren begehen mochte. Mit dieser eindrucksvollen Aussage weihte dieser große Anführer sein eigenes Vermächtnis, seine Kinder und die nachfolgenden Generationen dem Gott des Universums. Es scheint, als sei dies für ihn das Mindeste gewesen, was er tun konnte – als stünde es außer Frage. Dieser Gott hatte Josua und Sein Volk schon unzählige Male gerettet und würde es auch weiterhin tun.

WAS WIR FÜR SIE WOLLEN (2)

Wenn ich meine eigenen Kinder und die Kinder meiner lieben Freunde betrachte, die ich ebenfalls sehr schätze, spüre ich eine wachsende Sehnsucht in mir, dass sie in Gottes Reich ihren Platz finden werden. Ich möchte, dass sie sich Gott hingeben und Ihn an die erste Stelle in ihrem Leben setzen. In unserer heutigen Kultur ist das nicht mehr so ​​selbstverständlich wie früher. Laut Studien des christlichen Barna-Forschungsinstituts aus den Jahren 2011 und 2019 steigt die Zahl der Jugendlichen, die die Kirche bzw. Gemeinde verlassen, alarmierend schnell an. Das bedeutet zwar nicht unbedingt, dass sie ihren Glauben ablehnen (was ja eigentlich der entscheidende Punkt ist), aber es zeigt, dass sie den regelmäßigen Kirchgang meiden. Woran liegt das? Ist der gesellschaftliche Druck, dem man sich unterstellt, verschwunden? Haben wir aufgehört, mit gutem Beispiel voranzugehen und dem Gemeindebesuch Vorrang einzuräumen? Verpassen wir die Gelegenheit, ihnen zu erklären, warum? Vielleicht sollten wir, wie einst Josua, mehr bewegende Abschiedspredigten halten, bevor der HERR uns in Seine Herrlichkeit aufnimmt. Auf jeden Fall müssen wir mehr und intensiver mit ihnen und für sie beten.

Ich war erst Ende zwanzig, als jener Trevor mein Schüler wurde. Zweifellos prägten seine eigenen Erfahrungen sein Verständnis von Erwachsenen. Wahrscheinlich hatte er einen Großelternteil verloren und nahm an, dass alle Erwachsenen früh ihre Eltern verlieren (ich bin mir da nicht ganz sicher). Wenn ich heute mit ihm sprechen könnte, würde ich ihn wohl so ermutigen, wie Josua die Israeliten ermutigt hat. Ich würde ihm raten, sich an Jesus zu klammern und die Vergebung anzunehmen, die durch sein reinigendes Blut kommt. Genau das wünsche ich mir auch für meine eigenen Kinder.

Wie nur sie es konnten, vergaßen die Israeliten, ungeachtet ihrer enthusiastischen Versprechungen, schnell Gottes Treue und ließen sich, wie Josua es vorausgesagt hatte, in die Irre führen. Sie wurden von einem Volk nach dem anderen besiegt, obwohl sie sich von Anfang an für JAHWE hätten entscheiden sollen. Er wollte sie. Er wollte sie behalten. Sie hätten sich nur für Ihn entscheiden müssen.

HINTS FOR TEACHING:

ZUSAMMENFASSUNG

Josua erinnerte die Israeliten an Gottes Treue während ihrer langen Geschichte und forderte sie auf, die radikale Entscheidung zu treffen, Gott statt der Welt zu dienen.

TEACHING ACTIVITY:

Sammelt in der Sabbatschulklasse Ideen, was leicht mit der Hingabe an Gott konkurrieren kann. Wann wird eine gute Gabe bzw. Talent zum Götzen? Welche Warnzeichen deuten darauf hin, dass etwas anderes oder jemand anderer Gottes rechtmäßigen Platz einnimmt? Welche geistlichen Übungen helfen, jene Gaben im richtigen Verhältnis zu sehen? Gebt anschließend jedem Teilnehmer einen Zettel. Bittet ihn, für sich eine Ablenkung oder etwas, was mit der Hingabe zu Gott konkurriert, aufzuschreiben, von der Gott sie vielleicht auffordert, es aufzugeben. Versichert den Teilnehmern, dass die Zettel anonym bleiben. Sammelt dann die Zettel in einem Papierkorb oder zerreisst sie als Symbol der Abkehr von Götzen. Schließt am Ende mit einem stillen Gebet ab und bittet Gott um Kraft, alles zu entfernen, was mit der uneingeschränkten Hingabe an Ihn konkurriert.

RÜCKBLICK:

In dieser Unterrichtseinheit verfolgten wir den Weg einer neuen Generation von Israeliten, die unter ihrem erneuerten Bund mit Gott die Völker besiegten, die ihnen den Einzug in das Land verwehrten, das Gott ihren Vätern verheißen hatte.

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